Basketball-Regionalliga

Zu siebt fehlen BG Hagen am Ende die Kräfte

Gutes Comeback bei der BG: Daniel Zdravevski (links, hier gegen Nino Janoschek), erzielt gegen Grevenbroich 18 Punkte und ist bei den Gastgebern Aktivposten.

Gutes Comeback bei der BG: Daniel Zdravevski (links, hier gegen Nino Janoschek), erzielt gegen Grevenbroich 18 Punkte und ist bei den Gastgebern Aktivposten.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen.  Die BG Hagen trotzte dem Verletzungspech lange, am Ende gingen beim 85:88 gegen die Elephants Grevenbroich aber die Kräfte aus.

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Die BG Hagen trotzte dem Verletzungspech lange, wirklich lange. Doch am Ende verließen den Basketball-Regionalligisten zu siebt die Kräfte, zehn Spieler der Elephants Grevenbroich setzten sich mit 88:85 (41:50) durch. „Wir werden ja immer weniger - auch während des Spiels“, bedauerte BG-Trainer Kosta Filippou, „und die anderen Teams werden immer mehr.“ Denn die Gäste hatten erstmals den nachverpflichteten US-Profi Troy Harper eingesetzt, der mit 32 Punkten gleich das Spiel entschied.

Zwei Stammkräfte fehlten schon zum Hochball, auf Vytautas Nedzinskas (Virus-Infektion) und Tobias Wegmann (Kreuzbandriss) musste die BG ohnehin verzichten. Der dritte folgte nach wenigen Minuten, als Alex Kortenbreer – bis zum 4:6 einziger Hagener Korbschütze (4.) – umknickte und vom Feld humpelte. Für den Center kam Daniel Zdravevski, gerade erst von einem Gips an der verletzten Hand befreit, spielte auf ungewohnter Position unter dem Korb und verteidigte gegen Grevenbroichs Ryon Howard. Das klappte gut, der U18-Nationalspieler war direkt ein Aktivposten im BG-Spiel.

Nach dem 6:11 (5.) kamen die Gastgeber so heran, Paul Giese glich mit dem ersten Dreier zum 11:11 (6.) aus. Es sollte indes der einzige Distanztreffer bis zur Pause bleiben, vor allem Yannick Opitz versuchte sich hier vergeblich. Die Führung übernahm die BG nach dem 11:14 mit viel Intensität dennoch, beim 20:16 (7.) durch Marcus Ligons bat Elephants-Trainer Jason Price – als Spieler früher beim BBV Hagen aktiv – zur Auszeit. Vorn blieben aber die Gastgeber, wozu maßgeblich Zdravevski beitrug. Sein Dreipunktspiel bedeutete das 33:27 (12.), das wiederholte er wenige Minuten später erneut, als er nach eigenem Rebound über das ganze Feld zum Grevenbroicher Korb stürmte (41:34, 15.). Sonst hatten die Hagener am Brett Probleme, ließen insgesamt 20 Offensiv-Rebounds der Gäste zu. Da Grevenbroich aber unterdurchschnittlich traf, blieb die BG vorn.

Hagener hatten noch Siegchance

Und baute den Vorsprung nach dem Wechsel sogar noch aus. Mit 56:43 (23.,) und 61:48 (26.) lagen die Gastgeber vorn, ehe sich bei ihnen die Fehler häuften. Grevenbroich nutzte es zum Zwischenspurt, Jamal Smith traf per Dreier zum 61:56 (28.). Und obwohl die Schiedsrichter nach Zusammenprall von Ligons und Howard zuvor abgepfiffen hatten, genehmigten sie auch den Dreier von Harper zum 61:59, kurz vor der letzten Viertelpause glich dieser zum 63:63 aus.

Zum 68:63 durch Zdravevskis Dreier raffte sich die BG noch einmal auf, bei Howards 68:74 (35.) schien das Momentum endgültig bei den Gästen, die auch beim 75:80 (38.) vorn lagen. Doch Ligons und Opitz glichen zum 80:80 aus, auch Harpers folgenden Dreier konterte Opitz eine Minute vor der Sirene aus der Distanz (83:83). Und als Smith nur einen Freiwurf traf, hatten die Hagener sogar noch den Sieg auf der Wurfhand. Doch Giese und Ligons verpassten, das ließ sich Grevenbroich nicht entgehen. „Wir haben das Spiel lange gut kontrolliert“, sagte Filippou, „nur kräftemäßig konnten wir das nicht durchhalten.“

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