Basketball - DBBL

Für den Herner TC ist Wasserburg immer eine Reise wert

Nur nicht verrückt machen lassen: Der Herner TC (vorn re. Katharina Fikiel) tritt am Samstag beim Tabellenzweiten TSV 1880 Wasserburg an.

Nur nicht verrückt machen lassen: Der Herner TC (vorn re. Katharina Fikiel) tritt am Samstag beim Tabellenzweiten TSV 1880 Wasserburg an.

Foto: Vladimir Wegener / FUNKE Foto Services

Herne.  Auf den Herner TC wartet nach der weitesten Fahrt des Jahres ein angenehmer Gastgeber. Sportlich ist die Aufgabe beim Zweiten sehr anspruchsvoll.

Es ist eine Phase maximaler Herausforderungen. Eine Woche nach der Heimniederlage gegen den souveränen Spitzenreiter Keltern müssen sich die Bundesliga-Basketballerinnen des Herner TC an diesem Samstag ab 19 Uhr in der Badria-Halle beim Tabellenzweiten TSV 1880 Wasserburg bewähren.

Erneut eine happige Aufgabe, der sieben Tage später gegen die drittplatzierten Nördlingerinnen die nächste folgt.

Herner TC will sich nicht verrückt machen lassen

Gut möglich, dass der Deutsche Meister danach den vierten Tabellenplatz erst einmal räumen muss. Denn die Personalsituation beim HTC ist nach wie vor extrem angespannt.

Verrückt machen lassen sie sich in Herne aber nicht. Im Gegenteil. Trainer Marek Piotrowski strahlte gelassene Ruhe aus, als er am Freitag zur H2K-Arena fuhr, von wo sich der kleine HTC-Tross gegen 12 Uhr in Richtung Österreich auf den Weg machte. „Wasserburg ist immer eine Reise wert“, sagte er. „Zuletzt haben wir da auch manchmal gewonnen.“

Besuch beim Abonnementmeisters ein Höhepunkt des HTC-Jahres

Aber selbst wenn es sportlich mal nicht optimal laufe, zähle der Besuch beim deutschen Abonnementmeister stets zu den Höhepunkten des Jahres.

„Das macht einfach Spaß. Eine tolle Halle, ein netter Empfang, sehr sympathische Leute und nach Spielschluss noch ein kleiner Stammtisch mit kurzen Interviews. Das ist ein Verein, wo wir immer gerne hinfahren.“

Favoritenrolle liegt bei Wasserburg

Die siebenstündige Anreise lässt sich mit dieser Vorfreude sicher ertragen, für gute Laune auf der nächtlichen Heimfahrt wäre ein sportliches Erfolgserlebnis schon ganz hilfreich. Das wird Piotrowski auch seinen Spielerinnen bereits im Vorfeld vermitteln.

„Wir fahren da nicht die 700 Kilometer hin, um was zu verschenken. Wir werden alles versuchen, um aus Wasserburg etwas mitzubringen“, kündigt er an.

Die Favoritenrolle liege zwar klar bei den Gastgeberinnen, groß sei der Abstand zwischen beiden Teams aber nicht.

Viel Qualität im TSV-Kader

„Wasserburg hat wie wir einige Verletzungsprobleme und zuletzt auch mit kleiner Rotation gespielt. Aber im Kader steckt viel Klasse“, weiß Marek Piotrowski. Vor allem auf den kleinen Positionen hat TSV-Trainerin Sidney Parsons reichlich Qualität.

Pointguard Kelly Moten, mit 16,9 Punkten pro Spiel Topscorerin ihres Teams, kann aufgrund ihrer Athletik auch auf die Flügel ausweichen, den Aufbau organisieren dann Svenja Brunckhorst oder Dreierspezialistin Laura Hebecker. Auch die beiden deutschen Nationalspielerinnen punkten im Schnitt zweistellig, ebenso wie Winter-Neuzugang Lindsay Sherbert (früher Bad Aibling) und Centerin Megan McKay.

Herner Sorgenkinder „auf dem Weg der Besserung“

Die 1,92 m große Australierin pflückt zudem mehr als acht Rebounds pro Spiel. Unterstützt wird sie unter den Körben besonders durch die Slowenin Tina Jakovina. „Sie spielt für Wasserburg eine ähnliche Rolle wie bei uns Abaiburova“, hat Piotrowski analysiert.

Den HTC-Coach würde es auch nicht überraschen, wenn Nationalspielerin Leonie Fiebich nach ihrem im Sommer erlittenen Kreuzbandriss am Samstag ihr Comeback feiern würde.

Ganz so weit sind die Herner Sorgenkinder noch nicht. „Alle sind auf dem Weg der Besserung“, bleibt Piotrowski vage. Konkretes lässt er sich nur zu Sarah Polleros entlocken. „Sie fährt nicht mit, weil sie für das WNBL-Team im Playoffspiel gegen Lichterfelde unverzichtbar ist.“

Playoffs beginnen für SteelFire 3-2-1 in der WNBL U18

Für die Teams in der WNBL U18 steht die entscheidende Saisonphase an, an diesem Wochenende starten die Playoffs mit dem Achtelfinale und die Playdowns.

Im Achtelfinale der Nord-Teams, in dem auch SteelFire 3-2-1 – das Kooperationsteam mit Spielerinnen des Herner TC sowie aus Bochum und Hagen – antritt, gelten die beiden erstplatzierten Teams aus der Hauptrundengruppe Nordost als Favorit. Gegen den Gruppensieger tritt SteelFire 3-2-1, als Viertplatzierte Mannschaft der Hauptrundengruppe Nordwest, an.

Sonntag (16 Uhr) ist SteelFire in Lichterfelde zu Gast.

Die weiteren Achtelfinal-Begegnungen der WNBL-U18-Playoffs bestreiten: ChemCats Chemnitz - BG Bonn 92 (So., 13 Uhr); Metropol Girls - Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel (So., 14 Uhr); OSC Junior Panthers - ALBA Berlin (So., 14 Uhr).

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