Basketball

Herne: Drittes Eurocup-Heimspiel soll nicht das letzte sein

Auch sie muss sich strecken: Beim Hinspiel in Keltern war Adelina Abaiburova Hernes erfolgreichste Werferin. Vergangene Woche gegen Hema Baskets SKW traf der HTC-Neuzugang dagegen fast überhaupt nicht.

Auch sie muss sich strecken: Beim Hinspiel in Keltern war Adelina Abaiburova Hernes erfolgreichste Werferin. Vergangene Woche gegen Hema Baskets SKW traf der HTC-Neuzugang dagegen fast überhaupt nicht.

Foto: Rainer Raffalski / FUNKE Foto Services

Herne.  Mit einem Sieg des HTC gegen Keltern am Mittwoch bleibt die K.O.-Runde greifbar. Dafür müssen einige Spielerinnen aber deutlich mehr zeigen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Nach zwei etwas schwächeren Partien wollen Hernes Basketballerinnen an diesem Mittwoch in die Erfolgsspur zurückkehren. Um 19.30 Uhr empfangen sie in der H2K-Arena die Rutronik Stars Keltern zum vierten Gruppenspiel im FIBA-EuroCup. Noch hat sich Marek Piotrowski, der erfahrene Cheftrainer des Herner TC, keineswegs damit abgefunden, dass dies der letzte internationale Auftritt der deutschen Doublesiegers auf heimischem Parkett ist.

„So lange wir spielen, glauben wir an unsere Chance. Bei einem Heimsieg gegen Keltern sind wir noch voll im Rennen“, hat der 60-Jährige das Abenteuer Europa noch lange nicht abgehakt.

Auswärtsspiele sind für Piotrowski nicht unlösbar

Zwar endet die Gruppenphase für den HTC mit zwei Auswärtsspielen in Ungarn und Belgien, aber auch diese Aufgaben seien nicht unlösbar, findet Piotrowski.

„Wir haben doch auch in Keltern gezeigt, dass wir auswärts gewinnen können“, so der Trainer. Gerade mal drei Wochen ist es her, da verließen die HTC-Damen nach ihrem EuroCup-Debüt als strahlende 79:65-Siegerinnen die Speiterling-Halle, wo sie sich vier Tage zuvor in der Bundesliga noch eine 56:75-Klatsche abgeholt hatten.

Ebenso wie die unvergessene Finalserie um die Deutsche Meisterschaft im Frühjahr beweisen diese Ergebnisse, dass kein Spiel wie das andere und speziell zwischen diesen beiden Teams einfach alles möglich ist. Dabei sind die Mannschaften beider Vereine nicht mehr mit jenen der Vorsaison zu vergleichen.

Keltern ist in seinem Umbruch schon weiter als Herne

Von den Leistungsträgerinnen hat der HTC nur Jordan Frericks und Laura Westerik gehalten, Keltern lediglich Jasmine Thomas und Milica Deura. Um sie herum bauen Piotrowski wie sein Kollege Christian Hergenröther völlig neue Teams auf.

Keltern scheint da schon etwas weiter, spielt zumindest in der DBBL stabil auf hohem Niveau und führt ungeschlagen die Tabelle an. Der 88:85-Sieg am Sonntag in Marburg hing allerdings am seidenen Faden. Dass die Sterne angesichts ihrer 0:3-Bilanz den EuroCup abschenken und ihr Augenmerk schon jetzt ganz auf die Bundesliga lenken, hält Marek Piotrowski für abwegig.

„Keltern hat danach noch zwei Heimspiele. Wenn sie die gewinnen, können auch sie noch weiterkommen“, sagt der HTC-Coach. Voraussetzung sei jedoch ein Erfolg in Herne. „Und deshalb erwarte ich wieder ein ganz heißes Spiel.“

Hernes Neuzugänge schlagen noch nicht ein

Wie sich sein eigenes Team an diesem Mittwoch präsentiert, wird Piotrowski ganz genau beobachten. Zu schwankend waren bisher die Leistungen, zu selten haben einige Neuzugänge bislang gezeigt, dass sie zurecht beim Meister spielen. „Klar, wir sind noch in der Findungsphase. Aber so langsam müssen sich die Damen mal zeigen“, fordert der Coach.

Anders als im Vorjahr, als fast jede HTC-Spielerin ein Spiel entscheiden konnte, liege die Last in dieser Saison auf nur wenigen Schultern. „Und wenn von denen mal eine oder zwei einen schwächeren Tag haben, was auf diesem Level absolut verständlich ist, springt niemand in die Bresche. Das muss sich ändern.“

Intern wissen die Damen schon, wer sich davon angesprochen fühlen muss. Noch hat Piotrowski Geduld, bis Weihnachten gibt es noch einige Gelegenheiten, sich zu zeigen. Die nächste an diesem Mittwoch. „Wir wissen, dass wir Keltern schlagen können. Mit unseren Zuschauern im Rücken wollen wir unsere Chance aufs Weiterkommen wahren“, hofft Piotrowski auf ein deutliches Zeichen seines Teams.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben