Eishockey

0:3 gegen Mannheim - kein Horrido für Iserlohn Roosters

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Nur in wenigen Szenen wie hier Eugen Alanov (l.) konnten sich die Roosters gegen Mannheim duerchsetzen.

Nur in wenigen Szenen wie hier Eugen Alanov (l.) konnten sich die Roosters gegen Mannheim duerchsetzen.

Foto: Max Winkler

Iserlohn.  Am Schützenfest-Mottotag blieb für die Iserlohn Rosters beim 0:3 (0:3, 0:0, 0:0) gegen die Adler Mannheim das Horrido aus.

Ein verschlafener Auftakt und ein schwacher Mittelabschnitt waren der Hauptgrund für die klare Niederlage. Daran änderte auch ein stärkeres letzte Drittel nichts mehr. Torhüter Hannibal Weitzmann verhinderte derweilen eine deutlichere Pleite.

„Es braucht heute eine sehr sehr geschlossene Mannschaftsleistung“, unterstrich Manager Christian Hommel vor der Partie, dass sich heute niemand auf dem Eis gegen den Tabellendritten der DEL Schwächen leisten darf. Und auch Greg Poss hatte tags zuvor betont, dass nur mit einem starken Gesamtpaket Punkte gegen den Meisteranwärter möglich sind.

Mannheim zeigte den Roosters jedoch schnell ihre Schwächen auf. Borna Rendulic stieß bei seinem Move aus der eigenen Zone auf null Gegenwehr und durchschnitt die Roosters-Reihen wie ein heißes Messer durch die Butter. Hannibal Weitzmann, der nach vier Wochen krankheitsbedingten Auszeit den Vorzug gegenüber Andreas Jenike erhalten hatte, war zum ersten Mal geschlagen.

Drei-Tore-Rückstand nach zehn Minuten

Der frühe Rückstand änderte aber nichts an der anfangs offensiven Ausrichtung der Roosters, die mit frühem Forechecking das Geschehen in die gegnerische Zone verlagerten. Jedoch fehlte es an Abschlüssen. Dazu offenbarte das Poss-Team eklatante Schwächen in der eigenen Zone. Die Adler entschieden die Zweikämpfe meist für sich, sodass Iserlohn große Schwierigkeiten hatte sich zu befreien. David Wolf hatte daher wenig Mühe sich gegen die im Schützenfest-Dress aufspielenden Roosters durchzusetzen und klinkte zum 2:0 ein. Wenig später wiederholte sich die Szene, diesmal traf Loibl zum 3:0. Die Adler schienen am Schützenfest-Motto-Tag in der Eissporthalle am Seilersee den Vogel abzuschießen. Greg Poss reagierte und nahm eine Auszeit. Hubert Labries verbuchte zwar eine Doppelchance im direkten Anschluss für die Grün-weißen, an der Mannheimer Dominanz änderte sich aber nichts. Nachdem Lehtivuori für einen hohen Stock gegen Kaspars Daugavins gleich für vier Minuten auf die Strafbank musste, bot sich die Chance für eine Rückkehr in die Partie. Doch diese ließen die Roosters mit einem plan- und ratlosen Powerplay kläglich verstreichen. „Der Spielstand sagt alles aus. Es wird ein hartes Stück Arbeit zurückzukommen. Wir müssen aus einer guten stabilen Defensive heraus versuchen Tore zu schießen“, wirkte Kapitän Torsten Ankert bei Magenta Sport sichtlich angefressen.

Mannheim eine Klasse besser

Zwar wirkten die Sauerländer im Mittelabschnitt bemüht, doch zu einer Ergebniskorrektur sollte es nicht reichen. Mannheim kontrollierte mühelos das Geschehen auf dem Eis. Weitzmann verhinderte dreimal gegen Lehtivuori (31.,36., 38.) weitere Gegentore und hatte Glück, dass die Scheibe von Jentzsch (36.) vor der Linie liegen blieb. Es war ein Klassenunterschied zwischen beiden Teams. Einzig der Pfostenschuss von Eugen Alanov (34.) nach guter Vorarbeit von Daugavins war ein Lichtblick.

Selbst mit sechs Feldspielern gelingt kein Tor

Die Unterzahl zum Auftakt des Schlussdrittels überstanden die „Grünröcke“ schadlos. Das Bemühen um das Ergebnis erträglicher zu machen, war weiter sichtbar. Allerdings blieben die Abschlüsse meist zu harmlos. Die Schüsse von Émile Poirier (55.) und Casey Bailey (54.) waren sichere Beute für Adler-Goalie Tiefensee. Zu dem Zeitpunkt hatte Greg Poss schon Hannibal Weitzmann zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen. Doch auch diese Maßnahme wirkte nicht. Anthony Rech vergab die beste Möglichkeit (58.). Das Vogelschießen hatten die Adler am Ende verdient für sich entschieden.

Tore: 0:1 (0:53) Rendulic (Holzer, Tiefensee), 0:2 (7:33) Wolf (Plachta), 0:3 (10:12) Loibl (Donovan, Holzer)

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