Eishockey

3:4 in Mannheim - Roosters verlieren zum 15. Mal ganz knapp

Anthony Camara (li.) erzielte in Mannheim zwei Treffer.

Anthony Camara (li.) erzielte in Mannheim zwei Treffer.

Foto: PIX-Sportfotos/Daniel Glaser

Mannheim.   Die Iserlohn Roosters brachten sich beim Spitzenreiter Adler Mannheim durch eigene Fehler um den verdienten Lohn und verloren mit 3:4.

Und wieder eine Niederlage mit nur einem Tor Unterschied! Nun schon zum 15. Mal! Und erneut brachte sich das Team durch eigene Fehler um den Lohn der guten Auswärtsarbeit. Zusammen mit Schwenningen rangieren die Sauerländer punktgleich weiter am Tabellenende.


Adler Mannheim – Iserlohn Roosters 4:3 (1:1, 2:1, 1:1). Ohne den kurzfristig erkrankten Mathias Lange traten die Iserlohner an, Nachwuchsgoalie Lennard Brunnert, der tags zuvor für die U20 zwischen den Pfosten gestanden hatte, war als Back-up mitgefahren. „Es ist schon ein besseres Gefühl, nach zehn Niederlagen wieder gewonnen zu haben“, beschrieb Co-Trainer Christian Hommel bei „Magenta Sport“ vor dem Anpfiff seine Gefühlslage.

Aber trotz des besseren Gefühls kamen die Roosters beim DEL-Spitzenreiter nur schwer in Tritt. Doch wenigstens funktionierte die Defensive, die versuchte, den Adlern das Leben so schwer wie möglich zu machen. Nach einer Gelegenheit für Jon Matsumoto (4.) kassierte Travis Turnbull eine überflüssige Strafzeit, die die Gastgeber zur Führung nutzten. Kolarik zog in die freie rechte Ecke, Desjardins hatte Sebastian Dahm die Sicht genommen.

Iserlohn produzierte offensiv weiterhin wenig. So fiel fast aus dem Nichts der Ausgleich. Matsumoto zog von der blauen Linie ab, Anthony Camara hielt die Kelle hin – 1:1. „Wir müssen vor unserem Tor die Scheiben gewinnen und die Chancen von Mannheim klein halten“, analysierte Alexander Dotzler in der Drittelpause.

Der Auftakt in den Mittelabschnitt begann jedoch mit einer kalten Dusche. Lampl passte auf Kolarik, der auf Festerling zurücklegte, und der netzte ein. Das wirkte einstudiert. Drei Minuten später legte Mannheim im Powerplay nach. Lehtivuoris Schuss von der blauen Linie fälsche Marko Friedrich noch leicht ab. Dazwischen ließ Adler-Keeper Pickard einen Schuss von Louie Caporusso zwar passieren, doch Lehtivuori und Katic klärten auf der Linie (24.)

Schwach war auch wieder das Überzahlspiel der Roosters. Meist dauerte es zu lange, bis man in die Aufstellung gefunden hatte. Nur einmal gelang dann doch ein schnelles Zusammenspiel zwischen Daine Todd und Alex Dmitriev, das Matsumoto erfolgreich zum Anschluss kurz vor der Pause abschloss. Somit war im Schlussabschnitt noch alles drin.

Beide Teams neutralisierten sich zunächst. Aber dann geriet der IEC durch einen Patzer von Sebastian Dahm wieder in einen Zwei-Tore-Rückstand. Plachta hielt aus spitzen Winkel einfach drauf, Dahm ließ die Scheibe zwischen sich und dem Pfosten durchrutschen - 4:2. Ein bitterer Rückschlag!

Aber noch blieben sechs Minuten. Jedoch passierte offensiv zu wenig, einzig Friedrich besaß eine gute Chance zum erneuten Anschluss (56.). Als dann auch noch Jordan Smotherman eine überflüssige Strafe kassierte (57.) und Dylan Yeo (59.) wegen unsportlichen Verhaltens eine „Zehner“ aufgebrummt bekam, zeichnete sich die nächste Auswärtspleite ab. Aber der IEC ackerte, Camara versuchte es per Einzelaktion, und Dahm verhinderte gegen Eisenschmidt (59.) das 5:2. Nach der Auszeit ging Dahm 89 Sekunden vor dem Ende vom Eis. Mit einem Feldspieler mehr gelang Camara nach Klassepass von Todd das 4:3. Doch zum durchaus verdienten Auswärtspunkt sollte es aber nicht mehr reichen. „Es ist alles schwierig, wenn man unten steht. Auch sich wieder zu motivieren. Aber aufgeben gilt nicht“, gab sich Verteidiger Sasa Martinovic nach Spielende weiter kämpferisch.

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