Eishockey

Anthony Peters ist der Sieggarant

Beim 3:1 gegen die Eisbären Berlin feierten die Roosters den ersten Heimsieg der Saison.

Beim 3:1 gegen die Eisbären Berlin feierten die Roosters den ersten Heimsieg der Saison.

Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Glänzender Keeper und Doppeltorschütze Hoeffel bescheren Roosters ersten Heimerfolg.

Es ist vollbracht! Erster Heimsieg, erstmals in dieser Saison drei Punkte geholt, erstmals drei Tore in der regulären Spielzeit erzielt: Da konnte am Seilersee an diesem Mittwochabend nur ausgelassener Jubel herrschen. Und mittendrin der Matchwinner. Das war nicht der Doppeltorschütze Mike Hoeffel, sondern der Mann im Tor: Anthony Peters durfte sich nach seiner herausragenden Leistung eine Extraportion Ovationen von den begeisterten Fans abholen. Er war in der Schlussphase der Turm in der Schlacht und verhinderte die dritte Overtime im vierten Heimspiel.


Iserlohn Roosters – Eisbären Berlin 3:1 (1:1, 0:0, 2:0). Das Zeremoniell nach einem Heimsieg war den vielen neuen Cracks am Seilersee sichtlich fremd, erst allmählich kamen sie in Tanzlaune und feierten mit den Fans, die einige Zugaben von Goalie Peters forderten, ehe sie sich glücklich auf den Heimweg machten.

Erstmals in dieser Saison ein Tor im ersten Drittel

Die Roosters haben also den Bann gebrochen, und damit begannen sie gleich im ersten Drittel, in dem ihnen ganz gegen ihre Gewohnheit gleich ein Tor gelang. Mike Halmo war es, der sechs Minuten in Überzahl nach O‘Connors Schuss zur Führung einklinkte. Somit wurde auch gleich die dürftige Powerplaybilanz aufgebessert, wonach es wegen chronischer Unentschlossenheit zunächst nicht aussah. Die Eisbären erhöhten nach dem Rückstand gleich die Schlagzahl, gaben Anthony Peters gut zu tun, aber die größeren Möglichkeiten boten sich den Hausherren. Zunächst scheiterten Jake Weidner und Alexej Dmitriev, aber die beste Chance besaß Marko Friedrich, als er aus zentraler Position den Ex-Rooster Sebastian Dahm anschoss (15.).

Die Gäste wirkten in diesem ersten Drittel allerdings in vielen Szenen zielstrebiger und dynamischer, und sie verdienten sich so den Ausgleich. Der aus dem Rückraum in die Lücke stoßende Reichel erzielte ihn (17.). Schussgelegenheiten dieser Güte konnten die Hausherren zwar auch im zweiten Abschnitt nicht ganz unterbinden, aber sie haben ja Anthony Peters zwischen den Pfosten. Der hielt hervorragend und gab seiner Mannschaft Sicherheit. Ganz stark war seine Rettungsaktion gegen den völlig frei vor ihm stehenden Lapierre (22.).

Die Roosters gingen aus diesem Abschnitt als klarer Punktsieger hervor, weil sie deutlich mehr investierten. Es sah phasenweise richtig gut aus, wie sie sich vor das gegnerische Tor kombinierten, aber dann wurde ihr zentrales Problem wieder deutlich. Brody Suttner und Brett Findlay (war schon an Dahm vorbei und wurde noch gestoppt) vergaben Riesenmöglichkeiten, und die Berliner konnten schließlich im Powerplay (dabei eine Minute mit Fünf gegen Drei) ins Spiel zurückfinden.

Die Iserlohner stemmten sich bravourös dem Ansturm entgegen, ließen aber einiges an Substanz und mussten Berlin zum Drittelende noch gute Aktionen zugestehen. Doch der Gleichstand schmeichelte den Gästen zu diesem Zeitpunkt.

Wer würde nun die zündenden Ideen entwickeln, um das Spiel in seine Richtung zu lenken? Zunächst verweigerten sich beide Mannschaften, der Schlussabschnitt begann reichlich zerfahren. Aber dann ging es Schlag auf Schlag. Erst vergab McKiernan die Riesenchance für Berlin (46.), dann nutzte Mike Hoeffel einen gegnerischen Blackout zum 2:1 (46.). Dahm konnte nicht rechtzeitig klären.

Die Vorentscheidung hätten die Roosters erzwingen können, wenn ihr Powerplay schon etwas ausgereifter wäre. 53 Sekunden spielten sie mit Fünf gegen Drei, aber bis auf eine Sutter-Chance gab es nichts wirklich Bedrohliches für das Eisbären-Tor. Statt dessen sorgte Ortega auf der Gegenseite für einen bangen Moment. Natürlich setzten die Eisbären jetzt alles auf eine Karte, und die Roosters-Defensive war im Dauerstress. Aber es gab auch Break-Chancen wie für Hoeffel, doch der scheiterte an Dahm (56.).

Berlin blieb also im Spiel, blies zur Schlussattacke, nahm den Keeper vom Eis, und Iserlohns Verteidiger warfen sich jedem Puck entgegen. Den Rest erledigte Anthony Peters. Das Zittern schien bis zur Schlusssirene anzudauern, ehe Mike Hoeffel mit dem Empty-Net-Goal den großen Jubel ein paar Sekunden vorzog.

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