Fussball

Arminia Bielefelder Oldies eine Klasse für sich

Die Ü50 des FC Iserlohn schied beim Westfalen-Cup in der Vorrunde aus.

Die Ü50 des FC Iserlohn schied beim Westfalen-Cup in der Vorrunde aus.

Foto: Helmut Muschiol

Iserlohn.  Ü50-Westfalen-Cup: Lob für Gastgeber FC Iserlohn, dessen ersatzgeschwächtes Team diesmal früh ausschied.

Die Traditionsmannschaft von Arminia Bielefeld gewann am Samstag am Hemberg den Ü50-Krombacher Westfalen-Cup. Die Ostwestfalen waren die mit Abstand spielstärkste Mannschaft, blieben ohne Niederlage und kassierten nur in der Vorrunde einen Gegentreffer.

„Bielefeld hat hochverdient gewonnen“, befand Dennis Tost, beim Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen für die Amateure zuständig und einer der Turnierkoordinatoren. Er lobte obendrein den FC Iserlohn für die stimmige Gastgeberrolle: „Alles hat super geklappt und war gut vorbereitet.“ Die Iserlohner richteten zum vierten Mal binnen sechs Jahren dieses Altherren-Turnier aus. Nur zu Beginn lief es aus Tosts Sicht etwas chaotisch, allerdings selbst verschuldet. Aufgrund der Wetterprognose wurden alle Gruppenspiele auf dem Kunstrasenplatz an Nordhang ausgetragen, weil man kein Risiko eingehen und den Rasen im Leichtathletikstadion schonen wollte. Es blieb aber trocken, so dass die Finalrunde wie geplant am Südhang stattfand.

Unbegründete Sorge vor Regenfällen am Turniertag

Die Zeitverzögerungen wurden im Laufe des Turniers aufgeholt, so dass das Finale pünktlich angepfiffen werden konnte. Hier besiegte Bielefeld souverän mit 3:0 das Überraschungsteam SG Edertal/Aue-Wingeshausen/Berleburg, das im Halbfinale Titelverteidiger Kirchhellen im Neunmeterschießen (3:2) ausgeschaltet hatte. Mitfavorit SC Paderborn scheiterte nach einer Nullnummer im Viertelfinale im Neunmeterschießen mit 2:3 am HSC Alswede.

Insgesamt kämpften am Hemberg 23 Altherren-Teams um den Titel, mit dem SV Gescher und die SpVg Oelde sagten zwei Teilnehmer kurzfristig ab. Bisweilen zeigten die Oldies, dass sie noch nichts verlernt haben und boten sehenswerte Spiele, wenn auch verständlicherweise nicht mehr im höchsten Tempo. „Da kann sich jeder glücklich schätzen, wer in diesem Alter noch so gut kicken kann“, meinte Tost.

Die Mannschaft des Gastgebers FC Iserlohn schied nach zwei dritten Plätzen in den letzten fünf Jahren diesmal bereits in der Vorrunde aus. „Wir waren aufgrund des Ferienbeginns doch arg ersatzgeschwächt“, verwies Teamchef Ernst Greve auf zahlreiche Absagen und einen ausgedünnten Kader. Gleich fünf Akteure aus der Stammbesetzungen fehlten. Trotzdem war er keineswegs unzufrieden. „Wir haben uns gut verkauft“, versicherte Greve.

Zudem stießen die Iserlohner im Sechser-Feld der Gruppe D mit Arminia Bielefeld auf einen der Titelanwärter, der seine Favoritenrolle eindrucksvoll bestätigte. Die Ostwestfalen waren nach der 0:1-Auftaktniederlage gegen den späteren Finalisten SG Edertal der zweite Gegner der Iserlohner. Mit 2:0 setzten sich die Bielefelder durch, die Tore fielen aber erst in der Schlussphase. Das lag in erster Linie am starken Schlussmann Dirk Drescher. Er und Bielefelds Stefan Studtrucker waren übrigens die einzigen Bundesligaspieler aus den teilnehmenden Mannschaften, denn der Ex-Oestricher kann auf einen Erstligaeinsatz für den VfL Bochum verweisen.

Im zweiten Spiel gegen Erkenschwick waren die FCI-Oldies beim 0:3 erneut chancenlos. Danach feierten sie ihr erstes Erfolgserlebnis, siegten durch Tore von Holger Scheliga und Bernd Rous mit 2:0, hatten aber keine Chance mehr auf ein Weiterkommen. Die letzte Partie des FCI endete 1:1 gegen die Spielvereinigung Hagen 11, Scheliga brachte dabei seine Farben zwischenzeitlich in Führung. Damit belegten die Gastgeber am Ende Platz fünf in der Gruppe D.

FCI: Drescher; A. Flakowski, Dreston, Fritz, Päsler, Oltersdorf, Zucker, Scheliga, Rous, Zucker.

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