Hemer. . Gastgeber gewinnen Auftaktspiel und präsentieren eine weltmeisterliche Anlage im Dammstadion.

Traumstart für die gastgebenden Butterflies bei der Segwaypolo-Weltmeisterschaft in Hemer. Gleich zum Auftakt der Veranstaltung schlugen die Lokalmatadoren die American Eagles mit 2:0 und sorgten so für einen in jeder Hinsicht gelungenen Auftakt.

Zuvor hatten der stellvertretende Landrat Lutz Vormann und die heimische Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag die Titelkämpfe im Dammstadion noch einmal mit ihren Grußworten eröffnet und den Teilnehmern Spaß und sportlichen Erfolg gewünscht. Im Beisein von Hemers Bürgermeister Michael Heilmann gingen dann die ersten Spiele über die Bühne.

Auf dem Hauptfeld konzentrierte sich das Medieninteresse natürlich auf den ersten Einsatz der Butterflies. Der Streamingdienst des DOSB, Sportdeutschland.tv, übertrug live im Internet. RTL war ebenso vor Ort wie ein Kamerateam der Lokalzeit. Deren Beitrag zur Weltmeisterschaft wird am heutigen Freitag ab 19.30 Uhr über den Bildschirm flimmern.

Astrid Gonska erzielte beide Tore für die Gastgeber

Die Hemer Butterflies zeigten sich ob dieses Andrangs ungerührt und hatten den Gegner aus Kalifornien, der mit Unterstützung einer Spielerin aus Connecticut antrat, fest im Griff. So wuchsen den Eagles in dieser Partie nur selten Flügel. Umso besser lief es für Butterflies-Teammitglied Astrid Gonska, die beide Treffer zum 2:0-Erfolg für ihre Mannschaft erzielte.

Ziel der Gastgeber ist bei dieser WM das Erreichen eines Mittelfeldplatzes. Den hätte man sicher, wenn der Sprung ins Viertelfinale gelingen würde. Doch das dürfte schwierig werden, denn auf dem Nebenplatz gaben die ebenfalls in die Gruppe A zugelosten Balver Mammuts und die Vineyard Devils aus Österreich eine Kostprobe ihres Könnens. Bis der 2:0-Erfolg des Zweitplatzierten der letzten WM feststand, war es ein zähes Ringen, denn auch die Gäste aus der Alpenrepublik sind sportlich ganz weit vorne anzusiedeln.

Absolut weltmeisterlich präsentierte sich derweil das Dammstadion. Schon gegenüber dem Eingang hatte ein Hausbesitzer Gebäude und Garten mit zahlreichen deutschen Fahnen ausstaffiert. Die Anlage selbst ist in zwei Spielflächen unterteilt, die mit Banden voneinander getrennt sind. Für das Kampfgericht wurde zentral ein Zelt errichtet. Die Spielfeldmarkierungen hatte in den letzten Tagen Rainer Schäfer, langjähriger Vorsitzender der SG Hemer, eigenhändig auf den Kunstrasen aufgetragen. Und überhaupt waren alle Beteiligten voll des Lobes über das Engagement der Hemeraner Kicker, die auch während des Turniers tatkräftig zur Verfügung stehen. Doch das sind beileibe nicht die einzigen Helfer, die die Butterflies für ihr WM-Turnier gewinnen konnten. Fakt ist aber auch: Ohne diese Unterstützung wäre die Organisation eines Turnieres dieser Größenordnung nicht möglich gewesen.

Für die 18 Mannschaften ist das ein Glücksfall. Die Teams können sich während der langen Spielpausen in einer eigens aufgebauten Zeltstadt aufhalten, wovon die Akteure auch schon zu Beginn der Veranstaltung regen Gebrauch machten. Und hier kommt es dann auch zu den sportlichen Begegnungen, die ein Turnier mit Mannschaften aus aller Welt ausmachen. Unmittelbar nach dem ersten Sieg begrüßte Paul Davies von den British Wasps Butterflies-Spielerin Carmen Ahlers mit einem Gastgeschenk, bestehend aus britischen Teespezialitäten.

Sportgeräte sind Leihgaben aus den Niederlanden

Derweil kümmerten sich Fachleute um Wartung und einzelne Reparaturen der Segways. Eine Firma aus den Niederlanden hat die Vehikel für die Dauer des Turniers nach Hemer geliefert und kümmert sich auch um die Stromversorgung der Geräte. Die schalten sich übrigens automatisch ab, wenn ein Spieler im Zweikampf zu Boden geht. Während die Spielzeit weiterläuft, muss der Gestürzte mit seinem Fahrzeug zum Kampfgericht und sich den einer Stoppuhr ähnlichen Starter aushändigen lassen, um seinen Einsatz fortsetzen zu können.

Hat der Akteur das Spielfeld verlassen, kann aber fliegend ergänzt werden, so dass die Mannschaftsstärke von fünf Akteuren (inklusive Torhüter) möglichst schnell wieder erreicht wird. Kritische Blicke gibt es da stets von den beiden Schiedsrichtern, die ebenfalls mit ihren Segways an den Seitenlinien auf und ab fahren.

Die zweite Partie der Hemer Butterflies gegen die Blade Dragons Solingen endete 2:2.