Eishockey

Aufwärtstrend der Iserlohn Roosters gewinnt an Fahrt

Spielfreudig zeigte sich U20-WM-Rückkehrer Tim Fleischer, auch wenn er am Freitag leer ausging.

Spielfreudig zeigte sich U20-WM-Rückkehrer Tim Fleischer, auch wenn er am Freitag leer ausging.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Nach mäßigem ersten Drittel kämpft sich Iserlohn in die Partie gegen Straubing und feiert erneut einen 5:2-Sieg.

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Die Roosters sind kaum wiederzuerkennen. Schon wieder haben sie gegen ein Top-Team der Liga fünf Tore geschossen und die Straubing Tigers letztendlich mit 5:2 besiegt. Diesmal legten sie nicht los wie die Feuerwehr, sondern gerieten zweimal in Rückstand. Sie hatten zunächst Pech – sowohl bei Schiedsrichterentscheidungen, als auch im Abschluss. Aber dann rissen sie das Spiel an sich, siegten auch in dieser Höhe hochverdient, und reichten die rote Laterne an das neue Schlusslicht Schwenningen weiter.


Iserlohn Roosters – Straubing Tigers (0:1, 2:1, 3:0). Obwohl die Mannschaft die Forderungen von Trainer Jason O’Leary, nämlich das Spiel aus der eigenen Verteidigungszone fern zu halten, selbst viele Schüsse aufs Tor zu bringen und möglichst wenige Strafen zu kassieren, zunächst nicht konsequent umsetzte, lieferte sie im ersten Drittel keinen ganz schlechten Auftritt ab. Denn auch Straubing kam trotz optischer Überlegenheit und einer besseren Struktur im Offensivspiel zu nicht all zu vielen Chancen, weil aufmerksam verteidigt wurde. Ins eigene Angriffsspiel schlichen sich jedoch viele Missverständnisse und technische Fehler ein, so dass vielversprechende Gelegenheiten rar blieben und eher Zufallsprodukte waren.

Als ein Straubinger Spieler die Scheibe vergas, hielt Jake Weidner drauf, er verfehlte das Tor nur knapp. Strafzeiten handelten sich zunächst Mike Halmo und gegen Ende des ersten Drittels auch Erik Buschmann ein. Beide Male sah es ganz gut aus, wie die Roosters die Null hielten. Das erste Unterzahlspiel wurde schadlos überstanden, in der zweiten Phase lief es zunächst ähnlich – bis Benedikt Kohl einen Distanzschuss abgab, den ausgerechnet Travis Turnbull abfälschte und auf 0:1 stellte. Das ganze passierte zehn Sekunden vor Drittelende, schockte das Team aber keineswegs.

Nach einem Foul an Brody Sutter gab’s direkt nach einer Minute das erste Powerplay. Solche Situationen geben seit einigen Wochen Anlass zur Hoffnung, nachdem lange Zeit nur eine Frage im Raum stand: Wie schlimm wird es diesmal? Zwar verschätzte sich zunächst Ryan O’Connor und sorgte für eine Schrecksekunde, in der Goalie Andy Jenike Schlimmeres verhinderte, dann schoss erst Jamie MacQueen aufs Tor und anschließend O’Connor, der aber nur den Pfosten traf.

Doch das war die Initialzündung, mit dieser Aktion ging ein Ruck durchs Roosters-Team, das fortan mehr agierte und nicht nur reagierte. Wenig später hatte Daniel Weiß den richtigen Riecher, nachdem sich sein Gegenspieler verschätzte, aber den Platz und die Zeit, die er hatte, nutzte er nicht. Die Roosters liefen weiterhin dem Rückstand hinterher. Auch Julian Lautenschlager und Michael Clarke hatten Pech im Abschluss – vorläufig, denn in der 33. Minute stand Lautenschlager goldrichtig: Es war eine Phase, in der die Tigers in der eigenen Zone eingeschnürt wurden. Alex Grenier schoss, traf nur den Pfosten, doch Lautenschlager verwertete den Rebound – 1:1. Der Ausgleich war längst überfällig und hochverdient. Die unterhaltsame Partie jetzt richtig rasant. Zunächst musste Clarke auf die Strafbank, was aber ohne Konsequenzen blieb. Doch exakt in dem Augenblick, als die Zwei-Minuten-Strafe ablief, traf Fredrik Eriksson zur erneuten Gäste-Führung.

Die Brust der Roosters wird von Minute zu Minute breiter

Hallensprecher Volker Halfmann hatte gerade den Torschützen und die Vorbereiter durchgegeben, da tobte die Halle erneut und feierte Mike Halmo für den erneuten Ausgleich (2:2), den Tobias Schmitz mit seinem ansatzlosen Torschuss vorbereitete. Das Ende der Straubinger Herrlichkeit lag jetzt in der Luft. Zu dominant und selbstbewusst traten die Roosters auf. Bestes Beispiel dafür war die 42. Minute: Julian Lautenschlager war über die rechte Seite nicht zu stoppen, in der Mitte positionierten sich Alex Grenier und Michael Clarke, der dann auch die erstmalige Führung besorgte. Es war schon wieder ein Powerplay-Tor des IEC, nachdem zuvor lange Vier gegen Vier gespielt wurde.

Da die Strafen zeitversetzt zustande kamen, blieb ein Überzahl-Fenster von 13 Sekunden, das genutzt wurde. Anschließend drängte das Team furchtlos auf die Vorentscheidung, die Brody Sutter zunächst liegen ließ, die dann aber durch Alex Petans 4:2 doch noch zustande kam. Als Jamie MacQueen den Schlusspunkt markierte, spielte Straubing bereits ohne Torwart.

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