Beeindruckendes Triathlon-Erlebnis

Foto: IKZ

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Iserlohn. Der bevorstehende Trip in eine ihr völlig fremde Welt hatte vor drei Wochen noch gemischte Gefühle ausgelöst. Jetzt ist die Iserlohner Triathletin Verena Walter aus Japan von ihrem Start beim „Strongman” zurück - und restlos begeistert.

„Das war das Beste, was ich bisher erlebt habe,” denkt sie an eindrucksvolle Tage in Tokio und vor allem auf der Insel Miyakojima, wo der Wettkampf stattfand. Und das sagt sie ein halbes Jahr nach ihrer Teilnahme am Ironman auf Hawaii. Diesmal blieb sie im Vorfeld des Ereignisses von einer Erkrankung verschont, was die Stimmung hob. Und es gab den viel direkteren Kontakt zu den Menschen und nicht zuletzt die gut harmonierende Gruppe.

Acht ausländische Triathleten hatten die japanischen Organisatoren eingeladen - neben Verena Walter einen Mitstreiter aus Lemgo, dazu einen Österreicher, zwei Amerikaner und drei Australier. „Auf Hawaii habe ich gemerkt, wie die Profis sich abschotten. Hier ging es viel offener zu, und wir hatten unheimlich viel Spaß.” Direkt bei der Ankunft am Flughafen kam die Gruppe aus dem Staunen nicht heraus. Ein großes Presseaufgebot wartete als Empfangkomitee, und erst nach vielen Fotos und Interviews ging es zum Hotel - direkt am Meer, ganz in der Nähe des Schwimmstarts gelegen. „Wir haben uns wirklich wie die Ehrengäste gefühlt,” berichtete Verena Walter. Ein Empfang beim Bürgermeister, ein Besuch beim Rotary-Club („absolut nicht so steif, wie ich es erwartet hatte”) gehörten ebenso zum Rahmenprogramm wie die Stippvisiten in Schulen. „Die Kinder haben uns wie Stars behandelt und ganz schüchtern gefragt, ob sie uns ansprechen dürften.”

Dass Schulklassen extra für die Triathleten ein Programm zusammengestellt hatten, beeindruckte die Iserlohnerin ebenso wie die ständige Präsenz von Fernsehteams. „Dass wir uns abends regelmäßig in den Nachrichtensendungen sehen konnten, war schon ziemlich cool.”

Auf der Insel ist der „Strongman” ein absolutes Highlight. „Ich glaube, ganz Japan schaut an diesem Tag nach Miyakojima,” meinte Verena Walter. Die Bevölkerung war natürlich zur Stelle und säumte die aufwändig geschmückten Rad- und Laufstrecken. Für die ITT-Athletin verlief das Schwimmen über 3 km im Meer noch recht normal, nach 48:48 Minuten ging es auf das neue Rad. Das leistete prächtige Dienste, bis ein Schaltzug riss, der erst an einem 15 km entfernt liegenden Servicepunkt repariert werden konnte. Die Endzeit von 4:42 Std. für 155 km erfüllte somit nicht die Erwartungen der Iserlohnerin, die auch mit ihrer Marathonzeit (4:03) nicht ganz zufrieden war. „Ich muss an meiner Laufleistung arbeiten. Eine Viertelstunde schneller müsste ich schon sein.” Am Ende sprang für Verena Walter der neunte Rang bei den Frauen und der 100. Platz im Feld der rund 1500 Teilnehmer heraus.

Eine große Siegerehrung mit Showprogramm rundete den Wettkampf ab, und vor dem Heimflug reichte es noch für eineinhalb Tage Tokio - mit viel Besichtigung und sogar einem Bratkartoffelessen in einer deutschen Kneipe. Zurück in der Heimat mailte sie gleich ihren Dank an die emsigen Organisatoren und ließ mit einfließen, dass sie gern wiederkommen würde. 2009 steigt der 25. „Strongman”. Wieder mit Verena Walter? „Wenn man mich einlädt, bin ich sofort dabei.”

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