Eishockey

Beeindruckt von der Unterstützung der Roosters-Fans

Weit über 1000 Fans in weißen T-Shirts unterstützten die Roosters am Freitag in Köln

Weit über 1000 Fans in weißen T-Shirts unterstützten die Roosters am Freitag in Köln

Foto: Stefan Drees

Iserlohn.  Die Iserlohn Roosters sind mit dem ersten Wochenende der DEL-Saison zufrieden, aber es hätte auch besser laufen können.

Am Montag haben die Roosters ihren trainingsfreien Tag, was den Coach aber in aller Regel nicht davon abhält, oft stundenlang Videos zu schauen, um die letzten Spiele zu analysieren und die kommenden vorzubereiten. In dieser Woche machte Jason O’Leary eine Ausnahme und machte sich auf den Weg nach Frankfurt, um seine Freundin zum Flughafen zu bringen. Die hatte die letzte Woche bei ihm in Iserlohn verbracht. „Leider hatte ich nicht so viel Zeit, aber darauf war sie ja vorbereitet“, meinte der Kanadier.

Er hat seine beiden ersten Spiele als DEL-Trainer hinter sich, und deren Bewertung passt zu seinem Ehrgeiz. „Für mich persönlich waren die Ergebnisse nicht in Ordnung, denn wir hätten auch sechs Punkte holen können.“ O’Leary will eben immer gewinnen. Aber der Trainer räumt auch ein, dass die Leistungen der neu formierten Mannschaft durchaus zufriedenstellen konnten. Denn dass es nicht auf Anhieb völlig rund laufen würde, war den Verantwortlichen bewusst. Der Coach hat wie zu erwarten genügend Themen auf seiner Liste, die verbessert werden sollen. Er spricht von noch mehr taktischer Disziplin, vom konsequenteren Laufenlassen der Scheibe, von mehr Konsequenz im Abschluss.

Lob hatte er für die Moral der Mannschaft parat, die in Köln wie gegen Straubing mit 0:1 zurückgelegen hatte und jeweils das Spiel zur 2:1-Führung drehte. Und Lob gab es auch für Torhüter Anthony Peters, der in beiden Spielen überzeugte, der deshalb aber nicht als Nummer eins gesetzt ist. „Wir werden einen Tag vor dem Spiel entscheiden, wer im Tor steht“, betonte O’Leary.

Sechs-Punkte-Wochenende wäre möglich gewesen

Auch Manager Christian Hommel zog unter dem Strich eine positive Wochenendbilanz, aber auch er verwies auf die realistische Chance auf den Sechs-Punkte-Traumstart. „Wir haben in beiden Spielen ein dummes abgefälschtes Tor kassiert. Das war entscheidend.“ Mit „engagiert und lustvoll“ beschreibt Hommel die Auftritte der Roosters, sieht allerdings noch beträchtliches Steigerungspotenzial bei den „special teams.“ Für ihn lieferten beide Partien den Beweis, dass Kleinigkeiten den Ausschlag geben können. Mehr als nur eine Kleinigkeit ist jedoch die Unterstützung des Publikums, und die strich der Manager als „überragend“ heraus.

Am Freitag war die Anhängerschaft einheitlich gekleidet in weißen Shirts mit der Aufschrift „Gemeinsam für Iserlohn“ in der Lanxess-Arena formiert und stärkte der Mannschaft den Rücken. „Und am Sonntag ist der Funke übergesprungen. Ich kann mich kaum erinnern, wann es zuletzt eine so gute Stimmung gegeben hat“, meinte Hommel. Und was sagte der Trainer? „Unglaublich. Es war wahnsinnig laut und eine tolle Unterstützung. Schade, dass wir die Fans nicht mir drei Punkten beschenken konnten.“

Aber das soll schnellstmöglich nachgeholt werden, am besten schon am Freitag gegen Schwenningen. Dann dürfte der Kader wohl keinen Zuwachs erhalten, die verletzten Marko Friedrich und Daine Todd werden sich gedulden müssen.

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