Eishockey

Bei den Roosters geht es um Konstanz und genügend Energie

Die Iserlohn Roosters wollen gegen die Schwenninger Wild Wings nicht wieder eine Pleite erleben wie im Heimspiel im September.

Die Iserlohn Roosters wollen gegen die Schwenninger Wild Wings nicht wieder eine Pleite erleben wie im Heimspiel im September.

Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Nach dem Coup beim Meister sind die Iserlohn Roosters nun beim kriselnden Schlusslicht Schwenningen gefordert.

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Wenn man Jason O’Leary, den Roosters-Trainer, aus der Reserve locken will, dann reicht dazu der Hinweis, dass der fast sensationelle Sieg beim Meister Mannheim nur dann richtig etwas wert sei, wenn nun am Freitag beim Schlusslicht Schwenningen nachgelgt werde. „Es geht in jedem Spiel um drei Punkte und gegen wen wir die holen, spielt keine Rolle,“ lautet sein Statement zu diesem Thema.

Jene am Dienstag bei den Adlern errungenen haben natürlich große Zufriedenheit ausgelöst und beseitigen die nach fünf Niederlagen aufkommenden Selbstzweifel. „Wir haben vieles besser gemacht in den letzten Spielen, in der starken Mannheimer Phase nicht sehr viel zugelassen und immer daran geglaubt, noch einmal zurückzukommen.“ Während der Meister die 4:1-Führung bereits mit drei Punkten gleichsetzte und seine Linie verlor, steigerten sich die Gäste in eindrucksvoller Weise. „Mannheim ist eben nicht München, so konstant können die nicht spielen“, meinte O’Leary. Seine Mannschaft nutzte es.

Trainer-Lob für die Steigerungder Nachwuchskräfte

Einen wichtigen Beitrag leistete die Youngsterreihe mit Julian Lautenschlager, Neal Samanski und Tim Fleischer. „Sie spielen jedes Mal ein bisschen besser, und man merkt, dass sie mehr Selbstvertrauen haben“, lobte ihr Coach. Weil er den vierten Sturm regelmäßig bringen konnte, gab es genügend Verschnaufpausen für die übrigen Reihen. Das zahlte sich in der Endphase aus, als die Roosters noch ausreichend Energie besaßen, um sich der Adler-Schlussoffensive entgegenzustemmen. Die derzeit verletzten Daine Todd, Jake Weidner und Daniel Weiß werden vor der Länderspielpause wohl nicht mehr zum Zuge kommen, und Weidner wird mit seiner Handverletzung auch noch danach etwas pausieren müssen. Die gute Form der Youngster hilft enorm, die Ausfälle zu kompensieren.

Am Freitag in Schwenningen dürfte es keine Änderungen geben, und wer das Tor hütet, entscheidet O’Leary wie gewohnt kurzfristig. Dass in dieser Woche sehr viel Zeit im Bus zugebracht wird, akzeptiert er. Zwei Übernachtungen in Süddeutschland zwischen den Spielen in Mannheim und Schwenningen seien eben eine Kostenfrage. „Wir wussten ja alle, wie es hier in Iserlohn ablaufen würde. Das ist kein Problem.“

Nach dem Donnerstagstraining sitzen die Roosters also wieder im Bus und stimmen sich auf einen Gegner ein, mit dem sie oft genug schlechte Erfahrungen gemacht haben. Ihr Herz für Kellerkinder ist bekannt, und wenn dieses Schwenningen heißt, sind unliebsame Überraschungen in den letzten Jahren an der Tagesordnung gewesen. Man denke an das ernüchternde 1:4 im September-Heimspiel.

Jason O’Leary will den Gegner nicht am Tabellenstand messen. „Sie suchen noch ihre Konstanz, und sie haben ja auch schon gute Ergebnisse erzielt.“ Etwa das 6:1 gegen Mannheim, und das ist gerade zehn Tage her. Für die Roosters gilt es jedenfalls, noch einmal alle Kräfte für die beiden letzten Partien vor der Länderspielpause zu mobilisieren. Am Sonntag kommt Nürnberg zum Seilersee, und am Montag darf sich die Mannschaft in einen einwöchigen Urlaub verabschieden. Und sie will dann mehr als die aktuellen 17 Punkte auf dem Konto haben.

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