Eishockey

Beiträge werden höher und fairer

Colin Danielsmeier, Klaus Schröder, Swen Freeth, Michael Schäfer und Bob Paton leiteten als Vorstand der Young Roosters die Jahreshauptversammlung. 

Colin Danielsmeier, Klaus Schröder, Swen Freeth, Michael Schäfer und Bob Paton leiteten als Vorstand der Young Roosters die Jahreshauptversammlung. 

Foto: Oliver Bergmann / IKZ

Iserlohn.  Die Young Roosters optimieren auf der Jahreshauptversammlung ihre Beitragsordnung .

Als Bob Paton, Vorsitzender der Young Roosters und deren Jugendobmann, am Donnerstag um 19.40 Uhr im VIP-Raum der Eissporthalle die Jahreshauptversammlung eröffnete, gab er vorsichtig Entwarnung. „Wir versuchen es nicht so lang zu machen wie im letzten Jahr. Das dürfte mit dreieinhalb Stunden Dauer ein Rekord gewesen sein.“

Soviel vorab: Der Rekord hat weiter bestand, und wenn es am Ende nicht noch Diskussionen über die neue Beitragsordnung und die Kosten für Auswärtsturniere gegeben hätte, dann hätte Paton die Versammlung auch nicht erst um 22.15 Uhr schließen müssen. Dass sich der Punkt „Beiträge“ im Prinzip als Überraschungsei unter „Anträge“ verbarg, stieß auf Kritik. Andernfalls wären möglicherweise mehr als 54 Stimmberechtigte (von möglichen 195) zur Versammlung gekommen.

Dass auf die meisten ab der Saison 2020/21 höhere Kosten zukommen, war jedoch nicht das Problem. 480 Euro zahlen die Mitglieder pro Jahr seit der letzten Anhebung im Jahr 2013, künftig werden es durchschnittlich 530 Euro sein, was auch im Vergleich mit anderen Vereinen einen Durchschnittsbetrag bedeutet. Die Jüngeren zahlen weniger als die älteren Spieler, und wer offene Beitragszahlungen auf einen Schlag begleicht, kommt damit günstiger weg als bei einer monatlichen, viertel- oder halbjährlichen Zahlung.

Erhöhung der Beiträgesoll 7000 Euro mehr bringen

Auch für die heranwachsenden Torhüter gibt es Vergünstigungen, schließlich muss in die Schutzausrüstung viel Geld investiert werden. Grundsätzlich wurde das neue Modell auch wegen dieser Staffelung begrüßt. Insgesamt erhoffen sich die Young Roosters Mehreinnahmen in Höhe von 7000 Euro pro Jahr. „Je weniger wir der Profimannschaft auf der Tasche liegen, desto unabhängiger sind wir“, sagte Geschäftsführer Swen Freeth. Bei sechs Nein-Stimmen und neun Enthaltungen wurde die neue Beitragsordnung schließlich beschlossen.

Zuvor waren die Anwesenden zur Abgabe ihrer Stimme aufgefordert, als der Obmann-Posten neu zu vergeben war. Ihn bekleidete Bob Paton bislang kommissarisch, gerne hätte er ihn abgegeben. „Das Amt macht zwar Spaß, aber beides ist etwas zu viel.“ Ein aussichtsreicher Kandidat machte kurz vor der Versammlung doch noch einen Rückzieher und spontan fand sich kein neuer Kandidat – so stellte sich Paton für ein weiteres Jahr zur Verfügung.

Lang war die Liste der Bekanntmachungen, die von den Anwesenden wohlwollend registriert wurden. Dazu gehörte der Kassenbericht. Erwirtschaftet wurde ein Überschuss in Höhe von 5122,27 Euro, da den Einnahmen (509.688,93 Euro) Ausgaben in Höhe von 504.566,66 Euro gegenüberstanden. Sowohl die Einnahmen, als auch die Ausgaben sind gegenüber der Saison 2017/18 gesunken. Endlos weiterdrehen lässt sich diese Schraube nicht, da beispielsweise die Jugend zwingend ihre Eiszeiten benötigt. Andernfalls droht der Verlust der Fünf-Sterne-Zertifizierung durch den DEB.

Eiszeiten verursachenhohe Kosten

Doch gerade in Iserlohn kostet die Zeit, die Spieler auf dem Eis verbringen eine Menge Geld. Die „Eiskosten“ schlugen im zurückliegenden Geschäftsjahr mit 158.222 Euro zu Buche – der größte Ausgabenposten überhaupt. Und es drängen immer mehr Teams aufs Eis. Jüngst sind die von Luca Pokorny trainierten Parahockeyspieler dazugestoßen und zur neuen Saison soll eine U7 aufgebaut werden, auch wenn eine Teilnahme am Spielbetrieb noch nicht vorgesehen ist.

Dass große Zufriedenheit mit der sportlichen Entwicklung der U-Spieler herrscht, betonten Bob Paton und seine Stellvertreter Collin Danielsmeier und Michael Schäfer bereits im Frühjahr im Gespräch mit der Heimatzeitung. Gegenüber den Mitgliedern gab Danielsmeier als zukünftiges Ziel aus, an den NRW-Konkurrenten vorbeizuziehen. Auch in Zukunft stehe jedoch die individuelle Entwicklung der Spieler vor dem Tabellenstand. Zu diesem Thema schaltete sich Christian Hommel, Manager des Profi-Teams, ein. „Wir wollen Nachwuchsspielern mehr Chancen bieten, im Profibereich Fuß zu fassen. Durch die U23-Regelung hat sich diese Möglichkeit um ein Vielfaches erhöht.“ Mit einem Wunsch an die DEL-Spieler richtete sich Klaus Schröder in seiner Funktion als Jugendtrainer an Hommel: „Es motiviert zusätzlich, wenn hin und wieder ein Profi vorbeischaut und beim Training auf dem Eis steht.“

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