Basketball

Bittere Niederlage der Iserlohn Kangaroos

Heftig bedrängt wird Dennis Teucher bei dieser Aktion. Im Anschluss daran verletzte sich der Center am Knie.

Heftig bedrängt wird Dennis Teucher bei dieser Aktion. Im Anschluss daran verletzte sich der Center am Knie.

Foto: Max Winkler

Iserlohn.  Nach 84:86 gegen Bernau geraten die Play-off-Plätze aus dem Blick. Teucher verletzt sich.

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Böses Erwachen für die Iserlohn Kangaroos. Nach der knappen, aber nicht unverdienten Niederlage gegen Bernau sind die Play-off-Plätze nun schon vier Punkte weg und der vorletzte Tabellenplatz scheint sich zu zementieren.


2. Basketball-Bundesliga ProB Nord: Iserlohn Kangaroos - SSV Lok Bernau 84:86 (22:21/49:51/69:71). Da herrschte Niedergeschlagenheit in der Matthias-Grothe-Halle. Gerade war der letzte Dreierversuch von Chris Frazier von der Ringkante ins Feld zurückgesprungen, während die Schlusssirene ertönte. Fünf Sekunden zuvor hatte Bernaus abgezockter US-Boy Oppland beide Freiwürfe vergeben. Der bis dato überzeugende Jonas Buss angelte sich den Rebound, wirkte aber einen Moment unentschlossen, wohin er den Ball spielen sollte. So zerrannen ein, zwei wertvolle Sekunden, bis Frazier den Ball bekam und nicht mehr kontrolliert werfen konnte.

Eine seltsame Mischung unterschiedlichster Fehler

Eine Szene, die typisch war für diese Partie, in der sich beide Mannschaften laut Statistik kaum unterschieden. Die Duelle in allen Sparten endeten knapp, doch irgendwie wirkte das um Oppland verstärkte Ensemble „Jugend forscht“ (Spielmacher Blessig fehlte) aus Bernau cleverer als die Kangaroos, die sich im entscheidenden Moment zu viele Fehler leisteten. Eine Mischung aus schmerzlichen Ballverlusten, ungeschickten Offensivaktionen und leichtfertigen Aktionen in der Verteidigung war es, die verhinderte, dass sich das Glück am Ende noch erzwingen ließ.

Dabei verlief das erste Viertel recht ausgeglichen, und auch der Start in den zweiten Durchgang war durchaus in Ordnung. Doch dann ein bitterer Moment. Nach einer Wurfaktion in heftiger Bedrängnis sackte Dennis Teucher zu Boden. Ein Foul sahen die Unparteiischen nicht. Der gerade von einer schweren Knieverletzung genesene Center musste unter heftigen Schmerzen vom Platz getragen werden - eine Diagnose steht noch aus. Spätestens nach dem 32:29 (15.) übernahmen die Gäste die Initiative. 40:48 hieß es eine Minute vor dem Wechsel, auch weil Bernau nun fünf Dreier in Serie traf. Jozo Brkic, Elijah Allen sowie Joshua und Ruben Dahmen (mit einem Buzzerbeater) minimierten den Rückstand jedoch auf 49:51.

Recht gut verlief der Start in Abschnitt drei. Malte Schwarz und Allen, dem in diesem Viertel 14 Zähler gelangen, stellten auf 54:51. Doch dann ging der Bernauer Dreierregen weiter. Youngster Hornscheidt traf bis zum 61:67 (25.) alleine dreimal. Die Iserlohner Antwort kam zum 69:69, doch unter dem Strich verließ man sich zu sehr auf die Würfe aus der Distanz, weil man unter den Körben oftmals recht unsanft gestoppt wurde und die Referees dabei keine Regelverstöße erkannten.

Viel Platz unter dem Korb der Kangaroos

Für Bernau bedeutete dies leichtes Spiel. Sie verteidigten die Iserlohner Distanzwürfe zunehmend effektiver und gelangten selbst immer wieder unter den Kangaroos-Korb, wo zumeist reichlich Platz war. Beim 74:83 (36.) deutete sich bereits eine Entscheidung an, doch Frazier und J. Dahmen verkürzten auf 80:85. Da waren noch 105 Sekunden zu spielen. Von Fehlwürfen der Gäste konnten die Hausherren nun mehrfach nicht profitieren, verloren den Ball, oder kamen nicht zum Abschluss. Erst 26 Sekunden vor Ende durfte der bis dahin so sichere Allen an die Linie, traf aber nur einen Versuch. Auf der anderen Seite machte es Oppland nicht besser. Fraziers Dreier sechs Sekunden vor Schluss eröffnete somit noch einmal Perspektiven, doch wenig später hatte der Scharfschütze kein Glück.

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