Fußball

Borussia Dröschede siegt verdient

Ausgelassen feierte Borussia Dröschede den Sieg bei der Stadtmeisterschaft.

Ausgelassen feierte Borussia Dröschede den Sieg bei der Stadtmeisterschaft.

Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Landesliga-Spitzenreiter krönt starken Auftritt durch ein 8:3 im Finale gegen Sinopspor.

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Borussia Dröschede ist Hallenstadtmeister 2020 und sicherte sich in souveräner Manier diesen Titel. Im Finale ließen die Kicker von der Emst dem Rest des Feldes keine Chance und siegten nicht nur über die zwei Tage gesehen verdient. Ein echter Triumph war die 38. Auflage aber auch für Sinopspor Iserlohn. Für den Veranstaltungsdebütanten lief es organisatorisch recht ordentlich und sportlich bestens, denn der Vorletzte der Bezirksliga erreichte erstmals das Finale.

Dementsprechend war die Halle an beiden Tagen sehr gut ausgelastet und die Stimmung prächtig. Die Stadtmeisterschaft steht eben deutlich höher im Kurs als die Titelkämpfe des Kreises. Rein sportlich war das Niveau sicher nicht überragend, doch die Dröscheder sorgten für die Highlights. Ihnen merkte man an, dass es auch auf dem Feld hervorragend läuft. Sie hatten Spaß am Spiel.

Der FC Iserlohn musste durch die Verliererrunde

Nicht ganz so locker lief es beim Westfalenligisten FC Iserlohn, gleichzeitig Titelverteidiger. Der verlor zum Auftakt des zweiten Tages gleich mit 2:3 gegen den SSV Kalthof und musste den langen Weg über die Verliererrunde nehmen. Beim 4:2 gegen Hennen hatte man das frühe Aus ebenso vor Augen wie beim 1:0 gegen Sümmern. Schließlich war es dann gegen den Ausrichter beim 5:6 nach Neunmeterschießen so weit. Sinopspor läutete einen tollen Nachmittag mit dem Sieg gegen Hennen ein. Dann düpierte man den SSV Kalthof und verlangte auch Borussia Dröschede alles ab.

Finalrunde - 3. Verliererrunde: FC Iserlohn - SF Sümmern 1:0. Der A-Ligist überraschte ein weiteres Mal und spielte gegen den FC frech mit. Vor allem Fromm hatte schon gleich zweimal die Führung auf dem Fuß, vergab aber jeweils. Danach passierte in einer munteren Partie wenig. Nach einer Grätsche außerhalb des Strafraums musste der bis dahin ganz stark parierende SF-Keeper Christian Glied für zwei Minuten auf die Strafbank. Die daraus resultierende Überzahl nutzte der FCI zum entscheidenden Treffer durch Schauland 70 Sekunden vor Schluss und ließ in der Restspielzeit nichts mehr anbrennen.

4. Verliererrunde: FC Iserlohn - Sinopspor Iserlohn 5:6 n.N. In dieser Partie um den Finaleinzug sahen die Iserlohner lange Zeit wie der sichere Sieger aus. Hunecke (2.), van der Ley (6.) und wieder Hunecke (8.) hatten ihr Team mit der bis dato besten Vorstellung mit 3:0 in Führung geschossen. Dann gab es Unruhe, als Cetiner und Bröckers nach einem Gerangel jeweils Zeitstrafen kassierten. Damit war mehr Platz auf dem Feld und Faik Yilmaz verkürzte (11.). Nur eine Minute später grätschte Serkan Gündüz das Leder ins Tor. Dennoch schien es so, als könnten die Iserlohner den Sieg über die Zeit retten, doch nach einem Ballverlust war es Baris Yildiz, der acht Sekunden vor Schluss den Ausgleich besorgte.

Jetzt stand das Publikum Kopf und machte beim Neunmeterschießen mächtig Stimmung für den Underdog. Hunecke traf nur den Pfosten. F. Yilmaz und von der Ley verwandelten sicher, bevor Simon Felbick gegen Furkan Cetiner parierte. Danach trafen Vaitkevicius und Yildiz, so dass es in die nächste Runde ging. Dort scheiterte Meckel an Sinopspor-Keeper Emre Aksoy, während Tarik Sentürk zum Finaleinzug verwandelte.

Finale: Borussia Dröschede - Sinopspor Iserlohn 8:3. Nur in der Anfangsphase durften die zahlreichen Anhänger der Gastgeber mit einer Überraschung rechnen. Yildiz und F. Yilmaz brachten den Außenseiter zweimal in Führung, Slimi und Hiller glichen jeweils aus. Dann setzte erneut Hiller zur ersten Dröscheder Führung nach und Slimi erhöhte zum 4:2 (7.). Damit schien die Partie gelaufen, doch es wurde noch einmal spannend, als Yildiz verkürzte (10.). Doch fast postwendend erwies sich Hiller als Stimmungskiller und krönte seinen überragenden Auftritt im Finale mit dem 6:3 (12.). Sinopspor war geschlagen und hatte nach dem Dauereinsatz in den letzten Partien nichts mehr zuzusetzen. Mit ihren Toren dokumentierten Bouaich und Urumis noch den großen Spaß, den die Borussia an diesem Turnier hatte.

Nach Spielschluss gab es dafür noch 500 Euro im Umschlag vom Veranstalter, der auch viel Lob von Ralf Horstmann, Geschäftsführer des Stadtsportverbandes, erhielt.

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