Eishockey

Caporusso sorgt bei den Iserlohn Roosters für Erleichterung

Die Roosters besiegten die Adler Mannheim mit 5:3.

Die Roosters besiegten die Adler Mannheim mit 5:3.

Foto: Michael May

Iserlohn.   Nach 4:1-Führung müssen Iserlohn Roosters gegen starke Adler Mannheim noch um den Sieg bangen. Louie Caporusso verhindert einen Eishockey-Krimi.

Die Roosters haben gestern einen Schlussstrich unter ihre zwei Spiele dauernde Ergebniskrise gezogen und gleichzeitig den Frust beim Titelmitfavoriten Mannheim vergrößert, der nun sogar aus den Play-off-Rängen gerutscht ist. Der sah beim zwischenzeitlichen 1:4 trotz starker Leistung schon wie der Verlierer aus, schöpfte aber nach zwei Überzahltreffern im Schlussdrittel wieder Hoffnung. Doch auch der IEC zeigte Powerplaystärke. Denn mit dem dritten Überzahltor zum 5:3 machte Louie Caporusso zwei Minuten vor den Ende alles klar.


Iserlohn Roosters – Adler Mannheim 5:3 (3:1, 1:0, 1:2). Die Protagonisten nahmen sofort Fahrt auf. Intensiv ging es mit verbissen geführten Zweikämpfen in der ausverkauften Halle am Seilersee zur Sache, wobei die Mannheimer zunächst die offensiveren Akzente setzen und mehr vom Spiel hatten. Die nicht immer sattelfeste IEC-Defensive hatte alle Hände voll zu tun, um sich gegen die alles andere als verunsichert wirkenden Adler schadlos zu halten. Das gelang den mit leicht veränderten Formationen angetretenen Sauerländern, bei denen Chad Bassen und Alexander Bonsaksen der Rotation zum Oper gefallen waren, auch mit etwas Glück und einem starken Sebastian Dahm im Tor.

Fischer und Weidner treffen jeweils im Doppelpack

Und sie gingen sogar die Führung. Gleich die erste Überzahl wurde genutzt. Verteidiger Christopher Fischer startete vom eigenen Gehäuse aus einen nicht einmal temporeichen Vorstoß, wurde aber nicht entschlossen attackiert, kam so vor das Tor und klinkte ein. Keeper Endras sah bei diesem Rückhandschlenzer ganz alt aus (12.).

Aber die Gäste zeigten sich unbeeindruckt. Plachta traf den Pfosten und wenig später gelang Adam der Ausgleich, seinen Schuss konnte Dahm nicht sehen (17.). Aber der IEC bewies Effektivität und nutzte auch sein zweites Powerplay, erneut durch Fischer, der nur sieben Sekunden nach der Mannheimer Dezimierung sein siebtes Saisontor markierte (19.). Und nur 52 Sekunden später durfte wieder gejubelt werden. Nachdem Endras einen Friedrich-Schuss noch im Nachsetzen parieren konnte, nutzte Jake Weidner die sich bietende Nachschusschance zur beruhigenden 3:1-Führung.

Mit Pickard im Tor kamen die Kurpfälzer aus der Kabine. Und der vereitelte gleich zu Beginn gegen Johannes Salmonsson den nächsten Rückschlag. Aber wie schon in Abschnitt eins spielten die Mannheimer auch zu Beginn des zweiten Drittels stark auf, zeigten jedoch keine Kaltschnäuzigkeit und scheiterten zudem immer wieder an Dahm. Das Tempo blieb hoch, doch im weiteren Spielverlauf erspielten sich nun die Waldstädter bessere Chancen mit ihren zum Teil überfallartigen Angriffen. Das wichtige 4:1 erzielte dann schon früh Weidner, der sich zu einem konstant zuverlässigen Spieler entwickelt hat. Er stürmte von der Auswechselbank kommend unwiderstehlich auf das Gehäuse zu, ließ Pickard keine Chance und verzeichnete nach Fischer den zweiten Doppelpack des Abends – sein viertes Saisontor (30.).

Zwei Powerplaytore der Gäste machen es spannend

Dieser Gegentreffer zeigte nun doch leichte Wirkung bei den mit so großen Ambitionen in die Saison gestarteten Mannheimer. Denn fortan erspielten sich die Sauerländer hervorragende Chancen, doch ein weiteres Mal kamen sie zunächst nicht am Ex-Iserlohner Schlussmann vorbei, hier hätte man sich nun mehr Effektivität von den Blau-Weißen gewünscht, so hätten sie schon vorzeitig für klare Verhältnisse sorgen können.

Und so wurde es doch noch eng, als die Gäste nur neun Sekunden nach einer Hinausstellung gegen Oskar Eklund durch Desjardins zum zweiten Tor kamen (45.), dann sofort ihre Angriffsbemühungen intensivierten, immer wieder für turbulente Szenen vor dem IEC-Kasten sorgten und verkürzten. Denn nur 32 Sekunden nach der Strafe gegen Johan Larsson läutete Larkins Anschlusstor zum 4:3 (56.) eine intensive Schlussphase ein. Doch schließlich schlug Caporusso nach Klassezuspiel von Chris Brown zu. Die Entscheidung!

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