Eishockey

Corona bei den Iserlohn Roosters – Augsburg-Spiel abgesagt

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Das Coronavirus ist zurück im Roosters-Lager.

Das Coronavirus ist zurück im Roosters-Lager.

Foto: Privat

Iserlohn.  Betroffene Spieler stehen unter Quarantäne, alle anderen unter Isolation.

Das Coronavirus ist mit voller Wucht in die Deutsche Eishockey-Liga zurückgekehrt. Erst erwischte es im großen Stil den EHC Red Bull München, dann die Düsseldorfer EG, am Freitag meldeten die Eisbären Berlin einen positiven Test bei Stürmer Mark Zengerle und nun sind auch die Roosters betroffen. Das für Sonntagabend angesetzte Auswärtsspiel bei den Augsburger Panthern ist am Vormittag abgesagt worden. „Grund waren ein positiver PCR-Test und zahlreiche Spieler, die bereits am Samstagmorgen Symptome einer Corona-Erkrankung aufwiesen. Die Folge ist eine am späten gestrigen Abend behördlich angeordnete Corona-Quarantäne für den betreffenden Spieler sowie Isolation für alle weiteren Akteure“, teilten die Roosters am Sonntagvormittag mit.

Entsprechende Gerüchte machten bereits am Samstagmittag die Runde. Zunächst hieß es, die Mannschaft sei bereits unterwegs gewesen und habe nach Bekanntwerden der Testergebnisse kehrt gemacht. In Wahrheit verließ ein leerer Bus die Eissporthalle. Nach Informationen der Heimatzeitung gab es am Vortag des Spiels zunächst drei Möglichkeiten: Die geimpften und abermals negativ getesteten Spieler fahren und treten an, ebenso stand eine Absage des Spiels im Raum, oder das Spiel fällt wegen Nichtantritts der Roosters aus. In diesem Fall wäre die Partie für Augsburg gewertet worden, denn einer Verlegung sollen die Panther nicht zugestimmt haben.

Vollständig geimpft ist die Mannschaft der Roosters noch nicht. „Wenn wir bei 100 Prozent wären, hätten wir es vermeldet. Weit sind wir davon nicht weg“, sagte Roosters-Sprecher Felix Dötsch kurz bevor die Fälle in den eigenen Reihen bekannt wurden. Auffälligkeiten habe es bei den Testungen bis dahin keine gegeben, man habe sich an das Testprotokoll der Liga gehalten. Das sieht vor, dass sich der gesamte Tross vor einem Spiel einem Schnelltest unterzieht. Dabei sind am Samstag zwei positive Ergebnisse aufgefallen, wobei sich ein Ergebnis als fälschlicherweise positiv erwies. Stattdessen war der PCR-Test eines Spielers positiv, obwohl der Schnelltest negativ war. „Darüber hinaus zeigten weitere Spieler Symptome einer Corona-Infektionen, obwohl ihre Schnelltests negativ ausfielen. Manager Christian Hommel: „Insbesondere die Tatsache, dass nach dem Spiel am Donnerstagabend keinerlei Beschwerden auftraten und dass wir dann am Samstag mehrere Spieler mit Symptomen hatten, hat alle Alarmglocken schrillen lassen.“

Nach Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt wurde für den betreffenden Spieler umgehend Quarantäne angeordnet, für den Rest des Kaders wurde bis zum Erhalt der Ergebnisse einer vollständigen PCR-Testung aus einem zertifizierten Labor häusliche Isolation angeordnet. Diese Ergebnisse liegen frühestens am Montag vor, und das ist der Grund, weshalb in Augsburg nicht gespielt werden kann.

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