Nußberghalle

Dauerärgernis soll bald beseitigt werden

Eva Kirchhoff und Hans Trompetter ließen sich die von KIM geplanten Maßnahmen genau erklären.

Eva Kirchhoff und Hans Trompetter ließen sich die von KIM geplanten Maßnahmen genau erklären.

Foto: Michael May

Iserlohn.  CDU-Fraktion beim Ortstermin auf dem Dach der Nußberghalle, durch das immer wieder Wasser eindringt

Im wahrsten Sinne des Wortes aufs Dach stiegen Vertreter der CDU-Fraktion im Iserlohner Rat während eines Ortstermins, zu dem die Partei zur Nußberghalle gebeten hatte. Die 1994 in Betrieb genommene Sporthalle hatte zuletzt weniger durch spektakuläre Veranstaltungen, als vielmehr durch ein undichtes Hallendach für Schlagzeilen gesorgt. Regelmäßig waren die Handballer der SG Iserlohn-Sümmern die Leidtragenden und mussten schon mehrfach kurzfristig ganze Spieltage verlegen.

Das ist ein enormer Aufwand, von dem SG-Vertreterin Ilka Alberts vor Ort den Politikern berichtete. Für die CDU-Faktion machte deren Vorsitzender Fabian Tigges deutlich, dass es an der Zeit sei, das immer wieder auftretende Problem richtig anzugehen. Dem Wunsch verschloss sich auch Claudia Zawada vom für die Bauerhaltung zuständigen Kommunalen Immobilien-Management (KIM) nicht und kündigte den baldigen Beginn neuer Untersuchungen an. Noch in dieser Woche sollen von einem Fachunternehmen Bohrungen zur Feuchtigkeitsmessung am sogenannten Schein-Walmdach der Sporthalle durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um eine besondere Konstruktion, die aus einer Kombination von Schräg- und Flachdach mit entsprechenden Lichtkuppeln besteht.

Diese im Stadtgebiet einzigartige Ausführung sei an sich eine gute Konstruktion. Immerhin habe sie mehr als 20 Jahre keine Probleme gemacht. Erst nach dem großen Hagelschaden im Vorjahr, der für 36.000 Euro aus Versicherungsleistungen repariert worden sei, habe sich die Frequenz des eindringenden Wassers erhöht. Dem widersprach Ilka Alberts indirekt, als sie von den CDU-Politikern gefragt wurde, wann die Probleme erstmals aufgetreten seien. „2016, allerdings soll es sich dabei um Kondenswasser gehandelt haben“, so das Vorstandsmitglied der SG Iserlohn-Sümmern.

Zumindest seit 2017 sei dann bei Regen- oder Schneeperioden mit einiger Zeitverzögerung immer wieder Wasser in die Halle getropft und habe den Spielbetrieb teilweise unmöglich gemacht. „Es waren immer wieder andere Stellen betroffen, da waren wir schon froh, wenn es mal nur im Geräteraum getropft hat“, so Alberts. Dass man sich seitens der Politik dieser Sache nun intensiver annimmt, freut den Verein und lässt Hoffnung aufkeimen.

Zustimmung für die von KIM geplanten Maßnahmen

Claudia Zawada von KIM will in einer der nächstmöglichen Sitzungen der betreffenden Ausschüsse (Sport/Bau/Schule) über die Ergebnisse der in Kürze anlaufenden Untersuchungen berichten. Die bisherigen Reparaturversuche hatten allerdings nichts gebracht. Nach dem informellen Gespräch der Beteiligten in der Halle hatte KIM-Mitarbeiter Adem Ari noch eine Leiter an das Dach gestellt. Eva Kirchhoff von der CDU-Fraktion und Hans Trompetter, als sachkundiger Bürger für die Partei tätig, nutzten die Gelegenheit, um mit dem KIM-Vertreter das Dach zu besichtigen.

Da beide als Architekten beruflich tätig sind, war das Interesse verständlich. Nach der Besichtigung waren beide überzeugt, dass sich das Dach gemessen am Alter in einem guten Zustand befindet. „Wir halten die Maßnahmen, die KIM nun treffen will, für die richtigen“, so die Meinung von Kirchhoff und Trompetter. Zudem machten sie deutlich, dass sich der flache Teil des Daches nicht zu einer Wanne ausgebildet habe, in der sich Wasser sammeln könne. „Das sieht eigentlich gut aus.“

Nun bleibt abzuwarten, welche schnellen Maßnahmen ergriffen werden können, um der SG Iserlohn-Sümmern sowie den anderen Nutzern der Halle helfen zu können. Kurzfristig werde es auf jeden Fall eine verstärkte Hausmeister-Präsenz geben, weil das Dach, wie zu erfahren war, auch immer wieder von Jugendlichen illegal erklommen wird. Wichtiger dürfte aber sein, dass endlich ein Unternehmen den Weg des Wassers aufspürt und die Leckagen verschließt.

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