Defensive findet keinen Zugriff

Chris Frazier und die Kangaroos unterlagen zum Testspielstart.

Chris Frazier und die Kangaroos unterlagen zum Testspielstart.

Foto: Foto: Michael MaY

Iserlohn.  Iserlohn Kangaroos offenbaren im ersten Test beim 104:108 gegen Rhöndorf viele Mängel.

Bahnbrechende Erkenntnisse erwarten Trainer vom ersten Testspiel zumeist nicht. Einen wesentlichen Fingerzeig hat Milos Stankovic, Coach der ProB-Basketballer der Iserlohn Kangraoos, bei der Saisonpremiere aber erhalten. Trotz zehn Tagen Trainings, in denen die Defensivarbeit ganz oben stand, bleibt noch viel zu tun.


Basketball-Testspiel: Iserlohn Kangaroos - Dragons Rhöndorf 104:108 n.V. (25:23/52:42/70:70/91:91). Es ist fraglos richtig, dass dieser ProB-Absteiger und Neu-Regionalligist der Aufstiegsfavorit schlechthin ist. Neben dem Iserlohner Gabriel de Oliveira haben die Rheinländer ein illustres Ensemble von höherklassig erfahrenen Akteuren zusammengestellt, das in diesem Jahr sicher nicht um den Ligaverbleib in der ProB zittern müsste. Aber auch die Kangaroos haben gehobene Ansprüche, und denen wurden sie defensiv absolut nicht gerecht.

„Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Wir haben 108 Punkte kassiert. So wollen wir nicht spielen, auch wenn wir schwere Beine haben“, sagte Coach Stankovic nach der Partie, zu der knapp 300 Zuschauer erschienen waren. Die Neugier auf die neuen Kangaroos war offenbar groß. Richtig flüssig lief es aber verständlicherweise noch nicht, bessere und schlechtere Phasen hielten sich die Waage. Zum stotternden Motor trugen allerdings auch die Referees mit 64 Foulpfiffen bei.

Dennoch schienen die Gastgeber zur Pause auf einem ordentlichen Weg. Neuzugang Dennis Teucher (14 Punkte) und der nicht in der Startformation befindliche Amerikaner Jahmere Howze (11) steuerten die meisten Punkte bei. Auffällig aber auch die Rolle von Chris Frazier, der längere Zeit den Spielaufbau übernahm.

Schwache Reboundarbeitund viele Ballverluste

Die offenkundigen Probleme in der Defensive inklusive mangelnder Reboundarbeit und zahlreicher Ballverluste konnten die Gastgeber auch nach der Pause nicht abstellen. Dennoch schien nach einer Zwölf-Punkte-Serie von Jozo Brkic zum 85:74 (34.) viel für einen Iserlohner Sieg zu sprechen. Doch weit gefehlt. Rhöndorf setzte entschlossen nach und konterte zum 86:87 (38.). Per Freiwurf sicherte Teucher 30 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit die Verlängerung.

Dort legten die Hausherren trotz immer schwerer werdender Beine zum 101:97 (43.) vor, träumten aber wohl zu intensiv vom Sieg. Rhöndorf, angetrieben vom Amerikaner Hollis (31), gelangen binnen Sekunden neun Punkte in Serie zum 101:106. Ein Dreier von Moritz Schneider eine Minute vor Schluss reichte nicht mehr zur Wende.

Kangaroos: Frazier (11), Ziring (8/2. Dreier), Howze (18), M. Schwarz (4), J. Dahmen (8), Wegmann, Teucher (17), Brkic (25), Buss (5), R. Dahmen (3/1), Marei (0), Schneider (5/1).

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