Basketball

Dennis Teucher mehrfach in ungewohnter Rolle

Gegen seinen Ex-Klub markierte Dennis Teucher 14 Punkte für die Kangaroos.

Gegen seinen Ex-Klub markierte Dennis Teucher 14 Punkte für die Kangaroos.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Gegen sein Ex-Team TKS 49ers durfte Dennis Teucher für die Kangaroos von Beginn an ran.

„Wir waren das bessere Team“, ist Dennis Teucher, Neuzugang der ProB-Basketballer der Iserlohn Kangaroos, nach dem 93:79 gegen die TKS 49ers auch mit einigem Abstand sicher. Zwei Jahre spielte der 23-Jährige für die Brandenburger, jetzt stand er der Mannschaft gegenüber, aus der er noch gut die Hälfte der Akteure kennt.

„Es sind halt noch viele Berliner Jungs so wie ich dabei“, macht er deutlich. Dass er in diesem Spiel gleich von Anfang an zeigen durfte, was er kann, kam für ihn ohne Vorwarnung. Coach Milos Stankovic schickte ihn mit der Startformation auf das Feld, und der Zwei-Meter-Mann bewies gleich, was in ihm steckt. Per Dunking eröffnete er die Partie und ließ im ersten Viertel noch sechs weitere Punkte folgen. In 22 Minuten kam er auf 14 Punkte, eine schnell Foulbelastung verhinderte eine längere Einsatzzeit.

Unter dem Strich war Teucher aber mit sich und seinem Team zufrieden. „Im dritten Viertel haben wir uns überrennen lassen. Dann wurde die Brechstange ausgepackt und erkannt, dass Stahnsdorf unter dem Korb nicht viel entgegenzusetzen hatte“, so der ehemalige Rostocker, der sich nach seiner Knieverletzung, die die letzte Saison kennzeichnete, wieder gut fühlt.

Patellasehnenspitzensyndrom lautete der enorm schmerzhafte Befund, der ihn lange außer Gefecht gesetzt hatte. Inzwischen geht er das Problem mit gezielten Übungen an und fasst in Iserlohn auch sportlich wieder Fuß. Ganz bewusst hatte Dennis Teucher den Schritt zurück in die ProB gewählt - und bislang nicht bereut. „Ich fühle mich sehr wohl. Das ist ein Team, in dem man sich gut aufgehoben fühlt“, berichtet er und hofft, mit seiner Mannschaft im nächsten Spiel in Dresden nun auch auswärts erfolgreich zu sein.

Ob dann der mit ihm aus Rostock nach Iserlohn gekommene Chris Frazier dabei ist, bleibt abzuwarten. Der Flügelspieler leidet unter einer Sehnenscheidenentzündung im Wurfarm und muss sich vorerst schonen. Für Kangaroos-Manager Michael Dahmen erklärt sich so auch dessen schwache Wurfausbeute in den letzten beiden Spielen. Nur drei seiner letzten 13 Distanzwürfe fanden den Weg in den Korb.

Nach den ersten vier Spielen sieht sich Dahmen auch mit seiner moderaten Zielvorgabe (Erreichen der Play-offs) bestätigt. „Wir haben jetzt zwei Spiele im letzten Viertel für uns entschieden und zwei im letzten Viertel verloren. Es ist alles sehr eng beisammen, und jeder kann jeden schlagen“, macht er deutlich.

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