Rollhockey

Dezimierte ERGI wird vorgeführt

Auf verlorenem Posten stand die dezimierte ERGI gegen IGR Remscheid.

Auf verlorenem Posten stand die dezimierte ERGI gegen IGR Remscheid.

Foto: Max Winkler

Iserlohn.  Nach weiteren Ausfällen geben die Routiniers Dirk Iwanowski und José Aleixo ein Comeback.

Früher mussten die Gäste aus Spanien oder Portugal kommen, um im Europacup zweistellige Siege in der Waldstadt zu landen. Heute schafft das schon der Bundesliga-Siebte. Möglich gemacht wurde dieser Remscheider Triumph aber erst durch die eklatante Personalnot der Iserlohner.


Rollhockey-Bundesliga: ERG Iserlohn - IGR Remscheid 3:10 (1:5). Nils Hilbertz verletzt, Christopher Hegener beruflich verhindert: Für den kleinen Kader der Hausherren wogen diese Ausfälle am Samstag schwer, und weil die Jugend eher desinteressiert ist, mussten die „Altinternationalen“ die Lücken schließen. Dirk Iwanowski und José Aleixo feierten ein eher unfreiwilliges Bundesliga-Comeback, denn die um Youngster Marco Aleixo ergänzte Stammbesetzung mit Timon Henke, Kai Milewski und Sergio Pereira brauchte gelegentliche Verschnaufpausen. „Mit nur drei erfahrenen Bundesligaspielern hat man gegen Remscheid keine Chance. Denn die sind richtig gut drauf, seit sie wieder komplett spielen“, resümierte ERGI-Trainer Alfredo Meier.

Individuelle Fehler und mangelndes Tempo

Er sah allerdings auch, wie seine Mannschaft dem Gegner durch individuelle Fehler auf die Sprünge half. Die ersten Gegentore waren absolut vermeidbar. Als jedoch Marco Aleixo auf 1:2 verkürzte (14.), entwickelte sich vorübergehend ein offenes Spiel. Doch in der Endphase des ersten Durchgangs setzten sich die Gäste auch dank zweier Strafstoßtore ab, während für die ERGI Timon Henke vom Punkt scheiterte. Den Hausherren fehlte allerdings auch die Geschwindigkeit, um die Räume rechtzeitig zu schließen, so dass die Remscheider zu einigen sehr leichten Toren kamen.

Die Mannschaft zeigte jedoch auch etliche wirklich sehenswerte Spielzüge, die es den Hausherren schwer machten, ergebnistechnisch noch Schadensbegrenzung zu betreiben. Zu oft liefen sich Pereira & Co. fest, kamen dann nicht schnell, genug zurück, so dass Keeper Patrick Heise gegen die flott konternden IGR-Angreifer nichts mehr ausrichten konnte. Zweistellig wurde es schon nach 43 Minuten, und dass Marco Aleixo mit einem cool verwandelten Strafstoß den Schlusspunkt setzte, war immerhin ein kleiner Lichtblick.

„Unsere gute Ausgangsposition haben wir aber verspielt“, weiß Alfredo Meier, dass Platz vier und die Play-off-Teilnahme unter diesen personellen Bedingungen Wunschdenken bleiben dürfte.

ERGI: Heise; Pereira, Henke, M. Aleixo, Milewski, D. Iwanowski, J. Aleixo.

Tore: 0:1 (4.) Peinke, 0:2 (6.) Selbach, 1:2 (14.) M. Aleixo, 1:3 (20.) Strieder, 1:4 (21.) Peinke, 1:5 (22.) Strieder, 1:6 (27.) Lukassen, 1:7 (35.) Hages, 1:8 (36.) Strieder, 2:8 (40.) Henke, 2:9 (42.) Strieder, 2:10 (43.) Hages, 3:10 (46.) M. Aleixo. - Zeitstrafen: 3 - 1. - Teamfouls: 9 - 11.

Abgesagt wurde wegen des nahenden Orkans das Sonntags-Heimspiel der ERGI gegen den TuS Düsseldorf-Nord. Am Vormittag ging die spielleitende Stelle noch von einer planmäßigen Austragung um 15.30 Uhr aus, doch mittags folgte sie dem Wunsch der Rheinländer, nicht anreisen zu müssen. „Böse bin ich darüber nicht“, meinte Alfredo Meier. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

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