Die Athletik wird immer wichtiger

Beim Athletiktraining der Kangaroos.

Beim Athletiktraining der Kangaroos.

Foto: Foto: Michael May

Iserlohn.Der Schauplatz wurde kurzerhand gewechselt, aber die Inhalte blieben nahezu identisch. Eine Stunde vor dem regulären Training trafen sich die ProB-Basketballer der Iserlohn Kangaroos am Dienstagabend bereits in der Matthias-Grothe-Halle zur Athletikeinheit.

Dort wartete Dennis Konrad-Werner, zusammen mit Jens Rowedder auch für die physiotherapeutische Betreuung der Mannschaft zuständig, auf seine Schützlinge. Eigentlich wollte man sich im benachbarten Leichtathletikstadion am Südhang treffen, doch aufgrund einiger starker Regenschauer entschied sich der Athletikcoach für eine trockene Umgebung.

„Wir machen jetzt seit vier Jahren diesen Athletikpart, und die Bedeutung ist von Jahr zu Jahr größer geworden“, sagt Kangaroos-Manager Michael Dahmen. Angefangen hatte es noch unter der Regie des mittlerweile aus beruflichen Gründen verzogenen Hageners Amadeus Lungwitz, seit zwei Jahren ist das Duo Konrad-Werner/Rowedder zuständig. Michael Dahmen schwört auf diese, von den Spielern nicht sonderlich geschätzten, aber als notwendig erachteten Trainingsinhalte, die nicht nur dazu dienen, muskulären Verletzungen vorzubeugen. „Seit wird das machen, haben wir in dieser Hinsicht kaum noch Probleme“, so der Manager.

Konditionelle Basis verbessertsich als Nebenprodukt

Quasi als Nebenprodukt verbessert diese Trainingsform auch die konditionelle Verfassung der Spieler. Zwei bis dreimal pro Woche werden deshalb diese Sequenzen durchgeführt. So auch am heutigen Abend nach dem gestrigen Testspiel gegen Rhöndorf. Statt diverser Übungen bildet dann aber ein Ausdauerlauf den Schwerpunkt. Und diese Inhalte werden die Kangaroos-Akteure auch durch die Saison begleiten, denn ein- bis zweimal pro Woche steht das Athletiktraining auch im laufenden Spielbetrieb auf dem Plan.

„Der Trend geht ja zu immer mehr Athletik. Es gab schon immer Spieler, die sportartspezifisch sehr gut waren. Aber oft gab es auch bei denen Defizite in anderen Bereichen“, hat Dennis Konrad-Werner beobachtet. Nicht nur aus der Sicht des 37-jährigen ehemaligen Fußballers wird das Spiel immer schneller. Deswegen sei es unbedingt erforderlich, die Spieler in diesem Bereich zu unterstützen.

80 Prozent der Einheiten leitet Konrad-Werner, die anderen Trainings führt Jens Rowedder durch. Beide betreiben zusammen eine Physiotherapie-Praxis. Bei den Spielern steht das Duo nicht nur wegen der heilenden Hände hoch im Kurs. Auch mit den bisherigen Athletikeinheiten haben sich die Beiden noch nicht unbeliebt gemacht.

„Die Spieler sind sehr leistungsorientiert und nehmen das gerne an. Das ist eine gute Geschichte und macht viel Spaß“, so Dennis Konrad-Werner, der sportlich aktuell neben Tennis auf Cross-Fit schwört. Bei dieser Sportart fließen Aspekte aus Gewichtheben, Gymnastik und Ausdauersport ein. „Man könnte es auch Fitnesssport nennen“, verdeutlicht Konrad-Werner.

Durch seine Zusammenarbeit mit den Kangaroos ist er auch selbst zum Basketball-Fan geworden. „Natürlich fiebert man da mit“, sagt er und wird mit den Spielern zukünftig eher noch häufiger als bisher zusammenarbeiten. „Die Zahl der Verletzungen ist definitiv zurückgegangen. Wir haben einen ganzheitlichen Ansatz gewählt. In den Trainings gibt es auch Anteile von Yoga und Stretching“, erläutert er die Philosophie.

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