Eishockey

Die längste aller Negativserien

Louie Caporusso und die Iserlohn Roosters wollen die schwarze Serie in Nürnberg beenden.

Louie Caporusso und die Iserlohn Roosters wollen die schwarze Serie in Nürnberg beenden.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Die Roosters haben die letzten 14 Spiele in Nürnberg verloren. Jetzt wollen sie die Wende schaffen.

Auf die Bilanz ihrer letzten Auftritte in Nürnberg sollten sie besser gar nicht schauen, um nicht die Lust auf diesen Trip zu verlieren. Denn seit 2013 haben die Ice Tigers alle 14 Heimspiele gegen die Roosters gewonnen, und das bei einem Torverhältnis von 61:23. Während sich die Franken an diesem Mittwoch also auf ihren Lieblingsgast freuen, wollen die Sauerländer mit Macht ihre schwarze Serie beenden.

Und Trainer Jamie Bartman wirkt ausgesprochen entspannt und zuversichtlich. Das Sechs-Punkte-Wochenende vor der Länderspielpause hat für neue Motivation gesorgt, die Tage der Regeneration waren nach seiner Überzeugung wichtig, um einmal Abstand zu gewinnen. Und was die Spieler seit Freitag im Training zeigen, stimmt ihn ausgesprochen optimistisch. Nachzügler waren Lean Bergmann, der nach seinen beiden Länderspieleinsätzen gegen die Schweiz noch etwas Urlaub machte und seit Montag wieder in Iserlohn ist, sowie Keeper Sebastian Dahm, der am Dienstag folgte.

„Alle sind heiß für den Endspurt, die Stimmung ist ausgezeichnet,“ berichtet Bartman. Er will trotz der elf Punkte Rückstand auf Platz zehn nichts davon wissen, dass es eigentlich um nichts mehr geht. „Wir schauen nur auf uns, wir wollen unsere Spiele gewinnen und werden ja sehen, was noch möglich ist.“ Der Trainer betont, dass jede Mannschaft im Laufe einer Saison eine Erfolgsserie habe, und jene der Roosters soll eben mit den Siegen gegen Schwenningen und in Bremerhaven begonnen haben.

Nach sehr intensiven Einheiten Ende der vergangenen Woche hat er im Training die taktischen Elemente in den Vordergrund gerückt und damit ganz gezielt die Nürnberg-Partie vorbereitet. „Die spielen so ähnlich wie wir, aber ich bin mir darüber im Klaren, dass die eine Topmannschaft haben“, spricht er mit viel Respekt von den Ice Tigers. Deren jüngste Aufholjagd überrascht ihn daher nicht.

Keine Veränderungen im zuletzt erfolgreichen Team

Der Roosters-Coach hat seinen Spielern eingeschärft, in den zweieinhalb Wochen bis zum Hauptrundenende noch einmal alles für die Mannschaft zu geben. „Wir müssen zusammenstehen und kämpferisch alles herausholen.“

Entgegen früherer Gepflogenheit machen sich die Roosters erst am Spieltag auf die Reise nach Nürnberg. Direkt nach dem Spiel fahren sie weiter nach Augsburg, wo sie vor der Freitagspartie bei den Panthern Quartier beziehen. Die Fahrt gen Sünden kann mit fast komplettem Kader angetreten werden, nur Michael Clarke ist nicht einsatzfähig. „Er hat am letzten Freitag und Samstag Eistraining absolviert, macht jetzt aber noch einmal eine kleine Pause“, berichtet Bartman. „Doch es kann gut sein, dass wir ihn in dieser Saison noch einmal sehen.“ Personelle Änderungen gegenüber den letzten Spielen plant der Coach nicht, Sebastian Dahm wird in Nürnberg wieder im Tor stehen.

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