Basketball

„Die lange Suche hat auch etwas Gutes“

Elijah Allen unterzeichnete bei den Iserlohn Kangaroos einen Vertrag.

Elijah Allen unterzeichnete bei den Iserlohn Kangaroos einen Vertrag.

Foto: Privat

Iserlohn.  Freude der Kangaroos über Allen-Verpflichtung.

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Was lange währt, wird endlich gut - auf diese Formel lässt sich wohl die Suche des Basketball-ProB-Klubs Iserlohn Kangaroos nach der Besetzung der Position des Importspielers bringen. „Optimal“ ist die Wahl von Elijah Allen, der am Montag einen Vertrag bei den Waldstädtern unterschrieben hat, nur in einer Hinsicht nicht, denn der 29-Jährige besetzt im Kader nicht wie sein Vorgänger Jahmere Howze die Importstelle.

Der Familienvater ist zwar in Columbus/USA geboren, hat aber einen deutschen Pass und wird von der Liga als EU-Akteur geführt. Dementsprechend gehen die Iserlohner ohne US-Amerikaner in die Saison und hätten damit die Option, im weiteren Verlauf noch einen solchen Akteur zu verpflichten.

Doch das schließt Kangaroos Manager Michael Dahmen zum jetzigen Zeitpunkt aus, auch weil der Etat dies im Augenblick nicht hergibt. Vielmehr freut er sich über den aktuellen Transfercoup: „So hat unsere lange Suche auch etwas Gutes. Elijah Allen ist eigentlich ein ProA-Spieler. Er hat für sich eine Option gesucht, die heimatnäher ist als es zuletzt Tübingen war.“ Da die Familie des Neuzugangs in der Nähe von Gießen lebt, ist die Entfernung nach Iserlohn für entsprechende Besuche deutlich überschaubarer.

„Ich habe von allen, die ich gefragt habe, nur Positives über Iserlohn gehört“, entschied sich Elijah Allen nach drei Jahren in der ProA, in denen er in Tübingen, Kirchheim und Gotha gespielt und im Schnitt zwischen neun und zehn Punkten erzielt hat, für das kurzfristige Angebot aus der Waldstadt. Manager Dahmen hatte derweil ebenfalls viel Gutes von Allens ehemaligen Mitspielern wie Jonas Grof oder Simon Kutzschmar in Erfahrung gebracht.

„Er wird uns spielerisch weiterhelfen, und er hat viel positive Energie“, lobt der sportliche Leiter. Trainer Milos Stankovic sagt: „Elijah kennt den Basketball in Deutschland auf ProB- und ProA-Niveau, ist variabel einsetzbar und hat einen tollen, positiven Charakter. Für uns ist er sicherlich genau der Typ, den wir in den letzten Monaten gesucht haben.“

Dass sich der Neuzugang topfit präsentiert und in der Lage ist, sich schnell in ein Team einzufinden, wurde beim Turnier in Bochum deutlich. Fehlende Körpergröße (Allen misst „nur“ 1,95 Meter) kompensiert der erfahrene Akteur, der auf dem Flügel und der Position des kleinen Centers zum Einsatz kommen soll, durch seine außerordentliche Athletik.

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