Eishockey

Die neuen Roosters zeigen gute Ansätze

Die Iserlohn Roosters verloren das Testspiel gegen die DEG mit 2:5.

Die Iserlohn Roosters verloren das Testspiel gegen die DEG mit 2:5.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Bei der 2:5-Niederlage gegen die DEG hapert es noch an der Abstimmung und an der Konsequenz im Abschluss.

„Das war nicht so schlecht“, meinte Roosters-Coach Jason O’Leary in seinem ersten Kommentar nach der Schlussirene. Und die Gut 3000 Iserlohner Anhänger sahen es genauso, denn sie spendeten trotz der Niederlage gegen den Westrivalen wohlwollenden Applaus.


Eishockey-Testspiel: Iserlohn Roosters - Düsseldorfer EG 2:5 (0:2, 2:1, 0:2). Bei so vielen neuen Spielern brauchen auch die Roosters-Fans noch etwas Zeit, ehe sie bei der Durchsage der Mannschaftsaufstellung der Nummer gleich den Namen zuordnen können. Eine Ausnahme machte Bobby Raymond, der bei seinem Comeback am Seilersee mit viel Beifall empfangen wurde. Was dann folgte, war ein typisches Testspiel einer völlig veränderten Mannschaft. 15 neue Spieler standen auf dem Eis, die durchweg mit großem Eifer zu Werke gingen, bei denen es aber die erwarteten Abstimmungsprobleme gab. Als Kapitän hatte sie Marko Friedrich angeführt, doch für den war schon nach wenigen Minuten Schluss. Die Verletzung konnte am Abend noch nicht genau diagnostiziert werden.

Marko Friedrich scheidet im ersten Drittel verletzt aus

Die Hausherren schlugen sofort ein flottes Tempo an, doch vor dem gegnerischen Tor wirkten sie zu zaghaft. Düsseldorf hatte keine Anfangsnervosität zu überwinden und war im Abschluss gefährlicher als die Hausherren. Was sich auch im Resultat niederschlug. Doch die Iserlohner legten in der ersten Pause den Schalter um und starteten mutig in den Mittelabschnitt. Jake Weidner markierte 39 Sekunden nach Wiederbeginn das erste Tor, und weitere 42 Sekunden später schlug Julian Lautenschlager eiskalt zu. So wie er machten auch die übrigen Youngster ihre Sache gut, und genügend Eiszeit dürfte O’Leary ihnen weiterhin gewähren. Im weiteren Verlauf dieses Abschnitts litt der Spielfluss unter einige unnötigen Strafzeiten, und kurz vor Drittelende nutzte die DEG ein Powerplay zur erneuten Führung.

Dass in dieser Phase der Vorbereitung ein Test im letzten Drittel selten an Qualität gewinnt, liegt auf der Hand. Das Duell am Seilersee machte da keine Ausnahme. Die Roosters begannen gut, verpassten aber durch Dmitriev und Clarke den Ausgleich. Im Abschluss war Düsseldorf kaltschnäuziger, aber den Hausherren durfte man zugute halten, dass sie sich zumindest viele Gelegenheiten herausarbeiteten.

Entschieden war die Partie mit dem vierten Düsseldorfer Tor, und danach belohnte der Coach Jonas Neffin für gute Trainingsleistungen und schickte ihn für Andreas Jenike zwischen die Pfosten. Der Nachwuchskeeper bekam nicht mehr viel Arbeit, und das fünfte DEG-Tor fiel, als er zwei Minuten vor Schluss seinen Kasten verlassen hatte. Das am Ende deutliche Resultat änderte aber nichts daran, dass das neue Team viele gute Ansätze zeigte.

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