Corona

Die Sportplätze sind wieder freigegeben

Nicht nur die Zeiten eines verwaisten Letmather Waldstadions dürften vorerst der Vergangenheit angehören.

Nicht nur die Zeiten eines verwaisten Letmather Waldstadions dürften vorerst der Vergangenheit angehören.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Der Fahrplan für weitere Lockerungen steht. Eine weitgehende Normalisierung ist zum Monatsende geplant.

„Ab Donnerstag (7. Mai 2020) ist der Sport- und Trainingsbetrieb im kontaktlosen Breiten- und Freizeitsport wieder erlaubt – sofern der Sport auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen oder im öffentlichen Raum stattfindet.“ Auf die Meldung, nachzulesen auf der Internetseite der nordrhein-westfälischen Landesregierung, haben viele Aktive und Vereine seit Inkrafttreten der Beschränkungen im März sehnsüchtig gewartet.

Doch ganz so einfach gestaltete sich die Sache zunächst nicht. „Wir als Kommune müssen die aktuelle Corona-Schutzverordnung des Landes vorliegen haben, in der dann exakt steht, was geöffnet werden darf, warum und wieso und unter welchen Voraussetzungen“, erklärt der Leiter des Iserlohner Sportbüros, Ralf Horstmann am Donnerstagmorgen. Im Laufe des Tages traf die Verordnung schließlich ein, was im Vergleich zu vorangegangenen Versionen, die mit zwei, drei Tagen Verspätung veröffentlicht wurden, doch recht fix ging. Mit der Freigabe der Sportplätze sind jedoch noch nicht alle Einschränkungen aufgehoben.

Die folgenden Punkte gilt es den Angaben der Stadt zufolge unbedingt zu beachten:

•Der Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen sowie im öffentlichen Raum wird zugelassen, wenn dieser kontaktfrei durchgeführt wird.

• Es müssen geeignete Vorkehrungen zu Hygiene, Infektionsschutz, Steuerung des Zutritts und zur Gewährleistung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern zwischen Personen sichergestellt sein. Das gilt auch für Warteschlangen.

• Die Nutzung von Dusch- und Waschräumen, Umkleide-, Gesellschafts- und sonstigen Gemeinschaftsräumen sowie das Betreten der Sportanlage durch Zuschauer sind bis auf weiteres untersagt.

• Ausnahme: Bei Kindern unter zwölf Jahren ist das Betreten der Sportanlage durch jeweils eine erwachsene Begleitperson zulässig.

• Für die Einhaltung dieser Vorgaben sind die jeweiligen Nutzer der Sportanlage zuständig.

Horstmann wies darauf hin, dass es zu Kontrollen bezüglich der Einhaltung dieser Vorgaben durch Polizei oder Ordnungsamt kommen kann, und dass die Erlaubnis, wieder die Sportplätze nutzen zu dürfen, praktisch für alle Sportarten gilt. Unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes dürfen also auch Fußballer wieder trainieren. Und es stehen weitere Lockerungen bevor. Der Kreissportbund Märkischer Kreis teilte mit, dass ab Montag, 11. Mai wieder Fitnessstudios, Tanzschulen, Sporthallen und Kursräume der Sportvereine unter strengen Abstands- und Hygieneauflagen wieder möglich sein werden. Ab Mittwoch, 20. Mai, dürfen Freibäder unter strengen Auflagen von Abstand und Hygiene öffnen, für reine Spaßbäder gilt das noch nicht.

Körperkontaktsport soll ab 30. Mai wieder erlaubt sein

Die Ausübung von Sportarten auch mit unvermeidbarem Körperkontakt in geschlossenen Räumen soll ab Samstag, 30. Mai, wieder gestattet werden. Ebenso gilt dies für den Betrieb von Hallenbädern. Sportliche Wettbewerbe im Kinder-, Jugend- und Amateurbereich sind dann ebenfalls zulässig, die Nutzung von Umkleide- und Sanitäranlagen ist unter Auflagen gestattet. Auch soll ab dem 30 Mai wieder mit Körperkontakt draußen Sport getrieben werden.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben