Eishockey

Die Terminhatz geht für die Roosters noch bis Sonntag weiter

Die Roosters (hier gegen Krefeld) sind bereits am Dienstag in Nürnberg wieder im Einsatz.

Foto: Michael May

Die Roosters (hier gegen Krefeld) sind bereits am Dienstag in Nürnberg wieder im Einsatz.

Iserlohn.   Die Iserlohn Roosters sind schon am Dienstagabend in Nürnberg zu Gast. Der letzte Sieg bei den Ice Tigers gelang vor fünf Jahren.

Die Terminhatz in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) geht auch 2018 weiter. Nur 70 Stunden nach dem dramatischen 5:4 in Krefeld treten die Sauerländer Abend beim Spitzenreiter Nürnberg an.

Zeit für eine ausgelassene Silvesterparty blieb da nicht. Hörte man sich gestern Mittag nach dem Training in der Roosters-Kabine um, gingen die Meisten den Übergang ins neue Jahr eher ruhig an. Rob Daum als Strohwitwer „verschlief“ gar den Jahreswechsel, nachdem er sich zuvor sich ausgiebig mit dem heutigen Gegner befasst hatte.

Der Roosters-Tross ist schon am Montag abgereist

Rob Daum hatte nach dem trainingsfreiem Silvestertag zu einer 45-minütigen Trainingseinheit gebeten. Bis auf Blaine Down (Schuss in den Unterleib) und dem langzeitverletzten Marcel Kahle waren alle dabei. „Wir haben an einigen Kleinigkeiten gearbeitet“, berichtet Daum von der kurzen Einheit. Angesichts des dicht gestaffelten Spielplans von zehn Partien in 23 Tagen bleibt dem Coach, der bei Fragen zu seiner Zukunft an den Manager verweist, wenig Zeit, an wesentlichen Punkten zu arbeiten. „Man baut das Team im Training. Wenn dazu wenig Zeit bleibt, kann man nur von Spiel zu Spiel denken“, erklärt Daum. Bereits gestern Mittag machte sich die Mannschaft auf den Weg nach Nürnberg. Heute Vormittag geht’s noch einmal aufs Eis und per Videostudium werden die Cracks auf die Ice Tigers vorbereitet. Dass der letzte Auswärtserfolg (2:1 n.P.) an der Noris vom 27. Januar 2013 datiert, sieht Rob Daum als zusätzliche Motivation für die Cracks. „Solche Dinge passieren im Sport immer wieder“, sagt der Kanadier, der in zweieinhalb Wochen seinen 60. Geburtstag feiert. Um die schwarze Serie bei den physisch starken Ice Tigers zu beenden, müssen die Sauerländer eine Top-Leistung bringen. Der Erfolg aus dem 4:0-Heimsieg Ende November bietet Rob Daum dazu die richtigen Ansätze. „Sie haben eine sehr gute Mannschaft“, zollt er Respekt. Bleibt zu hoffen, dass die Müdigkeit abgeschüttelt werden kann. Im Tor steht Sebstian Dahm, hinter Marko Friedrich, der noch sein lädiertes Knie kühlte, steht ein Fragezeichen.

Die Trainer hatten die Vorbereitung auf die Zehn-Spiele-Serie abgestimmt. Drei Partien stehen noch aus. Die Bilanz liest sich mit fünf Siegen und zwei Niederlagen bei 16 von 21 möglichen Punkten bislang recht positiv. Und bereits jetzt haben die Roosters mit 56 Zählern das Gesamtergebnis der Saison 2016/17 übertroffen. „Wir haben das Erreichen der Play-offs diesmal selbst in der Hand“, freut sich Torwart Mathias Lange. Doch bis dahin geht die Terminhatz weiter. Nach der Rückkehr aus Nürnberg ist Mittwoch trainingsfrei, bevor Donnerstag die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Straubing am Freitag ansteht. Samstag geht es dann Richtung Berlin.

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