Fußball

Dirk Eitzert legt Traineramt beim FC nieder

Dirk Eitzert ist als Trainer des FC Iserlohn zurückgetreten.

Dirk Eitzert ist als Trainer des FC Iserlohn zurückgetreten.

Foto: Michael May/IKZ

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Iserlohn.  Das war ein echter Paukenschlag am Hemberg. Dirk Eitzert, der Trainer des Landesliga-Spitzenreiters FC Iserlohn, hat mit sofortiger Wirkung sein Amt zur Verfügung gestellt!

Als zentralen Grund nannte er die ungeklärte Trainersituation für die kommende Saison. „Ich bin diese Hinhaltetaktik jetzt leid. Erst wollte man sich nach dem Horn-Spiel entscheiden, dann nach dem Lennestadt-Spiel und jetzt erst nach Saisonschluss. So geht man nicht miteinander um, ich bin total enttäuscht“, so der Ex-Coach weiter. Dass er aus der Presse erfuhr, dass der sportliche Leiter Andreas Friedberg bereits mit 13 Spielern des aktuellen Kaders Einigung über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit erzielt hatte, wertet er als Misstrauensbeweis. „Normalerweise wird der Trainer in solche Planungen einbezogen“.

In den letzten Wochen deutete vieles darauf hin, dass man beim FC wenig Neigung zur Vertragsverlängerung mit Eitzert verspürte, aber offenbar Sorge hatte, durch die Bekanntgabe der Entscheidung, im Titelkampf Unruhe in der Mannschaft zu schaffen. Deshalb wurde auf die Woche nach Saisonschluss verwiesen, wenn klar ist, in welcher Liga es für den FC weiter geht.

Als Eitzert dem Vorstand nun seinen sofortigen Ausstieg verkündete, versuchte dieser, den Trainer umzustimmen und zur Vertragserfüllung bis Saisonende zu bewegen. „Aber für mich war das Maß einfach voll. Und die Mannschaft ist so gut drauf, dass sie auch ohne mich aufsteigen wird“, sagte der Ex-Profi, der sich nun erst einmal in den Urlaub verabschieden will.

Der FC-Vorstand wurde von Eitzerts Entscheidung kalt erwischt. Manager Friedberg hatte zwar schnell die „1a-Lösung“ parat, doch die ließ sich nicht umsetzen. Oliver Ruhnert, sportlicher Leiter der Schalker Nachwuchsabteilung und nebenbei C-Jugendtrainer des FC, sollte bis zum Saisonende die Mannschaft übernehmen. Aber er sagte am Mittwoch ab.

„Ich hätte das wirklich gern gemacht, kriege es aber terminlich nicht auf die Reihe“, verwies der 41-Jährige auf seine Verpflichtungen für Schalke am Rande des Pokalendspiels in Berlin und beim Pokalfinale der B-Junioren am 9. Juni. Ruhnert hätte den FC nur am kommenden Sonntag gegen Niederschelden coachen können. „Und das hat keinen Sinn. Wenn ich so etwas mache, dann auch vernünftig“.

Wer nun in den letzten drei Saisonspielen (auf Niederschelden folgt die Partie in Siegen, zum Abschluss kommt Meschede) auf der Bank sitzen wird, ist ungewiss.

Für Andreas Friedberg kann das in der aktuellen Situation nur ein Mann sein, der die Mannschaft kennt und ohne Eingewöhnungszeit loslegt. Das könnte theoretisch Co-Trainer Marco Slupek sein. Oder aber Friedberg selbst, der bereits im der Endphase der letzten Oestricher Saison einsprang. Vielleicht in Zusammenarbeit mit dem derzeit verletzten André Juchum? Man darf jedenfalls gespannt sein, wer die Iserlohner Mannschaft nun über die Ziellinie und zum Aufstieg führen soll.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben