Basketball

Ein umfangreiches Aufgabenfeld

Dragan Torbica

Dragan Torbica

Foto: IKZ

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Iserlohn.  Sechs Jahre ist es her, dass Dragan Torbica die Basketballer von NOMA Iserlohn in Richtung Pro-A-Klub Osnabrück verließ, doch bei seiner Rückkehr im Rahmen des Sponsorentreffens in der neuen Hemberghalle war es wie bei einem Wiedersehen unter Freunden. Auch wenn der Serbe damals nur ein Jahr bei den Kangaroos die Fäden gezogen hatte, es wurde deutlich, welch nachhaltigen Eindruck der 46-Jährige in der Waldstadt hinterlassen hat.

Der Kontakt zum Trainer, der nach dem Pro-B-Abstieg 2008 den Neuaufbau in der Regionalliga einleitete, war nie abgerissen. Die Referenzen, die er in der Saison 2008/09 in Iserlohn abgeliefert hatte, sprachen für sich. Mit der ersten Mannschaft hatte er 22 Siege in 28 Spielen gefeiert und das neu formierte Team mit dem US-Duo Paul Peterson und Fletcher Walters auf Platz drei geführt. Zudem holte sich die U18-Mannschaft in der NRW-Liga die Vizemeisterschaft.

Diese Erfolge weckten natürlich Begehrlichkeiten bei der höherklassigen Konkurrenz, und letztlich entschied sich Dragan Torbica zum Wechsel nach Osnabrück - eine sportliche Ehe, die schon bald geschieden wurde. „Hätte ich das vorher gewusst, wäre ich wohl besser in Iserlohn geblieben“, sagt er heute rückblickend. Was folgte, war mangels Alternative in Deutschland die Rückkehr in seine Heimat, wo er seither als Coach an einer Basketballschule gearbeitet hatte. Als bei den Iserlohnern schließlich im Rahmen ihrer fortschreitenden Professionalisierung im Verlauf der letzten Saison der Plan reifte, einen hauptamtlichen Jugendtrainer einzustellen, war Dragan Torbica gleich der Wunschkandidat.

Schnell wurde man sich für zunächst acht Monate handelseinig. Nachdem alle Formalitäten geklärt waren (Serbien gehört bekanntlich nicht zur EU), konnte der Familienvater Anfang September in die Waldstadt reisen. Dort arbeitet er eng mit Kangaroos-Jugendwart Helgi Bencker zusammen. Neben dem gemeinsamen Thema Basketball bemüht sich der in Sümmern lebende Inhaber einer Nachhilfeschule auch intensiv darum, die sprachliche Barriere abzubauen.

In Kürze soll Dragan Torbica auch in das umfangreiche Schulprogramm der Iserlohner einsteigen und die Aktivitäten der Kangaroos weiter intensivieren. Darüber hinaus betreut er NOMA-Jugendmannschaften und koordiniert das gesamte Trainingsprogramm.

Zwischen Schreibtisch und Sporthalle bringt sich der Basketball-Experte auch als Trainer der zweiten Mannschaft sowie als Co-Trainer der „Ersten“ an der Seite von Matthias Grothe ein. „Unsere Philosophie zu diesem Sport stimmt überein, so dass es nur eine positive Zusammenarbeit werden kann“, freuen sich Grothe und Torbica unisono auf die Tätigkeit.

Manager Michael Dahmen und dessen Frau Zlata, die ebenfalls im Nachwuchsbereich tätig ist, erhoffen sich vom „Meilenstein hauptamtlicher Jugendtrainer“ vor allem strukturelle Verbesserungen und einen weiteren Aufschwung der Sportart in Iserlohn. „Wir können die Ressourcen besser nutzen“, ist sich Zlata Dahmen sicher, die in der Verbindung von Schule und Verein sehr aktiv ist und vor allem die bessere Förderung von jungen Spielern und Neueinsteigern herausstellt.

Für Dragan Torbica gibt es in den kommenden Monaten jedenfalls eine Menge zu tun. Und wer den Serben kennt, der kann sich sicher sein, dass es ihm gelingt, in kurzer Zeit mit seiner Arbeit Akzente zu setzen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben