Volkslauf

Eine Menge Stress für einen hohen Spaßfaktor

Beim Silvesterlauf an der Fachhochschule waren rund 400 Aktive am Start.

Beim Silvesterlauf an der Fachhochschule waren rund 400 Aktive am Start.

Foto: Michael May

Iserlohn.   Die Organisatoren kämpfen mit den Tücken der Technik, die Aktiven mit der anspruchsvollen Strecke.

Stressig wie selten verlief die 37. Ausgabe des Iserlohner Silvesterlaufes „Rund um den Danzturm“ für die Helfer des veranstaltenden TuS-Lauftreffs. Das Team um Leiter Michael Weist hatte mit technischen Problemen zu kämpfen und musste auch im Nachgang der beliebten Veranstaltung mit Zusatzschichten dafür sorgen, dass zumindest knapp 24 Stunden nach dem Lauf eine Siegerliste veröffentlicht werden konnte.

Am frühen Nachmittag des Neujahrstages war es soweit, und Weist meldete Vollzug - mit dem Hinweis, dass man am 13. und 20. Januar jeweils ab 15 Uhr an der Fachhochschule, die Sieger der Altersklassen mit den zugehörigen Preisen auszeichnen will. Denn das war unmittelbar nach Ende der 37. Auflage nicht möglich. Zusätzlich war noch der Tisch mit den Computern im Regiewagen umgekippt und sorgte für eine jeweils elfminütige Verzögerung der Starts über fünf und zehn Kilometer. Ins Bild passte da auch der Defekt der Startpistole. Zweimal mühte sich Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens vergeblich am Abzug. Der Revolver blieb stumm, die Sportler liefen aber dennoch los.

Ungebrochene Beliebtheit bei den heimischen Sportlern

Dem guten Gefühl, mit dem der überwiegende Teil der Läufer das Ziel erreichte, tat das aber keinen Abbruch. Die Veranstaltung unter dem Danzturm erfreut sich weiter großer Beliebtheit. Sportler aus den unterschiedlichsten Disziplinen nehmen hier den Kampf gegen die Uhr auf. Ganz gleich, ob Schwimmer, Hand- und Basketballer oder eben doch Spezialisten aus den Leichtatheltikclubs: An der Fachhochschule wird der sportliche Jahresabschluss gemeinsam begangen.

Da auch das Wetter mitspielte und es bis zum Zieleinlauf der letzten Aktiven trocken blieb, entschieden sich etliche Läufer auf den letzten Drücker zur Teilnahme. Das stellte den Lauftreff diesmal auf eine harte Probe, denn fünf Helfer an ganz zentralen Positionen mussten krankheitsbedingt passen. „Das hat uns alles abverlangt“, bestätigte Michael Weist, der selbst alle Hände voll zu tun hatte, die Technik wieder in Gang zu bringen.

Von all dem bekamen die 364 Teilnehmer in den beiden Läufen (hinzu kamen noch rund 30 Walker) kaum etwas mit. Aber sie benötigten ihre volle Konzentration auch für die anspruchsvolle Strecke, die einige dennoch etwas zu schnell angingen. Lehmverschmierte Kleidung zeugte in einigen Fällen von Stürzen, die aber durchweg glimpflich ausgingen.

Vortreffliche Unterhaltung für die vielen Zuschauer

Gewohnt kurzweilig geriet das Treiben für die Zuschauer. Sie wurden vom bewährten Moderatoren-Duo Gabriele Haschke und Klaus-Dieter Fingerhut vortrefflich unterhalten oder tauschten selbst die neuesten Nachrichten mit dem Nachbarn aus. Hellwach waren die Gäste an der Strecke und im Zielkanal aber immer dann, wenn es darum ging, die Leistungen der Läufer zu würdigen. Allen voran war das bei Oliver Brammen der Fall. Der Hagener gewann erneut den Hauptlauf, diesmal in 36:38 Minuten und damit 38 Sekunden langsamer als im Vorjahr. Auf Rang zwei folgte Dustin Benzler vom LAZ Iserlohn, der 2:20 Minuten mehr benötigte.

Schnellste Frau war diesmal Sonja Vogt (Rapid Dortmund) in 43:30. Über die fünf Kilometer holte sich Lokalmatador Daniel Six (LAZ) in 18:30 den ersten Platz. Fünfte des Gesamteinlaufes und damit schnellste weibliche Teilnehmerin am Jedermannlauf war Sina Prinz in 20:27 vom Tri Team Hagen.

Unter dem Strich waren am Ende alle zufrieden. Auch die über Gebühr strapazierten Lauftreffler. Deren Chef Michael Weist machte deutlich: „Die 37. Auflage werden wir zwar so schnell nicht vergessen, aber wir sind zufrieden, dass es allen wieder gut gefallen hat. Also werden wir uns 2018 wieder an die Arbeit für die 38. Ausgabe machen.“

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