Basketball

Einladung des DBB beflügelt im Endspiel

Linus Trettin (Nr. 13) freut sich über den Sieg in Heidelberg.

Linus Trettin (Nr. 13) freut sich über den Sieg in Heidelberg.

Foto: Foto: Privat

Iserlohn.  Iserlohner Basketball-Talent Linus Trettin gewinnt mit der WBV-Auswahl das Bundesjugendlager in Heidelberg.

Großer Erfolg für den Iserlohner Nachwuchs-Basketballer Linus Trettin. Das 14-jährige Talent der TuS Iserlohn Kangaroos, das bereits seit einigen Jahren zur Auswahl des westdeutschen Basketball-Verbandes zählt, gewann mit dem WBV beim Bundesjugendlager in Heidelberg den Meistertitel der Landesverbandsteams und wurde außerdem zum Nominierungslehrgang zur Bildung der U16-Nationalmannschaft eingeladen.

Der 1,90 Meter große Iserlohner gehört seit diesem Sommer zum neu gebildeten Förderkader der Kangaroos und genießt somit mit sechs anderen Akteuren des Vereins ein besonders intensives Ausbildungsprogramm. Der Schüler des Märkischen Gymnasiums kann auf beiden Flügelpositionen, aber auch im Spielaufbau eingesetzt werden. Neben seinem Engagement im U16-Team der Kangaroos spielt er auch für Phoenix Hagen in der Nachwuchs-Bundesliga JBBL.

Hinzu kommen die Lehrgänge und Einsätze im WBV-Kader, wo Verbandstrainer Michael Kasch auf seine Qualitäten setzt. Das Vertrauen rechtfertigten Linus Trettin und seine Mitspieler am vergangenen Wochenende in Heidelberg.

In vier Tagen hatte das Team fünf Spiele zu absolvieren und setzte sich am Finale im Feld der 16 Verbandsmannschaften gegen das Team Niedersachsen/Bremen mit 59:54 durch. „Ich habe gesehen, dass sich Arbeit auszahlt. Die Nominierung für das DBB-Camp ist der Lohn für das viele Training“, bilanzierte Linus Trettin nach dem gelungenen Heidelberg-Wochenende.

Schon vor der Partie hatte Bundestrainer Fabian Villmeter seine Beobachtungen abgeschlossen und 39 der insgesamt 200 Spieler dieses Turniers für den ersten Nominierungslehrgang des DBB ausgewählt. Einer von sieben Spieler war Linus Trettin, der sich sehr über seine Berufung sehr gefreut hat. Für seinen Heim-Trainer Milos Stankovic war das die logische Konsequenz aus harter Trainingsarbeit, die der Youngster an sechs Tagen in der Woche absolviert.

Etliche Trainingseinheiten und maximal zwei Spiele pro Wochenende stehen auf dem Plan des Schülers, der sehr zielstrebig agiert. „Er ist einer unserer talentiertesten Spieler im Verein“, sagt Stankovic und mahnt gleichzeitig: „Je mehr Talent ein Spieler hat, umso mehr muss er trainieren.“ Nach dem freien Montag beginnt für Linus Trettin die neue Trainingswoche mit einer Mischung aus Gruppen- und Individualtraining in Iserlohn und Hagen.

Kangaroos-Manager Michael Dahmen freut sich ebenfalls sehr über den Erfolg des Youngsters und sagt: „Man muss ja auch bedenken, dass Linus zum jüngeren Jahrgang gehört und dennoch einer der Leistungsträger bei Phoenix Hagen und in der WBV-Auswahl ist. Die Einladung zum Lehrgang ist eine Anerkennung dieser Leistung. Dragan Torbica und Milos Stankovic haben da gute Arbeit geleistet.“ Da Linus Trettin durch seine Zugehörigkeit zum Förderkader mit einem Fünf-Jahres-Vertrag an die Kangaroos gebunden ist, dürfte, eine ähnliche Entwicklung vorausgesetzt, der Tag nicht mehr so fern sein, an dem der Youngster in den Kader der ersten Mannschaft aufgenommen wird.

Großes Engagement derFamilie Trettin im Verein

Darüber hinaus lobt Dahmen das große Engagement der siebenköpfigen Familie Trettin im Verein. Die beiden älteren Brüder von Linus, Jonas und Paul, kümmern sich um das Ticketing und die LED-Wand, Vater Lars hilft bei der Videoaufzeichnung der ProB-Spiele. Und der jüngere Bruder Julius spielt mit großem Erfolg in der U12 - ohne Frage eine basketballbegeisterte Familie.

Linus Trettin setzt damit auch eine gute Tradition im Iserlohner Basketball fort. In den 1990er Jahren siegten Matthias Grothe und Tobias Rawohl mit dem WBV in Heidelberg, schafften den Sprung in die Nationalmannschaft, wo Dirk Nowitzki zu den Teamkollegen gehörte. „Wir waren damals der einzige Verein, der zwei Spieler gestellt hat“, ist der damalige Trainer Paris Konstantinidis heute noch stolz auf diesen einzigartigen Coup. Und vor rund zehn Jahren feierte Arne Bencker den WBV-Sieg in Heidelberg.

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