Eishockey

Energie tanken für Jahresendspurt

Die Niederlagen gegen Berlin und in Köln bescherten den Roosters wieder einmal ein Null-Punkte-Wochenende.

Die Niederlagen gegen Berlin und in Köln bescherten den Roosters wieder einmal ein Null-Punkte-Wochenende.

Iserlohn.  Roosters nach den Nullnummern: Erst regenerieren, dann an den Schwächen arbeiten

Rang sechs nach 28 Spielen, 43 Punkte auf dem Konto: Das ist nach dem schwachen Saisonstart eine erfreuliche Zwischenbilanz der Iserlohn Roosters. Aber sie bewegen sich in einer Zone ohne große Abstände, denn der Vierte Wolfsburg hat gerade vier Zähler mehr geholt als der Neunte Bremerhaven. Da empfiehlt es sich, primär die Distanz zu Rang elf im Auge zu haben, und die ist mit sechs Punkten überschaubar.

Das liegt auch am gerade absolvierten Null-Punkte-Wochenende. Trainer Rob Daum attestierte seiner Mannschaft am Freitag wie am Sonntag ordentliche Leistungen. „Aber Berlin und Köln waren wirklich sehr gut. Sie haben den Weg gefunden, um das Spiel zu gewinnen, wir nicht.“ Chancen waren vorhanden. Gegen die Eisbären hätte ein 2:0 im zweiten Drittel vielleicht den Weg geebnet, bei den Haien war nicht zuletzt die Schwäche im Powerplay ein großes Manko.

In beiden Spielen konnte keine Überzahl genutzt werden, aber die Sauerländer kassierten eben auch keinen Treffer in Unterzahl. Dass Daum jedoch Fortschritte beim Powerplay sehen will und hier auch im Training ansetzen wird, liegt auf der Hand. Stichwort Training: In einer Woche ohne zusätzliches Spiel geht es dem Kanadier darum, dass der Kader auftankt. „Wir hatten viele Spiele und brauchen jetzt zwei Tage, um Energie zu tanken.“

Dem freien Montag folgt an diesem Dienstag nur leichtes Training abseits des Eises. Eine Krafteinheit ist geplant, dazu wird es mit viel Stretching Maßnahmen zur Verletzungsprophylaxe geben. „Die Jungs waren zuletzt soviel auf dem Eis, dass es ihnen andere Inhalte ganz gut tun“, ist Co-Trainer Jamie Bartman sicher. Auch für ihn ist es gerade in dieser Phase mit noch neun Spielen bis zum Jahresende wichtig, die Ausfallliste gering zu halten und auch im Training Vorsorge zu treffen. „Langzeitverletzte sind jetzt fatal.“

Drei bis vier Wochen Pause für Alexander Bonsaksen

Nicht ganz in diese Kategorie fällt Verteidiger Alexander Bonsaksen, der am Freitag den Puck ins Gesicht bekam und einen Kieferbruch davontrug. Derzeit wir mit drei bis vier Wochen Pause gerechnet. Dagegen soll Justin Florek am Wochenende wieder mitwirken, und gleiches gilt für Keeper Mathias Lange. Er war in Köln nach einem Zusammenprall mit Christopher Fischer leicht benommen und machte Sebastian Dahm Platz.

Regenerieren, an den Schwächen arbeiten, dann den Fokus auf die Wochenendpartien lenken: So ist der Plan der Roosters. Am Freitag spielen sie in Augsburg (bei zehn Punkten Rückstand auf Platz zehn unter Druck), am Sonntag kommt Meister München. Da soll die Bilanz besser ausfallen als am letzten Wochenende.

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