Volleyball

Entscheidung für Volleyballer naht

Am Abstieg der Volleyballer des TuS Iserlohn aus der Regionalliga wird sich nichts mehr ändern.

Am Abstieg der Volleyballer des TuS Iserlohn aus der Regionalliga wird sich nichts mehr ändern.

Foto: Michael May

Iserlohn.  WVV will die Auf- und Abstiegsregelung in der kommenden Woche bekanntgeben.

Im Eishockey ging es ganz schnell. Saisonende, keine Play-offs, keine Meister. Andere Sportarten zogen nach und stellten in einigen Ligen den Spielbetrieb ein. Und wer ihn derzeit nur ausgesetzt hat, grübelt mit wachsender Intensität, wie diese Serie nur zu einem akzeptablen Ende gebracht werden soll.

Wenn aber jetzt rigoros der Schlussstrich gezogen wird, muss zwangsläufig die Frage beantwortet werden, in welcher Form denn die kommende Meisterschaftsserie ablaufen soll. Und dabei spielt die Auf- und Abstiegsregelung in der nun vorzeitig beendeten Spielzeit eine zentrale Rolle. Der westdeutsche Volleyballverband hat gerade die Vereine darüber informiert, dass man intensiv an einer Lösung arbeite und nach einer Sitzung in der nächsten Woche das Ergebnis bekannt geben will. Und so lange fragen sich die Volleyballer, was ihr aktueller Tabellenstand am Ende bedeuten wird. Als gesichert gelten darf, dass auf der Zielgeraden, wo im Regelfall nur noch zwei oder drei Spiele zu absolvieren wären, die Spitzenreiter den Aufstieg einplanen und sich die Tabellenletzten auf den Abstieg einstellen können. Sofern sie, wie die Regionalliga-Herren des TuS Iserlohn, im Schlussspurt keine theoretische Chance auf den Ligaverbleib haben.

Zum Volleyball-Spielbetrieb gehören aber auch die Auf- und Abstiegsrelegationsrunden mit Zweitplatzierten respektive Vor- und Drittletzten. Vom 24. bis 26. April sollten diese Entscheidungen fallen, eine Woche später müssten dann, so der eigentliche Plan des Verbandes, die Mannschaftsmeldungen für die kommende Saison erfolgen. „Der Zeitplan wird sicher nicht zu halten sein, und es ist ja generell fraglich, ob es überhaupt Relegationsspiele geben soll“, sagt Christian Rabe, verantwortlich bei den Volleyballern des SC Hennen.

Und er bezweifelt, dass man solche Spiele im Mai oder Juni austragen kann, weil dann die Mannschaften möglicherweise nicht mehr komplett sind. Während Hennens Oberliga-Frauen als Tabellenvierter wissen, wo es für sie im Spieljahr 2020/2021 weiter geht, wird es für die in der Landesliga auf Platz zwei rangierende Zweitvertretung spannend. Die ist vor den drei letzten Spielen punktgleich mit Tabellenführer Bad Berleburg, durfte sich also berechtigte Hoffnungen auf den Titel machen. Naheliegend wäre ein vermehrter Aufstieg in solchen Fällen und dementsprechend eine Aufstockung der übergeordneten Liga. Christian Rabe sieht jedoch Grenzen bei solchen Regelungen. „Wie soll man das hinbekommen, wenn am Ende mehr als 14 Mannschaften in eine Staffel kommen?“ Und er sagt auch: „Jetzt würden sich viele freuen, aber wenn es dann nach der Saison vier Absteiger gibt, ist die Enttäuschung groß.“

DJK Sümmern und Eiche Grüne warten gespannt ab

Während man beim Letmather TV dem Fortgang der Dinge gelassen entgegensehen kann, weil die erste und zweite Damenmannschaft als Drittplatzierte in der Landesliga bzw. Bezirksklasse wegen des nicht mehr erreichbaren zweiten Platzes mit dem Aufstieg nichts zu tun haben, wartet man bei der DJK Sümmern mit großem Interesse auf die Verbandsentscheidung. Die erste Damenmannschaft ist Zweiter der Bezirksliga und hat zwei Runden vor dem eigentlichen Saisonfinale einen Punkt Rückstand auf Spitzenreiter Siegen. Zweit- und Drittvertretung sind in Bezirksklasse und Kreisliga ebenfalls auf Platz zwei notiert, allerdings ohne Chance auf Platz eins.

„Für mich wäre es die fairste Lösung, jetzt alle, die noch die Aufstiegschance haben, auch aufsteigen zu lassen. Die Ligen aufzustocken, sollte kein Problem sein“, meint Marcel Gerber, Abteilungsleiter der DJK-Volleyballer.

Beim TV Eiche Grüne, dessen erste Damen-Mannschaft als Fünfter der Bezirksklasse nicht betroffen ist, hat die „Zweite“ als Erster der Kreisliga schon die Meisterfeier geplant. „Wir haben Aufstiegs-T-Shirts drucken lassen, aber irgendwie möchte man die jetzt nicht tragen, so lange nicht wirklich klar ist, ob wir künftig in der Bezirksklasse spielen“, erläutert Trainer Bernd Kaiser. In der nächsten Woche soll das Warten ein Ende haben.

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