Rollhockey

ERGI feiert Doppelsieg in Recklinghausen

Trickreich und torgefährlich präsentierte sich Sergio Pereira in Recklinghausen.

Trickreich und torgefährlich präsentierte sich Sergio Pereira in Recklinghausen.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Erst schlagen die Frauen den gastgebenden RHC, anschließend holen sich auch die Männer drei Punkte.

Gleich zweimal stand am Samstag in den Rollhockey-Bundesligen die Partie RHC Recklinghausen gegen ERG Iserlohn auf dem Programm. Zunächst spielten die Damenteams gegeneinander, im Anschluss duellierten sich die Männer. In beiden Spielen siegte die ERGI deutlich.


Rollhockey, Damen-Bundesliga: RHC Recklinghausen - ERG Iserlohn 2:13 (1:6). Die ERGI lieferte beim punktlosen Schlusslicht nach schwierigen Wochen wieder eine Vorstellung ab, die keine Wünsche offen ließ. Und besser hätte die Partie gar nicht beginnen können. Schon nach 35 Sekunden hieß es dank der Neubert-Schwestern 2:0. Mit der ersten gefährlichen Aktion überhaupt besorgte Spielführerin Katharina nach zehn Sekunden die Führung, wenig später erhöhte die jüngere Franziska. Mit weiteren Toren in der vierten und zweimal in der 20. Minute war Katharina Neubert die herausragende Spielerin des ersten Durchgangs. Ein fünftes Mal traf sie in der 41. Minute. Doch noch mehr als über ihre eigenen Treffer freute sie sich für Julia Oligschläger, die ihre ersten Bundesligatore überhaupt schoss.

Weil sich schnell abzeichnete, dass in dieser Partie nichts schiefgehen wird, kamen alle acht mitgereisten ERGI-Spielerinnen zum Einsatz. Die Torhüterinnen Anna-Lena Behrens und Jessica Ehlert spielten je eine Halbzeit. Lediglich bei der Anzahl der Teamfouls lagen die Gastgeberinnen vorne, was Katharina Neubert nicht besonders überraschte. „Sie verfügen nun mal nicht über die allerbeste Technik.“ Neben den beiden Torhüterinnen ging sonst nur die im Sommer zur ERGI gestoßene Greta Saure leer aus und neben den sieben Neubert-Toren (Katharina fünf, Franziska zwei) und Julia OIigschläger trugen sich Svenja Runge (drei) und Simone Firll in die Torschützenliste ein. Recklinghausen traf zum zwischenzeitlichen 1:6 und zum 2:9. „Es war ein schönes Spiel, das richtig gut getan hat und wie Balsam auf unsere Seele gewirkt hat“, sagte Katharina Neubert.

ERGI: Ehlert, Behrens; F. Neubert (2), K. Neubert (5), Firll (1), Runge (3), Oligschläger (2), Saure. - Teamfouls: 10 - 2.

Rollhockey, Männer-Bundesliga: RHC Recklinghausen - ERG Iserlohn 1:7 (1:2).Auch die ERGI-Männer setzten sich in Recklinghausen souverän durch, allerdings nur aufgrund der zweiten Halbzeit.

Aleixo und Iwanowski treffen erstmals in der Bundesliga

„Da lief der Ball gut, wir waren ständig in Bewegung und haben die gesamte Fläche des Spielfeldes ausgenutzt“, lobte ERGI-Trainer Alfredo Meier, dem die ersten 25 Minuten nicht so gut gefallen haben. „Die waren etwas zäh, Recklinghausen hat geschickt die Räume zugemacht.“

Das erlösende 1:0 erzielte der 15-jährige Marco Aleixo in der 17. Minute. Es war sein erster Bundesligatreffer überhaupt und ein sehenswerter obendrein. Sergio Pereira spielte ihm die Kugel halbhoch zu, Aleixo feuerte sie direkt aus der Luft ins Tor. Auch Finn Iwanowski feierte seine Torpremiere. Er setzte den bereits Schlusspunkt, obwohl noch acht Minuten zu spielen waren. Das wichtige 2:1, mit dem es in die Halbzeit ging, erzielte Christopher Hegner. Nach Wiederbeginn platzte dann auch bei Spielführer Sergio Pereira der Knoten. Die nächsten drei Treffer gingen alle auf sein Konto, womit die Entscheidung herbeigeführt war.

Den guten Gesamteindruck trüben nur die Schiedsrichter etwas. Zumindest war Alfredo Meier mit ihnen nicht besonders zufrieden. „Sie haben gleiche Situationen unterschiedlich ausgelegt“, ärgerte sich nicht nur der Trainer. Auch Torwart Lukas Kost wurde es zwischenzeitlich zu bunt. Der Torwart kassierte eine blaue Karte, obwohl er nicht auf dem Platz stand. Die Strafe wurde von Marco Aleixo abgesessen, doch zogen die Gastgeber kein Kapital aus ihrem Überzahlspiel. Zum zwischen zeitlichen 1:1 kamen sie erst, als die ERGI längst wieder komplett war.

ERGI: Heise; Hegner (1), Aleixo (1), Iwanowski (1), Hilbertz (1), Milewski, Pereira (3) Henke. - Blaue Karten: 1 - 2, - Teamfouls: 10 - 11.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben