Rollhockey

ERGI träumt vom Endspiel

Spielführerin Katharina Neubert (links) will die ERGI mindestens auch im Halbfinale zum Erfolg führen. Hier eine Szene aus dem Viertelfinal-Hinspiel gegen Montreux.

Spielführerin Katharina Neubert (links) will die ERGI mindestens auch im Halbfinale zum Erfolg führen. Hier eine Szene aus dem Viertelfinal-Hinspiel gegen Montreux.

Foto: Michael May

Iserlohn.   Das Damenteam ist bereits am Donnerstag Spanien aufgebrochen. Samstag steht das Halbfinalspiel der Female-League an.

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Vier Jahre ist es her, seit das Frauen-Team der ERG Iserlohn zuletzt im Halbfinale der europäischen Female-League stand. Damals war gegen den französischen Vertreter US Coutras Endstation. Jetzt ist die ERGI wieder nur noch einen Schritt vom erstmaligen Einzug ins Endspiel entfernt. Die Entscheidung fällt am Samstagabend ab 20.15 Uhr im katalanischen Manlleu. Gegner ist CP Voltregà Stern Motor, der derzeitige Vierte der spanischen Liga. „Die Teams aus Spanien und Portugal sind uns voraus, insofern geht Voltregà als Favorit ins Spiel“, sagt Maren Wichardt, die Spielertrainerin der ERGI.

Einerseits trugen sich die Spanierinnen in den vergangenen zehn Jahren viermal in die Siegerliste der Female-League ein, andererseits sucht man eine Spielerin vom Format einer Maren Wichardt vergeblich in deren Kader – sie traf in den bisherigen vier Spielen dieses Wettbewerbs elfmal, bereitete drei Tore vor und führt damit die Scorerliste an. Mit Franziska Neubert (vier Tore, drei Vorbereitungen) steht eine zweite ERGI-Spielerin unter den besten Zehn. Dieser Statistik misst Maren Wichardt jedoch keine allzu hohe Bedeutung bei. „Wir sind eine homogene Mannschaft. Das ist es, was uns stark macht.“ Auch in der Spielweise des eigenen Teams sieht sie gegen Voltregà einen Vorteil: „Ich glaube, dass wir ein unangenehmer Gegner sind. Die Spanier spielen taktischer, wir haben eine kämpferischere Spielweise und sind dadurch möglicherweise nicht so gut zu kontrollieren. Außerdem haben wir nichts zu verlieren, können daher ein höheres Risiko gehen.“ Die Teams kennen sich, sie trafen 2018 bereits aufeinander, damals bereits im Viertelfinale. In Voltregà erreichte die ERGI ein 4:4, verlor aber das Rückspiel mit 2:3 und schied aus.

In Spanien wird das Team wieder von Quim Puigvert betreut, und bis auf Laura La Rocca (schwanger) sind alle Spielerinnen an Bord der Maschine, die gestern Nachmittag von Düsseldorf Richtung Barcelona startete. Am Abend stand dort ein Trainingsspiel an, heute geht es zum gut 80 Kilometer entfernten Spielort Manlleu, am Sonntagabend steht der Rückflug an.

Das erste Halbfinale bestreiten ab 17.30 Uhr die spanischen Teams CP Manlleu und HCP Plegamans. Das Finale zwischen den beiden Siegern beginnt am Sonntag um 13 Uhr.

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