Rollhockey

ERGI verspürt wieder Rückenwind

Auf die ERGI und Simone Firll wartet ein hartes Stück Arbeit.

Auf die ERGI und Simone Firll wartet ein hartes Stück Arbeit.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Das Frauen-Team fährt dennoch als Außenseiter zum Spitzenreiter IGR Remscheid.

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Umgekehrte Welt bei den Frauen in der Rollhockey-Bundesliga. Serienmeister ERG Iserlohn dominierte über Jahre hinweg die Liga, galt als unschlagbar und befindet sich in dieser Saison erstmals in der ungewohnten Verfolgerrolle. Zwei Niederlagen kassierten die Iserlohnerinnen bereits, doch am vergangenen Wochenende meldeten sich sich eindrucksvoll zurück und stürzten Spitzenreiter Walsum.

Am Samstag können die Waldstädterinnen erneut einen Spitzenreiter vom Thron stoßen, wenn sie um 14 Uhr beim neuen Tabellenführer IGR Remscheid auflaufen. Die Gastgeberinnen sind noch ungeschlagen und führen mit einer blütenweißen Weste das Feld an. „Der Sieg gibt uns natürlich Rückenwind“, sagt Spielführerin Katharina Neubert. Allerdings befanden sich die ERGI-Frauen in Walsum in der komfortablen Situation, einen Trainer an der Bande zu haben. Quim Puigvert, langjähriger Coach der Iserlohnerinnen, war überraschend angereist, um zu helfen. Diesmal muss die ERGI auf ihn verzichten.

Auch Laura La Rocca feierte nach ihrer Babypause ein überraschendes Comeback, doch sie steht künftig aber allenfalls sporadisch zur Verfügung. Ob sie in Remscheid dabei ist, kann Neubert nicht sagen: „Laura hat ein vier Monate altes Baby, da kann sie nur kurzfristig entscheiden, ob sie dabei ist. Aber diese Freiheit geben wir ihr gerne. Wir freuen uns, wenn sie da ist und vielleicht auch spielt.“

Die Favoritenrolle am Wochenende gehört klar Remscheid. „Jetzt steht der Spitzenreiter wie wir früher unter Druck“, kennt Iserlohns Spielführerin bestens diese Konstellation. Der Serienmeister fühlt sich als Jäger sogar wohl. „Wichtig ist“, so Neubert, „dass wir unter die ersten Vier kommen. Danach ist in den Play-offs alles möglich, der Modus lässt es zu.“ Dementsprechend warten die ERGI-Frauen gelassen ab, was bei der IGR auf sie zukommt. In Walsum haben sie ihr altes Leistungsvermögen unter Beweis gestellt – und Weihnachten kehrt schließlich auch Spielertrainerin Maren Wichardt wieder zurück.

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