Fußball

Ernüchterung beim Trainingsauftakt des ASSV Letmathe

Der neue Trainer Aykan Kutlu konnte zum Auftakt nur zehn Spieler begrüßen.

Der neue Trainer Aykan Kutlu konnte zum Auftakt nur zehn Spieler begrüßen.

Foto: Willy Schweer

Letmathe.  Der ambitionierte neuer Coach Aykan Kutlu kann nach diversen Rückziehern lediglich zehn Spieler im Waldstadion begrüßen.

Vorfreude auf die neue Aufgabe hat es ganz sicher gegeben, doch seit Sonntag ist davon bei Aykan Kutlu nicht mehr viel übrig. Denn zum Trainingsauftakt des Fußball-Bezirksligisten ASSV Letmathe konnte er gerade einmal zehn Akteure begrüßen. Nachvollziehen kann der neue Trainer das kollektive Fernbleiben nicht. „Zwei, drei Leute sind entschuldigt, aber einige sind einfach nicht gekommen, obwohl dieser Termin seit langem bekannt ist. Und das enttäuscht mich sehr.“

Tägliches Training hat einige Akteure offenbar verschreckt

Allerdings ist das aktuelle Aufgebot des ASSV auch deutlich kleiner als noch vor ein paar Wochen angenommen. Kutlu führt es darauf zurück, dass er den Vorbereitungsplan veröffentlicht hat, und der wirkte offenbar abschreckend. „Ich habe tägliches Training vorgesehen und nur wenige freie Tage. Aber wenn man nicht wieder ganz unten stehen will, muss man eben fit sein.“ Einigen Spielern schien der Aufwand offenbar zu hoch zu seine. Sie zogen ihre Zusage zurück oder verabschiedeten sich in Richtung zweite Mannschaft - wie Patrick Lau , Luca Baireith und Benjamin Schmitz.

Derzeit umfasst das Aufgebot 20 Akteure, und da sind sechs Jugendliche schon eingeschlossen. Der Verein hat reagiert und die Suche nach Verstärkungen aufgenommen. Ein Torwart und weitere Angreifer stehen in der Prioritätenliste ganz oben, und Kutlu ruft Interessenten auf, einfach mal beim Training vorbeizuschauen. Das Pensum will er ungeachtet der Reaktion einzelner Spieler nicht reduzieren. „Wir müssen hart arbeiten, um eine vernünftige Grundlage zu haben. Ich werde meine Linie durchziehen und bin froh, dass der Vorstand hinter mir steht.“

Reichlich Ausdauereinheiten mit Ball werden die ersten Wochen prägen, dazu kommt die taktische Schulung und ein Individualtraining, das Schwächen einzelner Spieler beheben soll. Dabei wird Kutlu von Co-Trainer Marco Winner und demnächst auch von einem Torwarttrainer unterstützt.

Wegen der Bauarbeiten im Waldstadion, die noch in diesem Monat abgeschlossen werden, trainiert der ASSV auf dem angrenzenden Aschenplatz, will aber am kommenden Wochenende für ein Intensivtrainingslager gern in die Grüne ausweichen. Doch darüber muss noch mit der ITS verhandelt werden. Dann will Kutlu drei tägliche Einheiten durchführen und zum Abschluss ein Testspiel bei der SG Hemer bestreiten. Bis dahin hofft er auf Zuwachs in der Gruppe, denn der für Sonntag nach dem Trainingsauftakt geplante Auftritt bei den SF Hüingsen musste wegen des Personalmangels kurzfristig abgesagt werden.

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