Fußball

Experimente sind weiterhin erwünscht

Bei der jüngsten Hallenkreismeisterschaft kreuzten sich unter anderem die Wege vom ASSV Letmathe (links) und von Borussia Dröschede.

Bei der jüngsten Hallenkreismeisterschaft kreuzten sich unter anderem die Wege vom ASSV Letmathe (links) und von Borussia Dröschede.

Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Der Vorsitzende des Fußballkreises Iserlohn, Horst Reimann, denkt über neue Turnierideen nach.

Im Fußballkreis hat man unter Horst Reimanns Regie die Experimentierfreude entdeckt, was sich an der Verschiebung der Hallenkreismeisterschaften in den Dezember ablesen lässt. „Ich bin selbst gespannt, wie das ablaufen wird. Aber die bisherige Resonanz zeigt mir, dass es sich zumindest lohnt, diesen Versuch zu wagen“, sagt der Kreisvorsitzende.

Einen Kritikpunkt am neuen Termin kann er aber nicht wegdiskutieren. Denn Mannschaften, die sich im Januar über die Stadtmeisterschaften qualifizierten, haben oft nicht viel gemeinsam mit jenen, die nun am 14. und 15. Dezember um den Kreistitel kämpfen. Nicht zuletzt deshalb macht sich Reimann bereits Gedanken über ein ganz anderes Modell: Eine Kreismeisterschaft, für die alle Vereine melden können und die an einem Wochenende im Dezember von der Vorrunde bis zum Finale absolviert wird.

„Ideal wäre es, wenn man einmal beide Hemberghallen nutzen könnte. Wenn man den Freitag mit einbezieht, kann man auch ein Turnier mit 30 Mannschaften über die Bühne bringen“, erläuterte der Kreischef. Und weiter: „Bei den Frauen haben wir auch schon eine Kreismeisterschaft mit 24 Mannschaften abgewickelt, und das in einer Halle.“ Und wenn das Feld doch zu groß würde, könne man die überkreislich aktiven Vereine später ins Turnier einsteigen lassen.

Wenn Mitte Dezember die aktuelle Kreismeisterschaft unter Federführung des SV Deilinghofen/Sundwig über die Bühne geht, wird auch der Kreispokal ein Thema. Denn im Rahmen des Turniers sollen die nächsten Runden dieses Wettbewerbs ausgelost werden, in den dann auch die Teams aus Westfalen- und Landesliga einsteigen. Was sich in den bisher absolvierten zwei Runden an manchen Schauplätzen zutrug, stimmt Horst Reimann nachdenklich.

Künftig kein Automatismus bei der Pokalteilnahme?

„Wenn man nicht einmal die Schiedsrichterkosten hereinbekommt, dann hat man ein Problem“, spricht er den oft bescheidenen Zuschauerzuspruch an. Das Desinteresse wird gefördert durch die Lustlosigkeit von Vereinen, die den Wettbewerb mit Hobbykickern bestreiten. Zweistellige Resultate sind die Folge, und dass Vereine erst gar nicht antreten, will Reimann auch nicht hinnehmen. Deshalb erwägt er, zur neuen Saison eine Meldung für den Kreispokal einzuführen. Wer keine Lust auf diesen Wettbewerb hat, wäre somit nicht länger gezwungen, ihn überhaupt aufzunehmen.

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