Handball

Favoriten ziehen in die zweite Runde ein

Im Handball-Kreispokal ist der HTV Hemer mühelos eine Runde weitergekommen.

Im Handball-Kreispokal ist der HTV Hemer mühelos eine Runde weitergekommen.

Foto: Dennis Echtermann

Letmathe.  Nur Lössel schnuppert an der Überraschung im Handball-Kreispokal. Hemer siegt glanzlos, LTV ist chancenlos

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Die Überraschung lag schon in der Luft, aber dann schwanden beim TV Lössel die Kräfte. Der Handball-Bezirksligist unterlag schließlich in der ersten Runde des Kreispokals gegen Verbandsliga-Absteiger Westfalia Halingen 21:26. Auch bei den Partien SG Iserlohn-Sümmern gegen den HTV Hemer (23:33) und HVE Villigst-Ergste gegen den Letmather TV (36:18) setzten sich die Favoriten durch.


TV Lössel - TV Westfalia Halingen 21:26 (11:11). Lössels Trainer Henning Schierbaum gestand nach dem Spiel nur ungern ein, dass am Ende „die letzten Körner“ fehlt. Schließlich bedeutet das nichts anderes, als dass er bei seinen Spielern eine Woche vor dem Ligastart gegen den LTV konditionelle Defizite festgestellt hat. Aber mit dem Problem, dass nicht alle Spieler die Vorbereitung ohne Urlaubsunterbrechung durchgezogen haben, steht er sicherlich nicht als einziger da. Doch Schierbaum ist optimistisch. „Das bekommen wir in dieser Woche noch hin.“ Dass die Deckung seines Teams steht und das Umschaltspiel schon gut funktioniert, ist weder ihm, noch den Zuschauern verborgen geblieben. Auch LTV-Trainer Jochen Müller sah, dass seine Jungs am Samstag Gas geben müssen, um den Nachbarn zu besiegen.

Nach erster Auszeit setztLössel zum Höhenflug an

Sie gestalteten die Partie zunächst offen, ehe der Favorit nach dem 5:5 davonzuziehen schien. Als Halingens Jan Köhler, mit acht Toren erfolgreichster Schütze seines Teams, zum 6:10 traf, nahm Schierbaum eine Auszeit, die ihre Wirkung nicht verfehlte. Jan Quittmann, Justin Punshon, zweimal Daniel Stein und Henrik Demmer (in Unterzahl) sorgten für das 11:11 zur Pause.

Torwart Marc Winner hielt kurz vor der Halbzeit den ersten von zwei Siebenmetern. Nach dem Seitenwechsel erkämpfte sich der TVL sogar eine Führung, die bis zur Schlussviertelstunde hielt. Dann häuften sich die Fehlwürfe und Fehlpässe, und Halingen setzte sich ab. Sechs Zwei-Minuten-Strafen belegen den Lösseler Einsatzwillen und Kampfgeist, Halingen spielte nur zweimal in Unterzahl. „Die mussten sich schon anstrengen, um hier zu gewinnen“, stellte Schierbaum fest.

Lössel: Winner; Demmer (4), Wagner (1), Kettendorf (2), Burghardt, Stein (5/3), Jüdt, Münder, Punshon (3), Strohhammer, T. Fischer (2), Quittmann (4).

SG Iserlohn-Sümmern - HTV Hemer 23:33 (10:14). „Das war sicher kein Vollgas-Handball des HTV“, war Stefan Scherer, Trainer der SG, überzeugt – und er lag richtig. Als Testspiel ohne Aussagekraft wertete HTV-Trainer Tihomir Knez den Pokalauftritt beim Kreisligisten. „Es hat sich niemand verletzt, alle haben getroffen, aber gebracht hat das natürlich nicht viel.“ Und in der harzfreien Almelo-Halle machte es den Oberliga-Handballern ohnehin nicht viel Spaß. Die SG mühte sich nach Kräften und hielt die Tordifferenz im ersten Durchgang überschaubar. „Alles in allem bin ich zufrieden, wir haben uns gut verkauft“, lobte SG-Trainer Stefan Scherer sein ersatzgeschwächtes Team, das stets in Rückstand lag.

Der Abstand wurde nach der Pause größer. Hemer spulte sein Pensum ohne Glanz ab und gewann in pflichtgemäß. Weil Lars Klisch und Bastian Frenzel fehlten, stand erneut nur ein kleiner Kader zur Verfügung. In dem gab Bosko Bjelanovic nach seiner Krankheitspause ebenso ein Comeback wie Rückkehrer Niklas Springer. „Er ist fit, aber man merkt, dass ihm die Spielpraxis noch ein wenig fehlt“, meinte Knez, der aber heilfroh ist, nun wieder einen Linkshänder im Team zu haben.

SG: Dauk, Schmerbeck, Müller, Schönenberg, Bals(1), Levermann (4), Margold (2), Honert (4), Dyker (1), Ziemann (2), Lindemann (3), Wardzinski (2), Fenske, Eberle (4).

HTV: Müller, Hermann, Briatka, Bjelanovic, Zechmeister, Voigt, Brieden, Henkels, Springer (HTV-Torschützen lagen nicht vor).

HVE Villigst-Ergste - Letmather TV 36:18 (16:9). Beide Teams spielten zuletzt noch gemeinsam in der Landesliga, doch das Pokalergebnis lässt auf einen Unterschied von mehr als einer Spielklasse schließen. Das allerdings passierte mit Ansage. LTV-Trainer Jochen Müller ordnete die herbe Niederlage ein: „Wir mussten fünf Verletzte oder erkrankte Spieler ersetzen und haben gleichzeitig gegen einen Top-Landesligisten gespielt, der sicherlich ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden wird.“ Im Laufe der Partie musste Müller auch noch den angeschlagene Janik Ilsen aus dem Spiel nehmen, dadurch stand der LTV ganz ohne gelernten Kreisläufer da. Für Letmathes Trainer zählen ganz andere Dinge – nämlich die Aussicht, zum Saisonstart am Samstag gegen Lössel wieder auf die fehlenden Spieler zurückgreifen zu können. Dem Derby gilt fortan die volle Konzentration.

LTV: Mertins, Hasenclever; Braun (1), Schuff (3), Frank (2), Zube (2), C. Temp (4), Wunderlich (4/4), Ilsen (2), Georg, Richter.

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