Fußball

FC Iserlohn ringt Hordel nieder

Keine Räume für den Gegner: Vor allem in der ersten Halbzeit arbeitete der FCI sehr gut nach hinten, ohne das Angriffspiel zu vernachlässigen.

Keine Räume für den Gegner: Vor allem in der ersten Halbzeit arbeitete der FCI sehr gut nach hinten, ohne das Angriffspiel zu vernachlässigen.

Foto: Michael May

Iserlohn.   Mitte der zweiten Halbzeit geben die Gastgeber eine 3:0-Führung aus der Hand.

Der FC Iserlohn und die DJK TuS Hordel sollten vielleicht jedes Wochenende gegeneinander spielen – die Zuschauer würd’s freuen. In den vorangegangenen neun Aufeinandertreffen der beiden Fußball-Westfalenligisten fielen bereits mehr als vier Tore im Schnitt. Das an Gründonnerstag ausgetragene zehnte Duell seit der Saison 2014/15 bildete keine Ausnahme. Es war nicht nur torreich, sondern auch schön anzusehen und richtig spannend. Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn - DJK TuS Hordel 4:3 (1:0). Trotz der drei Tore, die ja nicht nur die Gäste, sondern auch der FCI in der zweiten Halbzeit erzielten, war Durchgang eins der bessere aus Sicht der Hausherren, denn die Viererkette, bestehend aus Dean Müsse, Dominik Deppe, Sascha Ernst und Nils Cala räumte mit fairen Mitteln alles ab. Im Mittelfeld wurden viele wichtige Bälle erobert und anschließend sofort nach vorne gespielt. Viel lief über Sebastian Schmerbeck, der häufig nur durch Fouls am Eindringen in den Strafraum gehindert wurde.

FCI bei vielversprechenden Standards zu harmlos

Dass aus den vielen guten Standardsituationen nichts Zählbares heraussprang, war der einzige Makel. Besser klappte es aus dem Spiel heraus: Deppe tauchte vorne auf, marschierte mit dem Ball bis zur Grundline, legte dann zurück zu Pascal Beilfuß, der zum 1:0 traf. Lukas Lenz hätte in der 40. Minute auf 2:0 erhöhen können, doch er sprang einen Augenblick zu früh in die Luft, um eine Flanke von Sascha Ernst druckvoller aufs Tor köpfen zu können.

Hordel kam mit Wut und Entschlossenheit aus der Kabine. Das Aufbäumen dauerte bis zur 51. Minute, dann traf Beilfuß erneut. Voraus ging dem 2:0 ein langer Ball von Deppe, den Lenz für den Torschützen abtropfen ließ. Und als Schmerbeck zum 3:0 traf, waren erst 55 Minuten gespielt. Dieser Rückstand zu diesem Zeitpunkt zieht einer Mannschaft eigentlich den Zahn. Das Gegenteil war der Fall. Hordels Philipp Dragicevic, ausgestattet mit einem begnadeten Schuss, zog aus 30 Metern ab. FCI-Torwart Dreesen stand etwas zu weit vor seinem Tor und musste den Ball danach aus dem Netz holen. Das Gegentor war zu diesem Zeitpunkt allenfalls ein Schönheitsfehler. Erst beim Anschlusstreffer (72.), der aus unglaublich spitzem Winkel fiel, wurde es unruhig am Hemberg. Und Fassungslosigkeit machte sich breit, als Dreesen einen Ball vor die Füße des Hordelers Julius Ufer abklatschen ließ. Schon stand es 3:3. „Wir haben Moral bewiesen und gezeigt, dass wir noch richtig Bock haben“, sagte FCI-Kapitän Lukas Lenz nach Spielende. Er war es, der ein sich wieder aufbäumendes Team mit dem 4:3-Siegtreffer belohnte.

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