Fussball

FC Iserlohn will einen Mittelfeldplatz bis zur Winterpause

Borussia Dröschede, hier mit Kingsley Nweke gegen Drolshagen, ist Landesliga-Spitzenreiter.

Borussia Dröschede, hier mit Kingsley Nweke gegen Drolshagen, ist Landesliga-Spitzenreiter.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Fußball-Nachlese: Borussen-Coach Dragan Petkovic erwartet Leistungsschwankungen. Spannende Bezirksliga.

Nur eine Niederlage vermeldeten die sechs überkreislich aktiven heimischen Fußballteams. Wirklichen Grund zur Freude hatten allerdings nur der siegreiche FC Iserlohn in der Westfalenliga sowie Borussia Dröschede nach dem Coup in Hünsborn und der Übernahme der Landesliga-Tabellenspitze, während in der Bezirksliga bei drei Unentschieden und einer Niederlage die Freude eher verhalten war.

In der Westfalenliga setzt sich Tabellenführer FC Finnentrop/Bamenohl durch das 3:2 im Spitzenspiel gegen Wanne-Eickel immer weiter ab, die Verfolger haben jetzt schon acht und mehr Punkte Rückstand. In deren Kreis hält sich der SV Hohenlimburg, der allerdings gegen Erkenschwick trotz guter Chancen nicht über ein 0:0 hinaus kam. Der FC Iserlohn hingegen durfte am Sonntag das Spielglück für sich reklamieren, denn Lukas Mertens traf in der Nachspielzeit gegen Wiemelhausen zum 2:1 und damit zum zweiten Heimsieg der Saison. Am Hemberg sieht der FCI trotz schwieriger Platzverhältnisse gegen die meisten Mannschaften einen Heimvorteil, obwohl schon seit Wochen nur noch auf Kunstrasen trainiert wird. Ob es das Geläuf zulässt, dass auch das letzte Heimspiel vor der Winterpause am 1. Dezember gegen Sinsen dort ausgetragen wird? Trainer Mario Plechaty wünscht sich noch fünf bis sechs Punkte aus den Partien in Neheim, gegen Sinsen und in Hassel. „Dann wären wir auf einem Mittelplatz. Die Entwicklung der Mannschaft ist gut, und gegen Wiemelhausen hat sie sich endlich belohnt.“ Sonntag lobte er die Einwechselspieler und vor allem den Siegtorschützen Lukas Mertens, der immer besser in Schwung kommt.

Das Ende einer schwarzen Dröscheder Serie in Hünsborn

„Es macht richtig Spaß, dieser Mannschaft zuzuschauen. Da stimmt die Chemie einfach. Jeder kämpft für den anderen, alle suchen den Kontakt zu den Fans, die immer zahlreicher kommen“, wirkte Uwe Ginsberg, Vorsitzender beim Landesligisten Borussia Dröschede, fast euphorisch nach dem 4:0 in Hünsborn. Dort hatte sein Team in der Vergangenheit mit schöner Regelmäßigkeit den Kürzeren gezogen. Nun endete diese schwarze Serie, und das wurde mit der Übernahme der Tabellenführung vom spielfreien Aufsteiger Hagen 11 belohnt, der vor etwas mehr als drei Wochen noch elf Punkte mehr als die Dröscheder auf dem Konto hatte.

Mit dieser Entwicklung hatte auch Trainer Dragan Petkovic so nicht gerechnet. Bis zum Jahresende hatte er die 30-Punkte-Grenze angepeilt. Jetzt hat das Team schon 28 Zähler eingefahren und kann bereits am Sonntag zum Abschluss der Hinrunde gegen Hüsten auf eigenem Platz diese Schallmauer durchbrechen. Doch der Coach warnt auch davor, zu euphorisch zu sein und erwartet bei seiner jungen Mannschaft noch Leistungsschwankungen.

Den dritten Sieg in Folge feierte der Kreisrivale BSV Menden beim 5:0 gegen Bad Berleburg, auch dank eines Hattricks von Ayoub Alaiz. Nun muss das Team von Trainer Kevin Hines aber zur Bewährungsprobe zum SC Obersprockhövel.

In der Bezirksliga kommen die heimischen Sorgenkinder nicht voran, und für den ASSV Letmathe sowie Sinopspor ist das rettende Ufer (mit dem SC Hennen) schon fünf bzw. sieben Punkte entfernt. In den drei Spielen bis zur Winterpause kann sich aber einiges tun. Denn der Aufsteiger spielt gegen Hennen und in Letmathe. Da ist der Anschluss möglich, aber der Ligaverbleib kann auch zur Utopie werden.

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