Fußball

FC Iserlohn will sein Pokal-Highlight genießen

Der FC Iserlohn (Szene gegen Hordel) freut sich auf das Pokalduell gegen Lotte.

Foto: Dennis Echtermann

Der FC Iserlohn (Szene gegen Hordel) freut sich auf das Pokalduell gegen Lotte. Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Drittligist Sportfreunde Lotte gastiert im Viertelfinale am Hemberg und trifft auf ehrgeizigen Außenseiter.

Der Gegner ist eigentlich übermächtig genug, aber jetzt verzeichnet er noch ein Stimmungshoch. Die Sportfreunde Lotte, aktuell auf Rang zwölf der 3. Bundesliga notiert, sind nach dem Trainerwechsel in Aufwind. Andreas Golombek feierte zu einem Einstand ein 3:2 in Erfurt, und er will Sieg Nummer zwei folgen lassen - an diesem Samstag im Westfalenpokal-Viertelfinale beim FC Iserlohn.

Für das Team aus der Peripherie des Landesverbandes sind Erfolge in diesem Wettbewerb Pflicht, wenn erneut die Qualifikation für den DFB-Pokal gelingen soll. Dass alle Plätze im Fanbus für die Fahrt nach Iserlohn im Nu ausverkauft waren, zeugt einerseits von neu entfachter Zuversicht, andererseits vom Reiz des Pokals, der dem Verein schon denkwürdige Spiele bescherte.

„Den Trainer hätten die besser erst in der nächsten Woche gewechselt“, kommt Christian Hampel, dem FC-Coach, der neue Schwung beim haushohen Favoriten gar nicht recht. Denn jetzt dürfte sich jeder Spieler bei Golombek aufdrängen wollen, ein Laisser-faire beim Außenseiter aus der Westfalenliga ist eher nicht zu erwarten.

Hampel kann sich erinnern, dass er als Stürmer von Westfalia Herne einmal gegen Golombek gespielt hat. „Der war damals ein beinharter Innenverteidiger bei Arminia Bielefeld“. Damals hatte er gewiss bessere Erfolgschancen als im jetzt bevorstehenden Trainerduell.

Christian Hampel beziffert die Erfolgchancen mit 1:99

Der FC-Coach sieht die Lage natürlich realistisch. „Um gegen einen Drittligisten weiterzukommen, müssen extrem viele günstige Umstände zusammenkommen. Das ist eine ganz andere Nummer, als wenn man gegen einen Regionalligisten spielt.“ Die Chancen auf das Weiterkommen beziffert er mit 1:99. Er sieht das Spiel als Belohnung für seine Mannschaft, das sie dementsprechend genießen soll. „Wir werden uns taktisch etwas einfallen lassen, um Lotte das Leben so schwer wie möglich zu machen“, kündigt Hampel an, der aber gewiss nicht vorhat, in der Abwehr „Beton anzurühren“. Defensiv waren die Qualitäten des FC in der laufenden Saison oftmals überschaubar, aber immerhin scheint jetzt etwas mehr Stabilität einzukehren

„Wir sind aktuell gar nicht mal so schlecht aufgestellt und können uns wehren“, sagt der Coach. Vor allem im Luftkampf, speziell bei Standards, sieht er seine Schützlinge nicht als chancenlos an. Natürlich möchte man so lange wie möglich ein 0:0 halten und am Ende zumindest ein achtbares Resultat erzielen.

Dass der Hemberg-Rasen am Abend vermutlich schwer bespielbar ist, könnte dem FC ausnahmsweise einmal in die Karten spielen. „Kombinationsfußball ist da wohl weniger gefragt, und diesmal ist ein schlechter Platz vielleicht ein Vorteil für uns“, sagt Hampel.

Wie bei seinen Spielern ist auch bei ihm die Vorfreude auf die Partie stark ausgeprägt. „Unter Flutlicht ist am Hemberg eine besondere Atmosphäre, da ist das Stadion beinahe richtig schön.“
FC Iserlohn - SF Lotte
Samstag, 18 Uhr, Hemberg
FC-Kader: Dreesen, Klima; Deppe, Lötters, Willmanns, Ernst, Herder, Meckel, Sarisoy, Yildirim, Marks, Lenz, Nweke, Gülbeyaz, Dünschede. - Nicht dabei: Cala, Kozlowski, Müsse, Dimitrov, Lieder (verletzt).

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