Fußball

FC Oese zieht sich vom Spielbetrieb der Kreisliga B zurück

Spiele des  FC Oese gehören vorerst der Vergangenheit an.

Spiele des FC Oese gehören vorerst der Vergangenheit an.

Foto: IKZ

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Iserlohn. Die Einteilung der Fußball-Kreisligen förderte es zu Tage. Die Staffel Ost der B-Liga wird nur mit 15 Mannschaften an den Start gehen. Der Grund: Der FC Oese hat seine Mannschaft bereits vor Saisonbeginn zurückgezogen.

„Wir haben uns beraten. Es ist nicht mehr genügend Potenzial für eine Mannschaft da“, erläuterte Geschäftsführer Christian Grothe. Die schlechten Nachrichten in Form von Abmeldungen hatten sich zuletzt gehäuft, so dass man sich gezwungen sah, sich zusammenzusetzen. Und als sich im Rahmen dieser Sitzung schließlich noch drei Akteure mit dem Hinweis auf ihr fortgeschrittenes Alter vom Spielbetrieb abmeldeten, zog der Vorstand endgültig die Notbremse.

Folglich wird der 1949 gegründete FC Oese in der kommenden Saison nicht am Spielbetrieb teilnehmen, weil es ohnehin nur noch eine Mannschaft beim einstigen Bezirksligisten gab. Dass diese sportlich durchaus konkurrenzfähig war, verdeutlichte der dritte Platz in der abgelaufenen Serie. „Aber auch da umfasste unser Kader nur achtzehn Spieler“, betonte Grothe. Die nun eingetretene Entwicklung sei aber dennoch nicht abzusehen gewesen. Schon eher die Tatsache, dass sich der Klub bei der Verpflichtung eines Nachfolgers von Trainer Houssain Azirar (zur SG Hemer II) schwer tun würde. Er hatte bereits im Frühjahr angekündigt, den FC Oese verlassen zu wollen.

Als dann schließlich auch nur noch zehn Spieler zur Verfügung standen, sahen sich die Verantwortlichen gezwungen, den bitteren Schritt zu tun. Der harte Kern um die Familie Rothhöft, Christian und Frank Grothe sowie Dirk Ramm will die Hoffnung aber noch nicht aufgeben, dass der Klub in der Serie 2013/14 in der Kreisliga C einen Neuanfang starten kann. Eine Sitzung soll kurzfristig Klarheit bringen. Wie schwierig das jedoch ist, weiß Christian Grothe nur zu gut. „Wir haben keine Jugendarbeit und sind darauf angewiesen, externe Spieler zu holen. Das ist nicht billig, weil wir gleich die doppelte Ablösesumme zahlen müssen“.

Doch das Problem des FC Oese sitzt eigentlich noch tiefer und begann Ende der 90er Jahre mit der (unfreiwilligen) Aufgabe des Sportplatzes im Hemeraner Ortsteil. Nach Grothes Überzeugung leitete der Umzug ins Dammstadion ein Sterben auf Raten ein. „Wie soll man auf dem Platz Jugendarbeit betreiben, wenn man sich mit der SG Hemer gegenseitig die Kinder wegnehmen müsste“, fragt er.

Wie es beim FC Oese weitergeht, werden die nächsten Wochen zeigen. Gibt der Verein auf - oder finden sich wieder ähnlich wie Ende der 1990er Jahre genügend Mitstreiter für eine weitere Trotzreaktion, die in den nächsten Jahren das sportliche Fortbestehen ermöglicht?

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