Fußball

FCI gibt sicher geglaubten Sieg aus der Hand

Der FCI wartet weiter auf den ersten Sieg.

Der FCI wartet weiter auf den ersten Sieg.

Foto: Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Eine 2:0- und 3:2-Führung reicht nicht zum ersten Saisonerfolg. Gegner Gerlingen trifft spät zum Ausgleich.

Hängende Köpfe statt des erhofften Befreiungsschlages beim FC Iserlohn: Auch gegen Aufsteiger FSV Gerlingen reichte es für den Fußball-Westfalenligisten trotz zweimaliger Führung nicht zum ersten Saisonsieg. Torwart Marvin Raab verhinderte sogar Schlimmeres.


Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn - FSV Gerlingen 3:3 (2:1). Die Rückkehr zum Hemberg hatte sich der FC Iserlohn ganz anders vorgestellt. Trotz der bislang besten Offensivleistung mit vielen nett anzusehenden Spielzügen und tollen Einzelaktionen auf der schwierig zu bespielenden „Weide“ des Hembergstadions behält das Team von Trainer Mario Plechaty nur einen Punkt. Schlimmer noch: Erst wurde eine 2:0-Führung verspielt, und auch das spätere 3:2 konnte nicht verteidigt werden.

Iserlohn spielte aggressiv, schnell und erfolgreich

Auf die Gäste aus dem Raum Olpe übte der FCI von Beginn an Druck aus, so dass diese nicht ins Spiel kamen. Chancen blieben dabei natürlich nicht aus, so war es keine Überraschung, dass der Ball irgendwann auch im Tornetz zappeln würde. Nach elf Minuten traf ausgerechnet Lukas Lenz, für den FCI-Kapitän war es das erste Saisontor. Sieben Minuten später bereitete Omar Jessey das 2:0 durch Sebastian Schmerbeck vor. Der Gambier zeigte zumindest vor der Pause ein starkes Startelf-Debüt. Spätestens mit dieser Führung im Rücken war Iserlohn komplett auf Offensive eingestellt, Hinten sicherten lediglich Jan Bröckers und Anjo Wilmanns ab. Das sollte sich zeitnah rächen. Nach 23 Minuten stand es nur noch 2:1. Und wenn Marvin Raab im Iserlohner Tor nicht einen Sahnetag erwischt hätte, wäre es mit einem 2:2 in die Pause gegangen. Anstatt sich zu sammeln und neue Konzentration aufbauen, agierte der FCI nach der Pause zunehmend nervös, widmete der Defensivarbeit jedoch nicht die dringend nötige Aufmerksamkeit. Ein langer Ball genügte, und vor dem Tor der Hausherren wurde es gefährlich. Dass es nach 54 Minuten 2:2 stand, war keine Überraschung mehr. Iserlohn blieb zwar spielerisch überlegen, schaltete aber viel zu langsam um, besonders wenn es um die Rückwärtsbewegung ging. Bei Omar Jessey schwanden zudem die Kräfte. Zwei strukturierte Angriffe trugen die Gastgeber noch vor. In der 73. Minute ließen sie den Ball am Strafraum laufen, den entscheidenden Pass spielte Schaulandt auf Lenz, der zum 3:2 abschloss.

Doch auch diese Führung wurde nur halbherzig verwaltet. Knapp zehn Minuten später blieb Raab in der nächsten Eins-zu-Eins-Situation Sieger. Sein Gegenüber ebenso, als er einen platzierten Schlenzer von Lukas Lenz spät sah und dennoch parierte. Es wäre das 4:2 und die Entscheidung gewesen. Doch das sechste Tor schoss der Aufsteiger. Der mit einer Schutzmaske spielende Steffen Scheppe überwand Lenz in der 89. Minute und wurde anschließend unter einer Spielertraube begraben. So richtig fassen, was in den 90 Minuten im Hembergstadion vonstatten ging, konnte es keiner der gut 200 Augenzeugen.

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