Basketball

Fortschritte bei den Kangaroos

ie Kangaroos (hier gegen Rhöndorf) sind allmählich in Form.

ie Kangaroos (hier gegen Rhöndorf) sind allmählich in Form.

Foto: Michael May

Bochum/Iserlohn.  Beim Turnier in Bochum gastgebenden Ligarivalen besiegt und Verstärkung gefunden.

Nach diesem Turnierwochenende sehen die Verantwortlichen der Iserlohn Kangaroos dem Saisonauftakt mit deutlich größerer Zuversicht entgegen. Denn zwei Wochen vor dem Start machte die Mannschaft einen Schritt nach vorn, und sie hat jetzt auch die letzte Planstelle im Kader vergeben. Flügelspieler Elijah Allen, zuletzt für Tübingen in der Pro A im Einsatz, ist der wohl endgültige Ersatz für Jahmere Howze. Und in Bochum empfahl er sich gleich als Topscorer.

Halbfinale: Iserlohn Kangaroos - Artland Dragons 72:102 (20:33/ 41:50/56:79). Die Kangaroos kamen schwer ins Spiel, zeigten aber dann einige gute Aktionen im Angriff. Ein Problem war die Verteilung der Fouls in den ersten zehn Minuten mit drei gegen Artland und zwölf gegen die Iserlohner, die zur ersten Pause schon drei Akteure mit drei Fouls belastet hatten. Dennoch zeigten sie im zweiten Abschnitt eine gute Leistung, entschieden ihn sogar zu ihren Gunsten und überzeugten vor allem in der Defensive. Viele wichtige Stopps führten zu erfolgreichen Fast-Breaks.

Nach der Pause setzt sich Artlands Qualität durch

Nach der Halbzeit setzte sich der Pro-A-Ligist jedoch deutlich ab. Man merkte nun, dass die Niedersachsen auf allen Positionen besser besetzt sind. Defensiv ließen sie nicht viel zu, so dass die Kangaroos selten in aussichtsreiche Wurfpositionen kamen. Erst im letzten Abschnitt gestalteten die Waldstädter die Partie wieder etwas offener, die aber zu diesem Zeitpunkt längst entschieden war. „Für uns war das ein aufschlussreicher Test gegen einen richtig starken Gegner“, resümierte Trainer Milos Stankovic. 102 Punkte zu kassieren, bedeutet nach einer Auffassung zwangsläufig, dass sich die Defensive weiter steigern muss. „Da müssen wir auch besser miteinander kommunizieren“. Gegenüber dem Turnier in Hagen sah er jedoch eine verbesserte Reboundarbeit.

Im Fokus stand in Bochum natürlich Elijah Allen, der sich für einen Platz im Pro-B-Kader empfehlen sollte. „Er hat gezeigt, dass er auf Anhieb ein Leistungsträger werden kann. Man merkt täglich, wie er besser hineinfindet und mit seinen Mitspielern harmoniert“, lobte Stankovic den 29-jährigen Amerikaner mit deutschem Pass. Manager Michael Dahmen sah es ähnlich: „Er hat schon gute Akzente gesetzt.“

Kangaroos: Frazier (9), Ziring (3), Allen (14), M. Schwarz (9), J. Dahmen (11), Teucher (9), Brkic (8), Buss (4), R. Dahmen (5), Marei, Schneider.

Spiel um Platz drei: VfL SparkassenStars Bochum - Iserlohn Kangaroos 84:88 (20:24/35:45/59:70). „Ich bin sehr zufrieden, drei Viertel waren wirklich gut“, meinte Stankovic nach dem Erfolg über den Ligarivalen, der am Tag zuvor den Bayer Giants Leverkusen mit 72:93 unterlag. Vor allem in der ersten Hälfte überzeugten die Kangaroos mit einer guten Defensivarbeit, und wenn man bedenkt, dass Bochum trotz einer 50-prozentigen Dreierquote nur auf 35 Punkte kam, so spricht das für die Iserlohner. Der Ball lief gut, und Manager Michael Dahmen lobte zur Pause: „Das war schon zu 80 Prozent das Spiel, was wir uns vorstellen.“

Gute Quote beim Freiwurf gibt am Ende den Ausschlag

Das Niveau hielten die Gäste auch im dritten Abschnitt, sie behaupteten durchweg einen zweistelligen Vorsprung, der erst im Schlussabschnitt schmolz. Bochum presste sehr aggressiv, steigerte sich in einen richtig guten Lauf und traf zahlreiche Dreier. Anders als am Samstag holte sich der Gegner deutlich mehr Fouls ab, so dass es in den letzten Minuten von Bedeutung war, dass die Iserlohner an der Freiwurflinie die nötige Sicherheit ausstrahlten. „Es war wichtig, dass wir die Führung nicht abgegeben haben. Und dieser intensive Test hat uns auf jeden Fall weitergebracht“, resümierte Dahmen. Dass es zwischen den Ligarivalen konsequent zur Sache ging, belegen auch die insgesamt 53 Fouls.

„Gegenüber dem Spiel gegen Artland haben wir uns in der Defensive gesteigert, aber es ist immer noch einiges zu tun“, meinet Milos Stankovic. Er ist froh, dabei nun auf Elijah Allen zählen zu können. „Das ist ein Mann, der uns sofort weiterhelfen kann. Er kennt natürlich die Laufwege noch nicht, aber das wird jetzt von Tag zu Tag besser.“

Weil alle Spieler fit sind, geht der Coach mit großer Zuversicht in die beiden letzten Wochen der Saisonvorbereitung. Die Generalprobe wird am kommenden Sonntag gegen Hanau allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, und danach wollen die Kangaroos gerüstet sein für den Saisonauftakt in Schwelm.

Kangaroos: Frazier (20), Ziring (2), Allen (20), M. Schwarz (8), J. Dahmen (12), Teucher (4), Brkic (9), Buss (5), R. Dahmen (7), Schneider (1).

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben