Eishockey

Fünf Punkte – Iserlohn Roosters langen kräftig zu

Julian Lautenschlager, hier gegen Berlins Wissmann, ist momentan in bestechender Form.

Julian Lautenschlager, hier gegen Berlins Wissmann, ist momentan in bestechender Form.

Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Verteidiger Daine Todd und Trainer Jason O’Leary sehen das Ende der Entwicklung noch nicht erreicht.

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Hinter den Iserlohn Roosters liegt das erfolgreichste Wochenende dieser Saison. Fünf Punkte heimsten sie ein und machten in der Tabelle immerhin einen Platz gut. Mit einem besseren Torverhältnis wäre neben Schwenningen auch Krefeld überholt worden. Nicht mehr Letzter zu sein, ist psychologisch wichtig, den Abstand auf Platz zehn auf ebenso viele Punkte verkürzt zu haben, ist sportlich von hoher Bedeutung. Acht Punkte haben die Roosters in den vier Spielen dieses Jahres geholt, nur Ingolstadt, Straubing (jeweils neun Punkte) und Mannheim mit der optimalen Ausbeute von zwölf Zählern waren erfolgreicher.

Dass sie den Spitzenteams weh tun können, haben Mannheim und München bereits erfahren, nun können sie auch hinter Straubing einen Haken machen. Die aktuellen Top Fünf haben gegen die Roosters in dieser Saison mindestens einmal verloren. Nun ist mit dem Sieg in Krefeld auch ein Erfolg gegen einen Gegner auf Augenhöhe gelungen.

Es ist eine Entwicklung eingetreten, die noch vor drei Wochen nicht für möglich gehalten wurde. Einer, der am Aufschwung beteiligt ist, ist Verteidiger Erik Buschmann. Er verriet: „Spätestens nach den Spielen gegen Düsseldorf und Augsburg haben wir gemerkt, dass es so nicht weitergehen kann. Wir haben uns zusammengesetzt und Klartext gesprochen. Gegen Nürnberg hat man einen Anfang gesehen. Dieses Spiel hat uns Auftrieb gegeben. Gegen Berlin und Straubing haben wir gezeigt was wir draufhaben.“

Über die Entwicklung ist auch Verteidiger Daine Todd froh, auch wenn er daran verletzungsbedingt nicht auf dem Eis beteiligt war. Die Frage, die sich stellt: Warum hat die Mannschaft nicht schon zu einem früheren Zeitpunkt den Hebel umgelegt? „Wenn Dinge nicht so laufen, ist es schwierig aus diesem Rhythmus auszubrechen. Das haben wir glücklicherweise geschafft, und ich denke nicht, dass wir mit den Fortschritten, die wir gemacht haben, schon am Ende angelangt sind.“ Damit ist der seit Freitag 33-Jährige derselben Ansicht wie sein Trainer. „Natürlich können wir noch zulegen“, sagt Jason O’Leary. „Wir könnten noch schneller werden, und man darf nicht übersehen, dass wir in Krefeld zwei Gegentore selbst verschuldet haben. Aber kämpferisch war es schon top, was die Jungs gezeigt haben. Sie haben auch häufig aufs Tor geschossen, allerdings hat Krefelds Goalie Jussi Rynnäs auch einen Super-Job gemacht.“ Zu den Gewinnern der vergangenen Wochen gehört auch Julian Lautenschlager. Nachdem er am Freitagabend zum 5:2 gegen Straubing ein Tor und eine Vorlage beisteuerte, feierten ihn die 4000 Fans. „Er hat seine Chance erhalten, als wir viele Ausfälle hatten, und er hat sie genutzt. Aber jetzt muss er konstant gut spielen.“

Sorge um Grenier – Kanadier verpasst die Trainingswoche

Ein Platz im Angriff ist plötzlich frei geworden: Alex Grenier, der gegen Straubing 17:19 Minuten auf dem Eis stand und zwei Tore vorbereitete, absolvierte am Samstagvormittag nur eine Laufeinheit während seine Mitspieler trainierten. Ob er im Laufe dieser Woche wieder voll einsteigen und am Freitag gegen Schwenningen dabei sein kann, ist laut O’Leary ungewiss. Grenier kristallisierte sich vor allem im zuletzt immer besser werdenden Überzahlspiel als Aktivposten heraus. Deshalb liegt auf dem Powerplay ohne ihn ein Trainingsschwerpunkt in den kommenden Tagen. Auch Daine Todd muss weiter pausieren, einen möglichen Zeitpunkt für seine Rückkehr aufs Eis konnte er am Samstag noch nicht benennen.

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