Eishockey

Gegen Augsburg wird es für die Roosters noch schwieriger

Jake Weidner (hier im letzten Heimspiel gegen Augsburg) erzielte in Nürnberg beide Roosters-Tore.

Jake Weidner (hier im letzten Heimspiel gegen Augsburg) erzielte in Nürnberg beide Roosters-Tore.

Foto: Michael May

Augsburg/Iserlohn.   Nach einem „typischen Spiel“ in Nürnberg hoffen die Iserlohn Roosters im Auswärtsspiel in Augsburg auf mehr Kaltschnäuzigkeit.

Unmittelbar nach der 2:5-Niederlage in Nürnberg haben die Roosters ihr Quartier in Augsburg bezogen, um sich in der Fuggerstadt auf das Gastspiel am Freitag bei den Panthern vorzubereiten. Dem folgt am Sonntag am Seilersee das „Rückspiel“ gegen die Ice Tigers. Damit wird eine weitere englische Woche eingeleitet.

Nach dem gestrigen Training konnte Roosters-Trainer Jamie Bartman vermelden, dass alle Spieler einsatzfähig sind. Eine Veränderung wird er allerdings vornehmen, denn Niko Hovinen löst Sebastian Dahm im Tor ab.

Ob es mit Dahms Leistung in Nürnberg zusammenhängt? Sein Gegenüber Treutle hat am Mittwoch jedenfalls auch den Unterschied ausgemacht. Vor allem beim vierten Gegentor sah Iserlohns Goalie nicht gut aus. „Das war der Killer“, so Bartman. Aber zufrieden konnten die Sauerländer auch nicht mit der Offensivleistung sein, vor allem der Topreihe Caporusso/Matsumoto/Camara fehlte die Kaltschnäuzigkeit.

Lean Bergmanns Hoffnung erfüllte sich nicht

„Einige waren zu harmlos“, so Bartman. „Wir müssen unsere Chancen konsequenter nutzen.“ Auch Lean Bergmann, bei der Nationalmannschaft mit zwei Toren und einer Beihilfe zuletzt sogar Topscorer, scheiterte mehrfach. „Es war ein für uns typisches Spiel“, verweist Bartman auf hinreichend bekannte Unzulänglichkeiten in seinem nicht einmal schlecht spielenden Team.

Beispielhaft waren zwei nahezu identische Szenen mit unterschiedlichem Ausgang. Als Nürnberg in Unterzahl agierte, steuerte Weber allein auf Dahm zu und traf, wenig später startete auf der Gegenseite Marko Friedrich allein einen Unterzahlkonter, Treutle gewann dieses Duell. „Nürnberg hat seine Chancen genutzt, wir nicht“, bilanziert Bartman ernüchternd.

„Die Spiele gegen Nürnberg zählen doppelt“, strich Stürmertalent Lean Bergmann bei „Magenta Sport“ die Bedeutung der Partien gegen die Franken heraus und hoffte nach dem ersten Sechs-Punkte-Wochenende vor der Länderspielpause, „dass das nun die erste Neun-Punkte-Woche wird.“ Doch es können jetzt nur noch sechs Zähler werden, seine Aussage, dass man „definitiv noch alles erreichen“ könne, kann mit Blick auf die Play-off-Chancen wohl nicht mehr so stehen bleiben.

„Das Spiel gegen Augsburg wird noch härter“, rechnet Jamie Bartman mit einer mehr als kniffligen Aufgabe. „Augsburg ist eine Mannschaft, die läuft und läuft und läuft.“ Dass sich die Panther auf Platz sechs befinden, habe schließlich gute Gründe. Und man muss ergänzen: Ebenfalls nicht grundlos stehen die Roosters nur auf Platz zwölf, stets die Rote Laterne vor Augen, die an diesem Wochenende durchaus wieder in den Besitz der Sauerländer übergehen könnte..

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