Eishockey

Gegner auf Augenhöhe für die Roosters

Die Roosters (hier Dieter Orendorz) würden heute Abend gerne wieder mit ihren Fans feiern.

Die Roosters (hier Dieter Orendorz) würden heute Abend gerne wieder mit ihren Fans feiern.

Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Erst kommt Ingolstadt, dann geht es nach Wolfsburg. O’Leary bittet um Geduld bei Neuzugang Alexandre Grenier.

Obwohl die Iserlohn Roosters ein Spiel weniger als die Teams auf Augenhöhe bestritten haben, starten sie heute Abend zuhause gegen den punktgleichen ERC Ingolstadt von einem Pre-Play-off-Platz in das Wochenende, das am Sonntag mit dem Auswärtsspiel bei den Grizzlys Wolfsburg abgeschlossen wird.

Gegen die Bayern wird Alexandre Grenier, dessen Verpflichtung die Roosters am Dienstag bekanntgegeben haben, erstmals für die Roosters auflaufen. Trainer Jason O’Leary machte am Tag vor dem Spiel aus seiner Freude, einen weiteren „starken, großen Spieler mit gutem Schuss“ in seiner Mannschaft zu haben, kein Geheimnis. „Allzu viel dürfen wir von ihm aber nicht erwarten, denn Alex ist noch nicht im Rhythmus. Aber wir werden ihm als Team helfen, seinen Weg zu gehen.“ Wer künftig an seiner Seite stürmt, konnte oder wollte O’Leary aber noch nicht verraten.

Einsätze von Weidner und Weiß kommen nicht in Frage

„Wir werden sehen“, so der Kanadier, der sich ansonsten aber recht auskunftsfreudig zeigte, was die Personalsituation angeht. Definitiv ausfallen werden Jake Weidner und Daniel Weiß, Dieter Orendorz hat seine Blessur, die er sich in München zugezogen hat, wieder auskuriert. Anthony Peters wird im Tor stehen und auch Tim Fleischer, der zuletzt Spielpraxis beim Kooperationspartner in Bietigheim sammelte, hat seinen Platz im Kader sicher. Tobias Schmitz ist für den Herner EV im Einsatz.

Vom Deutschen Meister von 2014 hält Jason O’Leary eine Menge. „Das ist eine erfahrene und offensivstarke Mannschaft mit vielen technischen Möglichkeiten.“ Mit ihren 34 erzielten Toren liegen die Ingolstädter zwar auf Platz drei der torgefährlichsten Teams, gut dosiert haben sie ihre Treffer allerdings nicht. Zehn fielen im ersten ersten Spiel bei den Schwenninger Wild Wings, in den zehn Parten danach trafen sie nur noch 23 Mal – einmal mehr als die Roosters, die nun noch einmal personell nachgelegt haben. Wie immer war Jason O’Leary auf das Freitagsspiel fokussiert. Der Auftritt gegen Wolfsburg spielt erst ab Samstag eine Rolle. Doch er warf nochmal einen Blick zurück auf das München-Spiel. „Wir müssen besser verteidigen, aber daran haben wir unter der Woche gearbeitet, ebenso am Powerplay und am Boxplay.“ Das tut die Mannschaft, seit O’Leary Trainer der Roosters ist.

Konstanz und Disziplin sind gut, aber noch nicht perfekt

Denn: Auch Dinge, die schon besser funktionieren als zu Saisonbeginn, gelte es weiter zu optimieren. Hierbei kommen zwei Kernpunkte zum Tragen, die zu den Eckpfeilern seiner Arbeit gehören: Konstanz und Disziplin. „In München waren wir über zwei Drittel gut, weil wir diszipliniert und konstant gespielt haben. Den Teams, die weiter oben stehen, gelingt das über die gesamte Spielzeit.“ Darauf, dass sich die Mannschaft in dieser Hinsicht weiter entwickelt, achtet O’Leary daher intensiver als auf die Zahl der erreichten Punkte.

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