Fußball

Glaube an Fortsetzung im Dezember ist geschwunden

Der FC Iserlohn (hier gegen Wanne) versucht wie Borussia Dröschede den Fitnessstand zu erhalten..

Der FC Iserlohn (hier gegen Wanne) versucht wie Borussia Dröschede den Fitnessstand zu erhalten..

Foto: Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Die heimischen Fußball-Westfalenligisten Borussia Dröschede und FC Iserlohn versuchen, den Fitnessstand zu erhalten.

Halbzeit im jüngsten Lockdown. Seit 14 Tagen sind die heimischen Fußballer im „Homeoffice“. Das gilt auch für die beiden klassenhöchsten Vertreter in der Westfalenliga. Wie gehen Borussia Dröschede und der FC Iserlohn mit dieser Situation um?

„Wir haben die letzten 14 Tage komplett fußballfrei und ohne Lauftraining verbracht. Die Spieler sollten zur Ruhe kommen“, berichtet Dragan Petkovic, Coach der Borussia. Am 29. Oktober habe die Mannschaft ihr letztes Training absolviert, danach gab es eine zweiwöchige Pause. Am Freitag hat er seinen Akteuren einen Laufplan zukommen lassen, der Aufgaben für die nächsten 14 Tage beinhaltet, in denen es vor allem darum geht, die Fitness zu erhalten.

„Das war alles unter dem Aspekt geplant, dass es noch im Dezember weitergeht“, sagt Dragan Petkovic, und weiter: „Inzwischen wird aber deutlich, dass es in die Richtung geht, dass 2020 nicht mehr gespielt wird.“ Dass es dann auch neue Pläne auf der Emst geben wird, bestätigt der Trainer, will aber abwarten, bis es etwas Konkretes gibt.

Im Fall, dass es Anfang Januar weiterginge, stellt sich natürlich auch die Frage nach dem Wie. „Ich habe aus inoffizieller Quelle gehört, dass man die Hinrunde durchspielen will und anschließend die ersten neun Teams um den Aufstieg spielen lässt, während die unteren neun gegen den Abstieg spielen müssen“, sagt Petkovic, der aber auch andere Lösungen für möglich hält. Derzeit spricht er von 14 Tagen, die sein Team benötigen würde, um wieder spielfähig zu sein. Wird der Lockdown verlängert, sei aber praktisch eine komplette Saisonvorbereitung von fünf oder sechs Wochen erforderlich.

Der FC Iserlohn plantauch Zoom-Meetings

„In den ersten 14 Tagen haben die Spieler eigenverantwortlich ein Programm absolviert, ab sofort erhalten wir aber Rückmeldung mittels Kontrolldaten“, berichtet Max Borchmann, Trainer beim FC Iserlohn, der mit Beginn des Lockdowns für sein Team einen Plan herausgegeben hat. Zusätzlich überlegt er, in den nächsten Tagen bestimmte Zoom-Meetings zu machen, bei denen sich einzelne Mannschaftsteile virtuell zusammenfinden und beispielsweise Spiele analysieren.

Angesichts der aktuellen Meldungen geht er aber nicht davon aus, dass in diesem Jahr noch gespielt wird, was noch einmal die Planung verändern würde. Bislang war alles darauf ausgerichtet, dass das Team nach zwei Wochen Vorbereitung im Dezember noch spielen kann. „Das ist zwar nicht viel, wäre aber für alle gleich“, sagt Max Borchmann. Sinnvoll wäre aus seiner Sicht nach einer längeren Unterbrechung aber definitiv eine umfangreichere Vorbereitung.

„Man sagt, dass ein verletzter Spieler nach sechs Wochen Ausfall drei Wochen Teamtraining braucht, um wieder mitzuwirken“, macht der Übungsleiter deutlich. Für das derzeit noch recht beachtliche Lazarett beim FC Iserlohn könnte die augenblickliche Pause also auch noch etwas Positives haben, wenn sie noch ein wenig länger dauert. Wenn es schließlich wieder losgeht, erwartet Borchmann in erster Linie, dass erst einmal die Hinrunde zu Ende gespielt wird. „Was danach in dieser nervigen Saison noch möglich ist, wird man sehen“, so der Trainer abschließend.

Durch den November-Lockdown ist der FCI Iserlohn mit drei Spielen im Rückstand. Das Derby in Dröschede, das Heimspiel gegen Sodingen und die Auswärtspartie in Sodingen fehlen. Im Dezember kommen noch die Spiele gegen Wickede und Brünninghausen sowie in Hassel dazu. Bei der Dröscheder Borussia ist zusätzlich noch das Nachholspiel gegen Hordel zu berücksichtigen. Im November fehlen außer dem Derby das Heimspiel gegen Hagen 11 und die Auswärtspartie in Lennestadt. Im Dezember lauten die Gegner Deuten (H), Obercastrop (A) und Bövinghausen (A).

Ursprünglich war die Fortsetzung der Hinrunde im neuen Jahr ab dem 14. Februar mit noch drei Spielen geplant. Am 7. März sollte die Rückrunde beginnen.

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