Basketball

„Goldener Basketball“ und weitere Highlights

Sabine Kaminski überreichte Matthias Grothe den goldenen Basketball.

Sabine Kaminski überreichte Matthias Grothe den goldenen Basketball.

Foto: IKZ

Iserlohn.  Es war in vielerlei Hinsicht ein besonderes Spiel. Das 66:52 der Iserlohn Kangaroos gegen den zweimaligen ProB-Champion aus Oldenburg hatte viele Highlights zu bieten, und schon vor der Partie gab es einen großen Moment für Iserlohns Trainer Matthias Grothe.

Denn kurz vor dem ersten Sprungball erhielt er aus den Händen von Sabine Kaminski, Vorstandsmitglied der 2. Bundesliga, den „goldenen Basketball“. Mit dieser Trophäe wurde der Coach der Kangaroos geehrt, der nach der letzten Serie zum Trainer 2014/15 gewählt wurde. Für den Übungsleiter ein durchaus bewegender Moment.

Es folgte ein kleines Geburtstagsständchen, denn Grothes Oma, Ursula Schwarzhofer, ein ganz treuer Fans der Kangaroos und bei fast jeder Partie in der Halle, bekam von Vorstandsmitglied Zlata Dahmen einen Blumenstrauß zum 93. Geburtstag überreicht. „Sie ist ein großer Fan und wollte es sich auch am Geburtstag nicht nehmen lassen, zum Spiel zu kommen. Die Feier hat sie auf den Sonntag verlegt“, freute sich Matthias Grothe über die familiäre Unterstützung.

Flüchtlinge freuten sich über Selfies mit den Spielern

Große Sympathien flogen den Iserlohner Basketballern auch von Seiten der rund 40 in der Almelohalle untergebrachten syrischen Flüchtlinge zu, die zur Heimpremiere eingeladen waren. Besonders begehrt waren bei diesen Gästen nach der Partie Selfies mit den Spielern.

Weit entfernt vom Geschehen in der Hemberghalle, in der die Lautsprecheranlage erneut zeitweise ihren Dienst versagte, agierte Marcel Keßen. Der Center der Kangaroos musste kurzfristig, der Personalnot beim Kooperationspartner Phoenix Hagen gehorchend, mit dem Erstligisten nach Weißenfels. Zum nicht unbedingt erwarteten 79:72-Auftaktsieg trug der Youngster in elf Spielminuten zwei Punkte und vier Rebounds bei. Auch am kommenden Wochenende spielen Kangaroos und Phoenix fast zeitgleich, so dass Keßen erneut angefordert werden könnte. Für den länger ausfallenden Covington suchen die Hagener allerdings nach einem zeitlich begrenzten Ersatz.

Keßens Fehlen bei den Iserlohnern machte sich unter dem Korb zeitweise recht stark bemerkbar. Als Rebounder vom Dienst sprang vor allem Joshua Dahmen ein, aber auch Keith Thompson angelte sich besonders in der Schlussphase so manchen Ball.

„Er hat gezeigt, was er kann. In der Verteidigung sollte er allerdings noch eine Schüppe drauf legen“, so Matthias Grothe, der in der Anfangsphase einen Disput mit dem Amerikaner hatte. Der Coach attestierte seinem kritisch beäugten Import eine erhebliche Steigerung gegenüber der Vorwoche, und so dürfte Thompson wohl auch am Samstag in Itzehoe auflaufen. Danach endet sein Probevertrag, eine Entscheidung steht also bevor.

Im Spiel selbst wirkte der körperlich starke Flügelcenter offensiv zwar häufig noch nicht eingespielt, doch stets hatte er Lösungen parat, traf vier seiner sieben Dreierversuche und bewies auch viel Zug zum Korb. „Unsere Systeme sind recht komplex, und es dauert einige Zeit, bis neue Spieler das verinnerlicht haben“, meinte Grothe. Eine aussagekräftige Bewerbung für ein Engagement über das nächste Wochenende hinaus hat Thompson jedenfalls erst einmal abgegeben.

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